Samstag, 25. Juni 2005

ich habe fertig.

samstag, 5:58 uhr, 21° aussemtemperatur. die blöde schnepfe aus der nachbarschaft bekommt die tür ihres klapper-puntos nicht zu, und beim gefühlt 15ten versuch stehe ich wie ein übernächtigter racheengel mittig im schlafzimmerfenster und gucke extrem stinkig. sie zuckt mit den schultern, und ich denke, wenns der dämliche kerl von gegenüber gewesen wäre, hätte ich ihn angeschrieen. sie lasse ich, was solls.

6:00 - wecker klingelt. ich stehe ja eh schon.
6:10 - frühstück. schwarzer kaffee und antibiotika. shit.
7:20 - radionachrichten an der tanke, es ist schwül wie in der hölle, 1live verspricht gewitter.
7:40 - erster stop monheim, raststättenklo galore.
9:30 - ankunft seibersbach/hunsrück. hundert hände schütteln, in einen vollen LKW reinstarren, mutters vermieter anblaffen, mutter und herrn katz ins auto packen, rückfahrt.
12:45 - düsseldorf, hurra!
13:00 - 17:20 oft in den LKW starren und gucken, wie er leerer wird. die wohnung wird dafür immer voller, und schrammen leuchten auf den von mir gestrichenen wänden.
bei tropischen klimaverhältnissen um die 5 liter ausgeschwitzt. sah mit dem ganzen schmutz auf der haut richtig heiss aus.
herrn katz gelingt zwischendrin dummerweise die flucht und ich bin seit den jugendspielen nicht mehr so schnell gerannt, wie in diesem moment, bis ich ihn im nacken packen konnte, kurz bevor er aus der dachluke sprang, in den sicheren katztod. selten das gefühl gehabt, so viel schwein in einer zehntel-sekunde gehabt zu haben. katz bekommt am abend als belohnung die hälfte von meinem halben hähnchen, warum auch immer. ich bin zu weich.
18:20 - ankunft in den eigenen vier wänden. das gefühl, das die körperlich heftigsten zwei tage des monats nun rum sind, unbezahlbar. vor lauter frohsinn erst mal ungeduscht fussball geguckt. irgendwie mehr zu brasilien gehalten, die sahen eh besser aus. (haha)
20:00 - laut singend geduscht. alles getan, muttern ist wieder im dedorf, und die paar mal ikea und baumarkt fallen jetzt nicht mehr ins gewicht.
20:10 - kann.mich.nicht.mehr.bewegen. mir selber geschworen, wenn ich heute nacht wieder nicht schlafen kann, renne ich selber durch die dachluke.
20:12 - paketpostpäckchen vom kinofreund d. aus DU, z.Zt. wohnhaft in B. total abgefreut und ihn als helden meiner DVD-sammlung ( noch mal haha ) abgefeiert, weil er mir zu meiner zurückgeschickten leihgabe den "Volltreffer" von meiner amazon-wunschliste dazu gepackt hat. danke DUde.
20:16 - schnell noch bloggen, dabei meine komplett schmerzenden arm-nacken-rücken-muskeln vom streichen und schleppen durchzählen ( 268 mind. voll mit muskelkater ), das dann schnell als jammer-content posten, um dann in stabiler seitenlage vor die couch zu kringeln.

20:17 - fin. ( uffz )


Freitag, 24. Juni 2005

auffällig.

scheinbar hat man als frau enorme chancen beim anderen geschlecht, wenn man super-verschwitzt und über und über mit farbe bekleckert, das tuch auf dem kopf auf halbmast, die zöppe verrutscht und eine wangenröte, die noch nicht mal heidi ( die von der alm ) hinbekommt. also wenn man genau so mit dem rad an der ampel steht, und kaum noch einen start bei der grünphase hinbekommt, da gucken die alle ganz komisch.
also los, ihr single-frauen da draussen. ab zu OBI, irgendeine billige farbe kaufen, olle klamotten an und loskleckern.
scheint zu klappen.

