Mittwoch, 31. August 2005

mixkopf.

der sommerliche abendhimmel ist überflutet von flugzeugen.
wo man hinschaut, überall bewegt sich ein lichtklecks.

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immer wieder mittwochs. der nachbar mit dem goldrand im mund schleppt ein gerät von der größe einer autobatterie in den garten, zieht seitlich eine antenne ans tageslicht und tippt eine lange nummer. eine geschwiegene ewigkeit später wird irgendwo abgenommen, und er schreit los. ich schätze es geht ums wetter, um die bohnen und wie gut sie wachsen, hier im garten in lierenfeld, in düsseldorf, in deutschland halt. und die kinder, alle gesund, das sehe ich auch, ohne ein wort zu verstehen, er guckt sie beim telefonieren alle gründlich und prüfend an, der reihe nach. manchmal gesellt sich eine der frauen ans fenster, seine mutter, oder seine frau, wer grad zeit hat. und die brüllen dann durchs küchenfenster in den garten wo der hörer in ihre richtung gehalten wird, und das geht dann durch diese autobatteriegroße anlage sicher in einen ort, wo es grad flirrend heiss ist, und wo auch ein mann im sandigen garten sitzt, mit dem gegenstück dieses gerätes, und vielleicht wird das per funk aus versehen ins all, und da hört das auch noch jemand, mit 14 zehen und 8 mündern, und denkt "och, guck mal einer an, in düsseldorf wachsen die bohnen gut.".
wie dem auch sei ...

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immer muss bush einen urlaub abbrechen, um zu den katastrophen zu kommen. fällt schon auf.

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heute ein eis - morgen ein könig ?

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den goldrandfunker würd ich mal david lynch melden. oder mark frost.

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Gute Idee.
Der empfängt bestimmt regelmäßig seltsame Botschaften à la "Die Eulen sind nicht was sie scheinen". Und es würd mich auch nicht wundern, wenn da n' abgeschnittenes Ohr aufm Rasen läge...

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ach was, die eulen sind hier alle nur eulen, und die nachbarn, die tun öfters dinge in ihrem garten, die mich staunen lassen :)

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