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Donnerstag, 27. September 2007
sms an draussen # 1.
"Ich habe die letzten 50 Minuten in einem Raum verbracht, in dem sich ebenfalls eine gehäkelte, rosa Vagina befand."
(Bitte fragt nicht, warum. Manche Dinge sind einfach, wie sie sind.)
(Bitte fragt nicht, warum. Manche Dinge sind einfach, wie sie sind.)
umleitung.
Bitte lesen Sie meinen Vormittag.
Dienstag, 25. September 2007
strebers eintrag.
schwestern.
98,8 % meiner DNA stimmen mit der eines Schimpansen überein. Als ich mich um Punkt acht heute Morgen mit einem Berg Vollkorn-Ballast-Super-Bio-knäckebrot (3. Packung, frisch angebrochen) auf Teller zurück ins Plümmo schlich (dem lieben Gott ein Stück Tag stehlend) um mir die vorletzte Folge von Six Feet Under (4. Staffel, vorletzte Folge) anzusehen, da dachte ich bei mir, was denn meine Schwester Schimpansin gerade so treibt, so eng verwandt, wie wir sind.
Wo lebt sie ihre zwanghaften Phasen aus (Knäcke und Staffeln konsumierend), macht sie auch noch flugs den Stall/Wald sauber, bevor sie sich eine Pause gönnt, was ist ihr Six Feet Under, und mal ganz unter uns Primaten:
Haben Schimpansinnen PMS?
Wo lebt sie ihre zwanghaften Phasen aus (Knäcke und Staffeln konsumierend), macht sie auch noch flugs den Stall/Wald sauber, bevor sie sich eine Pause gönnt, was ist ihr Six Feet Under, und mal ganz unter uns Primaten:
Haben Schimpansinnen PMS?
Montag, 24. September 2007
d'accord
Sonntag, 23. September 2007
das wochenende und seine momente.
Alles quasi verpasst, genauer, darüber zu bloggen das Internet vollzuschreiben zu informieren.
Drei Geburtstage und ein Jubiläum.
Fünf Jahre (!) Kraut-und Rübenbloggen auf meiner miagolare, darauf habe ich eben direkt noch mal eine Olive extra auf den Teller gelegt.
Übrigens: Eben sehr laut Frau Merkel bejubelt, die sich den Dalai Lama nicht von den Chinesen vermiesen lässt.
Sehr zufrieden koche ich der Sonne zum Trotz einen Topf Rotkohl, den ich gleich mit einem großen Löffel, aber das gehört hier nicht hin.
Sowieso, China. Pah.
(Entfernt sich wild gestikulierend vom Bildschirm, raus, in die Weiten der Küche.)
Heute geschafft: Bügelwäsche mit Six Feet under (2 Folgen), Sonntagsdepression, eine Bionade Holunder unter Menschen.
Drei Geburtstage und ein Jubiläum.
Fünf Jahre (!) Kraut-und Rübenbloggen auf meiner miagolare, darauf habe ich eben direkt noch mal eine Olive extra auf den Teller gelegt.
Übrigens: Eben sehr laut Frau Merkel bejubelt, die sich den Dalai Lama nicht von den Chinesen vermiesen lässt.
Sehr zufrieden koche ich der Sonne zum Trotz einen Topf Rotkohl, den ich gleich mit einem großen Löffel, aber das gehört hier nicht hin.
Sowieso, China. Pah.
(Entfernt sich wild gestikulierend vom Bildschirm, raus, in die Weiten der Küche.)
Heute geschafft: Bügelwäsche mit Six Feet under (2 Folgen), Sonntagsdepression, eine Bionade Holunder unter Menschen.
immo-poem.
Auszug aus einem Exposé:
ehemaliges "Schweig mir von Rom" am Tal der Eisvögel
Immonet-Nr.: 7580492
Objektbeschreibung
Das Grundstück ist mit der ehemaligen traditionsreichen Gaststätte "Schweig mir von Rom" bebaut. Der Zustand der Gebäude ist nicht gerade der Beste. Durch eine umfangreiche Sanierung oder einen Neubau kann man den Standort aber wieder zu altem Glanz verhelfen.
