Freitag, 7. Oktober 2005

billige weiber, snuff und schwarz weiß photos.

ich weiß von heute morgen nicht mehr viel, nur das ich irgendwas nach kurz nach sieben, eher so im raum von viertel nach, aus dem warmen haus, kwatsch, aus dem haus fiel, richtung bus rannte, dem fahrer meine haarspange statt dem ticket zeigte, mir dafür fast die frisur mit ticket 2000 band, und dann mechanisch und leise murrend am shuffelchen rumfingerte, der mich stumm und ein wenig vorwurfsvoll anstarrte. bis ich merkte, dass die verbindung zwischen shuffle und kopfhörer in den tiefen meiner tasche unplugged & interruptet war, war ichs schon leid, und wollte der stille zuhören.
der stille.
morgens im 721er auf der junkie-transitstrecke mit stationen am notbehelf für wohnungslose, bei den stadtdealern hauptbahnhof, ehzettera pepe.
bis ich dann bei meinem job war, ausser der reihe am morgen, war ich irgendwie von kopfweh geplagt, hatte schlechte laune und trat in einen hundehaufen von größe und umfang einer tellermine.
hurra.

mittags schnell alles rückwärts, da ich es in der halben stunde morgendlichen durchdiewohnungtorkelns nicht auf die reihe bekam, die fellchen zu stopfen UND mir die haare zu waschen UND mich gedeckt und leicht angespießt zu kleiden, für die wohnungsbesichtigung am abend.
remember viertelflucht ?
den letzten stein des anstosses traf ich dann prompt heute mittag beim weg zur zweiten tagessschicht. ich dezent gut gelaunt dank einem liter kaffee in der blutbahn UND frisch geföhnt, rannte dem bösen nachbarn über die füsse, der - wie der rest des viertels- geschwächt vom ramadan die treppen hochschnaufte.
ich : tach, sie wollt ich sprechen.
er: äh...
ich : nur kurz, wollte tschuldigung sagen für vor kurzem, als ich sie und ihre ganze besuchergruppe nachts im treppenhaus für diesen immensen krach anbrüllte, den sie da gemacht haben.
er: is alles eh vergessen, so.
ich : neneee, ich will schon, dass sie das verstehen. da war grad mein vater tot, und mein bruder dann auch, und da hatte ich eh schlafstörungen und da lagen mir dann wohl die nerven blank, als sie alle nachts so im treppenhaus krach gemacht haben, beim tschö sagen, mit lautem kreischen und so.
er: ??? is schon gut.
ich : okay, tschö dann.

himmelhoch, ich sachet ja. ich also mit heldinnenbrust vor die tür, weil der jetzt mit allem gerechnet hatte, nur nicht mit einer entschuldigung. im segel gestorbene brise, wenn se wissen, was ich meine. auf die morddrohungen seitens seiner zauberhaften familie und den konsequenzen, sollte mir dieser menschliche pitbull auch nur einmal näher als einen meter an die wäsche kommen, gehe ich dann beim nächsten mal ein, nachbarn trifft man ja gern mal an den aschtonnen oder im keller.
und da wären wir auch schon wieder zurück bei der viertelflucht und unserem neuen leben auf dem land. wir standen dann pünktlich wie die maurer in dieser hübschen wohnung, mit blick übers volmerswerther ackerland, die brücke im blick und der waschkeller duftete tatsächlich nach waschpulver, wo zu hause 9700 blinde spinnen rennen und der nasse schimmel das alphabet erlernt, nachts im keller. alles schön, soweit.
nur ... sind unsere altbau-möbel zu groß, und essen und miete wird auch eng. ruhige spießerwohnungen mit tollem blick und sauberem keller muss man teuer bezahlen, und unsere ollen möbel mögen wir schon ganz gern. heute nacht dann also wieder bettwälzen statt schlafen, quadratmeter matchen, pro und contras an die innenseite der augenlider sprayen. wo ist der mittelweg, wo die schatztruhe, um platz zu bezahlen ?

ich will ein knusperhaus.

heute werden keine helden mehr gezeugt, china nicht vernichtet, jäger nicht gestoppt und der fernseher bleibt auch aus.
eine volle wanne rotwein, ein volles glas mit schaum, und drei tage am stück frei, die dann doch nicht frei sind, der trödel am sonntag macht sich schließlich nicht von allein.

an alle, die hier lesen und mich schon aus ihrem hirn gelöscht haben : morgen schaff ich das mit den mails und dem "antworten", ganz bestimmt.

öch.

!!!

gute nacht welt, du kannst mich auch mal.

( wer sich fragt, was die super überschrift mit dem öden text zu tun hat : nichts. )