( rubrik : rätsel des alltags. )


order#3.05

jonathan ?

maam?

ich kann nicht mehr.

maam ?

würdest du so nett sein, die schweinehündin suchen, mir ein bad einlassen, lauwarm, mir dieses gigantische sandwich nicht ausreden, den fernseher schon mal anschmeissen auf peking-express und irgenwoher den samstag besorgen ?

maam?

jonathan, bitte keine butler-scherze, ich habe heute die komplette neue butze meiner mutter gestrichen und geputzt, damit wir morgen sie und alle ihre kartons und gigantischen schränke dort reinbekommen. und es war 34° und ich hab geschwitzt wie schon seit drei leben nicht mehr, und ich würde jetzt gerne ein bißchen weinen, aber das heb ich mir für sonntag auf, und eigentlich müßte ich jetzt noch mal telefonieren ( anstrengend ) aber das schaff ich mental einfach nicht mehr und ... jonathan ?

maam ?

ach nix. wanne, essen, couch, und den wecker morgen auf 6:00, feddich.

gern.

du machst mich fertig.

gern.

jonathan unter deck | © Lu um 21:09h | keine meldung | meldung machen?

Donnerstag, 23. Juni 2005

only 60%.


I'm getting there. I don't suck, but I've got a ways to go.


hm, liegt vielleicht an der mischung, alle männer verbrennen zu wollen ( scherz, nur spass, echt jezz ), aber vorher mit ihnen zu schlafen.

via nichtmädchen

netz-welt | © Lu um 10:35h | keine meldung | meldung machen?

post it.

9:30, die flipflops hören sich satt an, auf dem heißen asphalt. träge amseln baden sich in pfützen der strassenreinigung, die müllmänner arbeiten topless, und ich finde 15 dates mit
und "hey babe, is ur boyfriend enough for ur ot puss?" – spammern in der
box, und eine einladung zu trunken und genua genau, wer war denn das ?
überall zettel, einkaufszettel, telefonummernzettel, erinnerungszettel. ich werf alles weg, alles in die tonne, wenn der monat rum ist. ich will keine zettel mehr, ich will ganze sätze, ich will nette sätze, ich will überhaupt andere wörter als "quast und plane nicht vergessen" und "19:00 termin, bloss nicht vergessen !".

ach so, da noch einer, "zwischenstand ma posten" steht drauf. zwischenstand des selbsterversuches tag -ähm- tag 11 müßte es jetzt sein. ab tag drei wars ja selbst für mich unspannend, deswegen hier ruhe, aber man bricht den tag ja nicht vor dem abend ab, und ich mach das jetzt fertig, komme was da wolle.
also gut, es kamen am wochenende drei patzer in form von grillabenden, alkohol in flaschen und mitternächtliche essen, aber trotz allem hab ich mich dann am dienstag unter die infrarot-lupe gewagt und , tataa - das gnadenlose ergebnis von einer woche ohne (!) hungern : ich verlor 500 gramm edelstes lu’sches fettgewebe, machts gut ihr kleinen scheisserchen, grüßt schön und kommt bloss nie wieder ! das alles trotz sünde und kein sport weil keine zeit. ein ganzes pfund, und genau das, was ruhig weg kann. fein. wenn also nächsten monat die infoabende losgehen, kann ich ruhigen gewissens sagen . i did it, i survived und lecker wars auch noch. zweck erfüllt, eine woche mach ich noch, ich muss ja schließlich die "mit sport" variante noch unter die lupe nehmen, dann hab ich alles durch, hurra.
aber bei der hitze lieg ich lieber dekorativ auf dem rücken und lass es mir gut gehen, bzw. habe ich sport satt ab dem heutigen feierabend, wenn das "mal eben" renovieren und umzugsmarathon-workout pünktlich zum wochenende vor der tür stehen. wo ist noch gleich meine alte cassette mit den ganzen feten frauen-hits mit der gaynor und der summer und so, die man bei so ner ein-frau-show zum bier ( huch, sünde, haha ) bitter nötig haben wird ? die war so orange und da stand durchgestrichen erst DISCO drauf und die war in dem karton mit …
*entfernt sich nuschelnd und mit post it's beklebt aus dem blickfeld*


Mittwoch, 22. Juni 2005

order#2.05

maam ?