*
Fantastisch. Also nicht das Gebäude, das bereitet einem optisch schon eine Langzeitdepression, aber ich möchte den Menschen sehen, der dort lebte, und der Gaststätte diesen Namen gab.
ehemaliges "Schweig mir von Rom" am Tal der Eisvögel
Immonet-Nr.: 7580492
Objektbeschreibung
Das Grundstück ist mit der ehemaligen traditionsreichen Gaststätte "Schweig mir von Rom" bebaut. Der Zustand der Gebäude ist nicht gerade der Beste. Durch eine umfangreiche Sanierung oder einen Neubau kann man den Standort aber wieder zu altem Glanz verhelfen.
*
Fantastisch. Also nicht das Gebäude, das bereitet einem optisch schon eine Langzeitdepression, aber ich möchte den Menschen sehen, der dort lebte, und der Gaststätte diesen Namen gab.
zeit.
Heinz Strunk geht dahin, wo es weh tut.
Zeit, ganz großes Kino.
Frisch abgegriffen bei SvenK.
(Ich musste es mir ein zweites Mal ansehen, um herauszufinden, ob dieses Gefühl, welches eine Mischung aus Aphex Twin und Nine Inch Nails gucken war, tatsächlich bleibt.
Tut es.)
Zeit, ganz großes Kino.
Frisch abgegriffen bei SvenK.
(Ich musste es mir ein zweites Mal ansehen, um herauszufinden, ob dieses Gefühl, welches eine Mischung aus Aphex Twin und Nine Inch Nails gucken war, tatsächlich bleibt.
Tut es.)
Samstag, 22. September 2007
umnachtet und besonnt.
Vorhin stehe ich im lichtdurchflutetem Bad und versuche, mir zwei Augen und einen Mund zu malen, die wie meine zwei Augen und mein Mund aussehen. Es hätte ein toller Moment sein können, so wie der heute Morgen vor acht, als ich die Haustür öffnete, meinen Gaul unterm Arm, und tatsächlich frische Luft und einen Hauch Erde roch. Da hat der Park mal richtig das Viertel geflutete letzte Nacht, lecker Bäume!
Jedenfalls, um zurück zum tollen Moment zu kommen, bzw. dessen Ausfall: das Bad geht zum Hinterhof, zum Hinterhof gehen auch sämtliche Fenster sämtlicher Mitbewohner, Nachbarn, Menschen an sich, und Menschen produzieren Geräusche, meist niedere, und viel Krach. So stand ich mit der Wimperntusche in der Hand und hörte ein Klanggewitter von cirka fünf verschiedenen Musikrichtungen, eine laut in ihr Telefon schwadronierende Russin mit Restalkohol, einen Staubsauger der sicher den stolzen Titel eines Industriesaugers führt, und einen laut stöhnenden Nachbarn auf dem Klo nebenan.
Flucht nach vorn, Rucksack an entsprechende Stelle gerückt und mit dem Rad zum Bio-Markt meines Vertrauens. Ich krieche gerade einmal um den gesamten Drahtgaul, um ihn großstadtsicher zu vertäuen, da brüllt jemand 'Hey!' in meine Rückfront. Ich schnelle verschrocken hoch und schaue mit einer Mischung aus Entrüstung und Ratlosigkeit zurück, rufe ebenfalls 'Hey!' und denke dabei, wer zum Teufel ist das?
Der Mensch ist männlich, trägt graue, lange Haare und einen Zottelbart, speckige Lederklamotten, einen Antifa-Button, und tatsächlich, als wenn es heute an Klischees mangeln würde, quillt eine zerdrückte Packung Tabak aus der Hosentasche. An der Hand ein mies gelauntes Mädchen kurz vor der Pubertät, am Handgelenk ein Haargummi, cirka schwarz bis braun.
'Hey!', er wieder.
'Du machst aber auch alles so richtig richtig, was?' strahlt er mich an und knufft mir zur Unterstreichung seiner Worte noch angedeutet in die Seite.
'Könn wa jetz jehn?' das Mädchen.
'Was mache ich genau?' versuche ich Zeit zu schinden. Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer, wer mich da knufft und anstrahlt, enthaare ihn in Gedanken, Bart weg, grau weg, Georg vielleicht, nein, Georg war mehr nordisch blond, der würde anders ergrauen.
'Na, mit dem Rad zum Körnerladen. Hättste auch nie gedacht, dass du mal so wirst, oder?', und zack, der nächste Knuffer.
'Papa. Könn wa jetze?' rettet mich das Mädchen vor erneuten Angriffen.
'Mensch, wart doch ma, Inchen. Wenn ich schon mal wen von früher treff. Mensch, wat machste denn so?'
Das ist genau die Frage, die mir den Schweiß unter die Achseln treibt. Da trifft man wen, den man so lange nicht getroffen hat, dass sich keine Erinnerung mehr einstellen will, und dann fragt der gleich, was man denn jetzt so macht. Ich meine, da liegen Billiarden von Momenten, Entscheidungen, Erfahrungen, warmen Mahlzeiten und Erkältungen dazwischen.
Was man jetzt so macht.
'Och' sage ich, 'so dies und das.'
'Ah' er.
'Papa, ich hab meine Tage, ich will jetzt nach Hause!'
'Hör mal, echt schade, aber ich muss.' sagt er, 'schön, Dich mal wieder getroffen zu haben.'
'Ja, war prima.' lüge ich unverhohlen, und werde ganz sicher einen dicken Karmapunkt für Flunkern und Misanthropie abgezogen bekommen.
Kurz darauf, eine Ampel weiter. Herrlich, diese Sonne. Wie ein völlig überpackter Käfer schlingere ich mit dem Drahtgaul über den Kirchplatz, wie hübsch diese Bänke, und wie fröhlich die Spätblüher.
Hach, denke ich und lächle in eine Gruppe Berber, die gemütlich in der Morgensonne Bier frühstücken.
'Gute Reise!' ruft mir einer zu, und ich überlege ernsthaft, ob es für Trekkingräder Fahrradkörbchen gibt, und ob diese nicht endlich mal eine Alternative wären.
Jedenfalls, um zurück zum tollen Moment zu kommen, bzw. dessen Ausfall: das Bad geht zum Hinterhof, zum Hinterhof gehen auch sämtliche Fenster sämtlicher Mitbewohner, Nachbarn, Menschen an sich, und Menschen produzieren Geräusche, meist niedere, und viel Krach. So stand ich mit der Wimperntusche in der Hand und hörte ein Klanggewitter von cirka fünf verschiedenen Musikrichtungen, eine laut in ihr Telefon schwadronierende Russin mit Restalkohol, einen Staubsauger der sicher den stolzen Titel eines Industriesaugers führt, und einen laut stöhnenden Nachbarn auf dem Klo nebenan.
Flucht nach vorn, Rucksack an entsprechende Stelle gerückt und mit dem Rad zum Bio-Markt meines Vertrauens. Ich krieche gerade einmal um den gesamten Drahtgaul, um ihn großstadtsicher zu vertäuen, da brüllt jemand 'Hey!' in meine Rückfront. Ich schnelle verschrocken hoch und schaue mit einer Mischung aus Entrüstung und Ratlosigkeit zurück, rufe ebenfalls 'Hey!' und denke dabei, wer zum Teufel ist das?
Der Mensch ist männlich, trägt graue, lange Haare und einen Zottelbart, speckige Lederklamotten, einen Antifa-Button, und tatsächlich, als wenn es heute an Klischees mangeln würde, quillt eine zerdrückte Packung Tabak aus der Hosentasche. An der Hand ein mies gelauntes Mädchen kurz vor der Pubertät, am Handgelenk ein Haargummi, cirka schwarz bis braun.
'Hey!', er wieder.
'Du machst aber auch alles so richtig richtig, was?' strahlt er mich an und knufft mir zur Unterstreichung seiner Worte noch angedeutet in die Seite.
'Könn wa jetz jehn?' das Mädchen.
'Was mache ich genau?' versuche ich Zeit zu schinden. Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer, wer mich da knufft und anstrahlt, enthaare ihn in Gedanken, Bart weg, grau weg, Georg vielleicht, nein, Georg war mehr nordisch blond, der würde anders ergrauen.
'Na, mit dem Rad zum Körnerladen. Hättste auch nie gedacht, dass du mal so wirst, oder?', und zack, der nächste Knuffer.
'Papa. Könn wa jetze?' rettet mich das Mädchen vor erneuten Angriffen.
'Mensch, wart doch ma, Inchen. Wenn ich schon mal wen von früher treff. Mensch, wat machste denn so?'
Das ist genau die Frage, die mir den Schweiß unter die Achseln treibt. Da trifft man wen, den man so lange nicht getroffen hat, dass sich keine Erinnerung mehr einstellen will, und dann fragt der gleich, was man denn jetzt so macht. Ich meine, da liegen Billiarden von Momenten, Entscheidungen, Erfahrungen, warmen Mahlzeiten und Erkältungen dazwischen.