*zzzz*

MAAM?

hu ? jonathan, ich habe die augen zu. ich schlafe!

draussen, maam ?

ja, draussen, jonathan. und hör mit diesem belämmerten südstaatenmaam auf.

das feuer wäre dann soweit.

feuer ?

es ist grillwetter, maam, und ich war so frei, und habe das feuer schon einmal vorsorglich ... entfacht. was gedenken sie nun zu grillen ?

mein herz und meine seele, jonathan. beides liegt dort hinten, hinter dem rododendronbusch, dort wo der rehbock so friedlich ... schwankt ?

ich bringe ihnen wohl erst einmal einen starken kaffee, maam, und dann lege ich holz nach. sie scheinen noch nicht ganz unter uns zu weilen.

danke, jonathan. wie ... intuitiv.

jonathan unter deck | © Lu um 17:23h | keine meldung | meldung machen?

zwischenmeldung aus dem leben (prall).

ich mach das nicht mehr, die sache mit dem *freuen.
es geht seit wochen immer in die hose, und grad wenn ich noch nicht die paar wörter "endlich mal ein ruhiger freitag" -nur zum beispiel- zu ende gedacht habe, kommt die nächste hiobsbotschaft reingerauscht, gern per telefon, wie retro.
der freitag ist mit sofortiger wirkung auf meiner "bad day"- liste führend neben dem bösen donnerstag, und ich nenne ihn jetzt und bis auf weiteres nur noch "hiobs persönlicher freitag".
letzte woche -nur zum beispiel- freute ich mich auf eine auszeit, auf frei_zeit, auf ein bißchen was für mich, mehr wie nötig wärs ja. dann brummte das handy, und ich war meinen einzigen halbbruder los, den ich je hatte.
er wollte den umzug meiner mutter vom land zurück in die stadt managen, kommenden samstag, alles war fest geplant,wir wollten halt noch mal telefonieren, an eben diesem freitag, welchen ich zu diesem zeitpunkt noch nicht als ganz so böse befand.
das war viel telefoniererei, dann, das war eine der letzten adrenalin-reserven, die aufgemacht wurden, in meiner körperinternen bar. das war stress auf schock, arbeit statt trauerarbeit. das war der freitag.