Was man jetzt so macht.
'Och' sage ich, 'so dies und das.'
'Ah' er.
'Papa, ich hab meine Tage, ich will jetzt nach Hause!'
'Hör mal, echt schade, aber ich muss.' sagt er, 'schön, Dich mal wieder getroffen zu haben.'
'Ja, war prima.' lüge ich unverhohlen, und werde ganz sicher einen dicken Karmapunkt für Flunkern und Misanthropie abgezogen bekommen.
Kurz darauf, eine Ampel weiter. Herrlich, diese Sonne. Wie ein völlig überpackter Käfer schlingere ich mit dem Drahtgaul über den Kirchplatz, wie hübsch diese Bänke, und wie fröhlich die Spätblüher.
Hach, denke ich und lächle in eine Gruppe Berber, die gemütlich in der Morgensonne Bier frühstücken.
'Gute Reise!' ruft mir einer zu, und ich überlege ernsthaft, ob es für Trekkingräder Fahrradkörbchen gibt, und ob diese nicht endlich mal eine Alternative wären.
Freitag, 21. September 2007
order # 2.07
Jonathan?
Maam?
Jonathan, ich benötige grandioses!
Maam, aber!
Kein Aber, sondern hurtig. Und Jonathan?
Maam...
Du hast mir ein bißchen sogar gefehlt.
Maam?
Jonathan, ich benötige grandioses!
Maam, aber!
Kein Aber, sondern hurtig. Und Jonathan?
Maam...
Du hast mir ein bißchen sogar gefehlt.
ich und die anderen.
Dem Tag heute gibt es kaum noch etwas hinzuzufügen. Morgens Fleiss, und ab Mittags dann der innerliche Kampf gegen die senile Plümmoflucht. Was ist das, eine Herbstdepression? Werde ich jetzt wunderlich auf meine halbalten Tage, und tausche meine seit Jahren gepflegt und gegossene Sommermelancholie gegen ein schnödes mainstreameskes Herbsttief? Also Bitte.
Jedenfalls gut gekämpft und mit Rucksack zum größten, mit dem Rad erreichbaren Supermarkt gefahren, um Fisch zu kaufen. Super, Omega-Fettsäuren, die werden helfen. Was ich vorab irgendwie verdrängt habe: Ganz Düsseldorf, also nur der anstrengende Teil der 550.000 Einwohner, macht das auch, und so war Einkaufswagen schieben wie Autoscooter fahren auf der Kirmes, es rummste und krachte, man nöhlt wildfremde an und rempelt im gleichen Moment selber eine gehbehinderte, 105jährige mit Kampfhund an.
Vielleicht ist all das der Grund, warum eine innere Stimme plötzlich sehr laut und deutlich nach Knäckebrot und fettreichem Camembert rief, und ich beides wie in Trance in den Wagen schmiss. Knäckebrot. So was habe ich seit meiner Pubertät nicht mehr gegessen.
Zu Hause dann direkt vier Scheiben gegessen, mit einem Meter Käse oben drauf. Die innere Stimme gab sofort Ruhe und so stand ich im stehen laut knirschend kauend in der Küche und fühlte mich fremdgesteuert.
Apropos fremdgesteuert. Auf dem Weg zu diesem schrecklichen Supermarkt einer anderen Eingebung gefolgt, und in die Einfahrt der größten Videotheken-Kette im Dedorf abgebogen. Mit quietschenden Reifen vor der Tür zum stehen gekommen, reingerast und gefragt, was denn so eine Konsole für Leihkosten hat, also die Wiiiiiiiiiiiiii.
Die so: Zweihundatfuffzich Pfand und vier Euro am Tach für dat Teil. Spiele Einssechzich.
Ah, ich, und wieder rauf auf den Sattel, ohne Konsole.
Was hab ich da gerade, eine multiple Persönlichkeitsphase? Am Ende kämpfen in meiner Brust ein Pubertierender Konsolenjunkie, eine essgestörte Knäckebrotanbeterin, und eine Herbstdepressive, und ich komme kaum noch raus, es sei denn Six Feet Under läuft. Und wer hat gestern spät noch M. zum kniffeln genötigt?
Egal. Sollte ein fitnessorientierter Bewegungsmensch ebenfalls in mir herumtrödeln, dann soll er sich bitte schon mal fertig machen und mit Deo versehen, ich fahr gleich ins GYM, den Fisch und den Wein gibts am Ende des Tages.
Jedenfalls gut gekämpft und mit Rucksack zum größten, mit dem Rad erreichbaren Supermarkt gefahren, um Fisch zu kaufen. Super, Omega-Fettsäuren, die werden helfen. Was ich vorab irgendwie verdrängt habe: Ganz Düsseldorf, also nur der anstrengende Teil der 550.000 Einwohner, macht das auch, und so war Einkaufswagen schieben wie Autoscooter fahren auf der Kirmes, es rummste und krachte, man nöhlt wildfremde an und rempelt im gleichen Moment selber eine gehbehinderte, 105jährige mit Kampfhund an.
Vielleicht ist all das der Grund, warum eine innere Stimme plötzlich sehr laut und deutlich nach Knäckebrot und fettreichem Camembert rief, und ich beides wie in Trance in den Wagen schmiss. Knäckebrot. So was habe ich seit meiner Pubertät nicht mehr gegessen.
Zu Hause dann direkt vier Scheiben gegessen, mit einem Meter Käse oben drauf. Die innere Stimme gab sofort Ruhe und so stand ich im stehen laut knirschend kauend in der Küche und fühlte mich fremdgesteuert.
Apropos fremdgesteuert. Auf dem Weg zu diesem schrecklichen Supermarkt einer anderen Eingebung gefolgt, und in die Einfahrt der größten Videotheken-Kette im Dedorf abgebogen. Mit quietschenden Reifen vor der Tür zum stehen gekommen, reingerast und gefragt, was denn so eine Konsole für Leihkosten hat, also die Wiiiiiiiiiiiiii.
Die so: Zweihundatfuffzich Pfand und vier Euro am Tach für dat Teil. Spiele Einssechzich.
Ah, ich, und wieder rauf auf den Sattel, ohne Konsole.
Was hab ich da gerade, eine multiple Persönlichkeitsphase? Am Ende kämpfen in meiner Brust ein Pubertierender Konsolenjunkie, eine essgestörte Knäckebrotanbeterin, und eine Herbstdepressive, und ich komme kaum noch raus, es sei denn Six Feet Under läuft. Und wer hat gestern spät noch M. zum kniffeln genötigt?
Egal. Sollte ein fitnessorientierter Bewegungsmensch ebenfalls in mir herumtrödeln, dann soll er sich bitte schon mal fertig machen und mit Deo versehen, ich fahr gleich ins GYM, den Fisch und den Wein gibts am Ende des Tages.
frage ans internet:
Weiß wer rein zufällig, woher dieses Bild hier ist? Ich müsste für eine Sache die Urheberquelle wissen, Nutzungsrechte und so, kann mich aber nicht mal mehr erinnern, woher ich es selber habe.
Merci.
Merci.
Donnerstag, 20. September 2007
season 4, promo-trailer.
(okay, ich gestehe: ich habe alles im zeitraffer erledigt, auf dem plümmo liegen meine gemütlichen bekleidungsstücke, und zärtlich neben dem DVD platziert in tiefem schwarz: die vierte.
in knapp drei stunden muss ich zum nächsten job, der linsensalat ist auch gleich abgekühlt. ich muss einfach! der mittag ist mein.)
to be addicted to sth.
Das Stufenhocken gestern, das ging nur für knappe zwanzig Minuten gut, dann sah man an selbiger Stelle nur noch eine schlafende Katze. Währenddessen ich, tief ins Plümmo gestanzt, die letzten Folgen der 3.Staffel von Six Feet Under im Sinn.
Nur eine Folge, dachte ich, während die Arbeit auf dem Schreibtisch langsam kalt wurde. Nur eine.
Nach 2,5 Folgen war es schon Mittag, der Magen knurrte und ich dachte, gut, beim Essen kannst Du ja noch den Rest der dritten Folge sehen, und dann aber.
Nach dem Essen und der Folge war ich noch weniger Schlau, hatte keine Ahnung, wie das alles ausgeht, der Spannungsbogen, ihr versteht.