jetzt ist der umzug kommenden samstag trotz allem geblieben, umorganisiert hier, eine hilfe dort, es war mehr wie arschknapp, aber es war möglich zu machen. es wird dann sicherlich so sein, dass der LKW zu klein für den schrank ist, dass das wohnzimmer zu klein für den schrank ist, das alles zu klein für den schrank ist - das nur zum beispiel.
aber, und ich wäre ja kein vollweib, wenn ich da nicht so eine ahnung im nacken gehabt hätte, die mich heute morgen wieder zum telefon greifen ließ. ich dachte, lu, dachte ich, ruf doch mal eben die gute, alte, neue vermieterin an und frag, wann du denn vorab den wohnungsschlüssel abholen kannst, damits samstag keine bösen extras gibt. die gute, alte vermieterin, die mit meiner mutter letzte woche noch ein stündchen live und in farbe kaffee getrunken hatte, und, laut angaben meiner mutter, beide schön zusammen geklönt hätten, also eben diese wußte jar nüscht von kommenden samstag, sie dachte so was zum ersten halt, wie man das so macht. halt eben.
mir drehte sich derweil mein mokkaschlapp-frühstück auf dem absatz um und ich dachte an den vormieter, der ja eigentlich bis zum 18. raus sein wollte, und fragte eben das, also ob er denn jetzt raus sei, der nette junge mann ? wüßte sie nicht, warum denn ? argnh
ich hab dieses lustige spielchen dann abgekürzt, ihr kurz die eckdaten erklärt, dass meine mutter dank internen informationsstau unter umständen eine woche mit LKW und zu großem wohnzimmerschrank obdachlos sein könnte, und ob sie mir mal eben kurz die handynummer des nochmieters stecken könnte, ich würde mich dann selber bemühen.
hab ich dann auch, und mindestens hundert ave maria( gesungen, nicht gerührt ) auf die weibliche intuition, weil der nochmieter nämlich überhaupt keine info bekam, und sich zeit gelassen hat. ist ja auch sein gutes recht, bezahlt ist bezahlt, und bis zum letzten des monats sind diese vier wände noch sein.
waren diese vier wände noch sein, darf ich jetzt sagen. ich umriss ihm am telefon die drohende obdachlosigkeit meiner mutter, die hohe sterblichkeitsquote in meiner familie, dröhnte noch ein bißchen über die klöngewohnheiten älterer damen ab 65 ab ( siehe informationsstau ) und feilschte. eigentlich hätte er die wohnung renoviert übergeben müssen ( göttin, hatte ich mich über diesen umstand gefreut! ), und eigentlich wohnt er noch da drin, nur seine möbel sind fast alle in der neuen wohnung, und der keller sei auch noch voll.
eigentlich.
und da war mein punkt zum angurren ansetzen, und genau der punkt, der jeglichen ansatz zur freizeit vor dem höllenumzug am wochenende im kein erstickte. der deal ist jetzt, er zieht bis morgen abend aus, und zwar auch höchstpersönlich, dafür muss er nicht mehr renovieren, dafür müssen wir aber auch nicht die woche bezahlen, die meine werte mutter dann früher einzieht. geschafft !
unter umständen wäre die alternative, mutter nebst kater in den eigenen vier wänden zwischenzuparken, und das hätte tote auf beiden seiten und katerkämpfe zur schlafenszeit gegeben. und wohin mit dem zu großen wohnzimmerschrank ? eben.

ich sags ihr erst mal nicht, die neue herausforderung mein. dafür bin ich dann gleich bei OBI anzutreffen ( die mit dem irrem lachen im gesicht und hochgradig am tödlichen männerschnupfen erkrankten mann im schlepptau ), farbe, plane und quast ans sommerkleidchen drückend, um dann morgen abend ab 19 uhr, also nach der arbeit, mal eben noch die wohnung zu renovieren, hurra.
und wenn es mir an motivation und energie mangeln sollte, dann hab ich ein neues lied auf den lippen, das geht in etwa so : "heute kleb ich, morgen streich ich, übermorgen hol ich die königin herself ins eigene land"

( in einer woche ist fast alles gut. )

s.o.s. | © Lu um 12:40h | keine meldung | meldung machen?

Dienstag, 21. Juni 2005

sommersonnenwende.

midsommer. genau richtig für ein ja, klar.


mamsell'scher kochlöffel.

1. Was fällt dir zu deinem ersten Koch- oder Backversuch ein?

ärger, und zwar viel, weil dank meiner kreativen panscherei die küche aussah, wie nach einem king kurt- konzert in den 80ern. mein erster backversuch war ebenso tragisch, es sollten nämlich kekse her. mein vater, seines zeichens bäcker-und konditormeister, befand sich mitten in seinem frühschoppen und hatte schon den ein oder anderen frühen liter intus, als ich ihn anrief und nach einem keksteigrezept fragte.
ich machs kurz … als meine freundin und ich mit kindlicher begeisterung unsere kekse in den ofen schoben und dabei zeuge wurden, wie sie zu unförmigen klecksen mutierten, da wurde mir klar, dass betrunkene bäcker und mein vater im speziellen ganz schön mist reden können. was wir am ende aus dem ofen zogen war verbrannter kuchenboden, und auch das "warum habt ihr denn dann nicht einfach kuchen gemacht?" seitens meines erzeugers konnte unsere
enttäuschung über diese doofen kekse nicht mehr retten. ich backe bis heute kaum, das keks-care-paket kam jährlich von meinem vater, vielleicht späte reue.