Sport musste her, Bewegung, also rauf auf das Rad, und immer geradeaus, den Rhein runter. Und was sehe ich? In der Natur ist es schon mächtig am herbsten, nur bei uns in der Innenstadt haben die Bäume das noch nicht mitbekommen, den sagt keiner Bescheid, die haben noch alles dran und das in dunkelstem grün. Unterwegs von zwei Kastanien getroffen worden, eine am Rücken, und die andere mit einem lauten 'plock' mitten auf den Kopf. Natur, ick hör Dir plocken.
Zu Hause nach 1,5 Stunden mit klebendem Shirt erst Mal einen Kaffee gemacht, und dabei schon, wie ein Süchtiger, gedacht 'Och, jetzt, zum ausruhen, könntest Du ja ruhig noch eine Folge, sind ja eh nur noch zwei übrig in Staffel drei.
Mit einem Juchzer zurück ins Plümmo, Kaffee an die Brust gedrückt und auf PLAY gedrückt.
Entsetzen. Musste die letzte noch anfangen, vielleicht am Anfang schon ein Hinweis, was denn nu? Nichts, dafür 18:30, schnell die Tasche packen und wieder in den Sattel, diesmal Richtung Gym.
60 Minuten auf dem Crosstrainer gehampelt, keine Konzentration für einen Kurs, und dabei die ganze Zeit über gegrübelt, wie denn nun was ausgehen kann. Einmal angesprochen worden, und vor Schreck fast vom Gerät gefallen.
Draußen schon alles dunkel, ich rase förmlich, will noch vor M. zu Hause sein, den ich dem Laufband überließ, duschen, Tee, noch 30 Minuten, das Ende, die Auflösung.
Uff.
Jetzt sitze ich am Schreibtisch, vor mir die Arbeit (ohne Extremitäten, läuft nicht weg), hinter mir die vierte Staffel
(Eat me!).
Ich werde emotional erst wieder frei sein, wenn ich die letzte Sequenz in Staffel fünf hinter mir habe.
Nur eine Folge, dachte ich, während die Arbeit auf dem Schreibtisch langsam kalt wurde. Nur eine.
Nach 2,5 Folgen war es schon Mittag, der Magen knurrte und ich dachte, gut, beim Essen kannst Du ja noch den Rest der dritten Folge sehen, und dann aber.
Nach dem Essen und der Folge war ich noch weniger Schlau, hatte keine Ahnung, wie das alles ausgeht, der Spannungsbogen, ihr versteht.
Sport musste her, Bewegung, also rauf auf das Rad, und immer geradeaus, den Rhein runter. Und was sehe ich? In der Natur ist es schon mächtig am herbsten, nur bei uns in der Innenstadt haben die Bäume das noch nicht mitbekommen, den sagt keiner Bescheid, die haben noch alles dran und das in dunkelstem grün. Unterwegs von zwei Kastanien getroffen worden, eine am Rücken, und die andere mit einem lauten 'plock' mitten auf den Kopf. Natur, ick hör Dir plocken.
Zu Hause nach 1,5 Stunden mit klebendem Shirt erst Mal einen Kaffee gemacht, und dabei schon, wie ein Süchtiger, gedacht 'Och, jetzt, zum ausruhen, könntest Du ja ruhig noch eine Folge, sind ja eh nur noch zwei übrig in Staffel drei.
Mit einem Juchzer zurück ins Plümmo, Kaffee an die Brust gedrückt und auf PLAY gedrückt.
Entsetzen. Musste die letzte noch anfangen, vielleicht am Anfang schon ein Hinweis, was denn nu? Nichts, dafür 18:30, schnell die Tasche packen und wieder in den Sattel, diesmal Richtung Gym.
60 Minuten auf dem Crosstrainer gehampelt, keine Konzentration für einen Kurs, und dabei die ganze Zeit über gegrübelt, wie denn nun was ausgehen kann. Einmal angesprochen worden, und vor Schreck fast vom Gerät gefallen.
Draußen schon alles dunkel, ich rase förmlich, will noch vor M. zu Hause sein, den ich dem Laufband überließ, duschen, Tee, noch 30 Minuten, das Ende, die Auflösung.
Uff.
Jetzt sitze ich am Schreibtisch, vor mir die Arbeit (ohne Extremitäten, läuft nicht weg), hinter mir die vierte Staffel
(Eat me!).
Ich werde emotional erst wieder frei sein, wenn ich die letzte Sequenz in Staffel fünf hinter mir habe.
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