2. Wer hatte den größten Einfluss auf deinen Kochstil?

gute frage. meine mutter würde jetzt laut ICH brüllen, aber sie prägte ja nur die anfänge, und das einzige was ich heute noch so koche wie sie, ist ihr gulasch und kartoffeln. ich müsste also sagen, dass den meisten einfluss meine neugier hatte, und somit mein umfeld. wo auch immer ich war, guckte ich in töpfe, wie was gemacht wurde.
nachgefragt, mitgekocht, nachgemacht. und das was ich heute kann, ist das resultat.

3. Gibt es ein altes Foto als Beweis für frühes Interesse an der kulinarischen Welt? Traust du dich, es uns vorzustellen?

nein, gibt es nicht. von mir gibt es immer nur bilder, wie ich nackich an der elbe meine förmchen verbuddel, und ich habe auch nie wissentlich backen gespielt, von daher kann ich diese bilder auch nicht als kochbilder untermogeln.

4. Leidest du an irgendeiner Art von kulinarischer Phobie? Gibt es ein Essen, dessen Zubereitung dich zum Schwitzen bringt?

phobisch werde ich bei dem wort "graupensuppe", da bekomm ich gaumenpanik dank frühkindlichem trauma. ansonsten esse ich keine innereien, und lecke keine joghurtdeckel ab, weil da der tod sitzt (und der schimmel, den man immer zu spät entdeckt. )
essen, das mich zum schwitzen bringt ? höchstens mehrgängige gerichte, wenn die gäste schon im hof parken, und man selber noch das handtuch auf den gewaschenen und nassen haaren hat.

5. Welches technische Hilfsmittel in der Küche schätzt du am meisten und/oder was war der größte Reinfall?

das klassische küchenmesser, weil freund und helfer in allen lebenslagen. reinfälle habe ich nicht mehr, da ich mich seit jahren lieber pragmatisch gebe und meine technikkäufe in die computerabteilung verlagert habe. ich erinnere mich aber an die eismaschine, die meine eltern damals hatten, und deren säuberung so kompliziert und elendig aufwendig war, dass mein vater lieber mal eben mit dem auto zur eisdiele gefahren ist und unsere bestellungen dort in den besten händen befand. das war prägend, ich mache heute alles mit pfanne und küchenmesser.

6. Nenne einige seltsame oder verrückte Essenszusammenstellungen, die du wirklich magst – und wahrscheinlich niemand sonst!
6. Auf welche drei Zutaten oder Gerichte kannst du einfach nicht verzichten?


(zwei mal nummer 6. ?) ich habe jetzt drei minuten nachgedacht, aber mir fällt so was nicht ein, was andere nicht mögen würden, ich besitze so was nicht, und werds mir auch nicht hierfür zulegen. pfeffer mit käse-chestnut-marmelade sollen sich andere antun, ich bleib bei lecker & normal.

6.2 – drei zutaten ? einfach.!
olivenöl, tomaten und frischer pfeffer.

gerichte : nudelgerichte ( nein, ich sag nicht das hippe "pasta" ), frischer fisch, salat.

7. Gibt es eine Frage, die du hier vermisst, die du gerne beantworten würdest? Wenn ja, füge sie einfach hinzu!

wäre ich heute so unglaublich kreativ, würde ich andere sachen schreiben, statt fragen zu beantworten.
aber doch, eine fällt mir auf die schnelle ein, weil mich das oft irritiert, wenn ich das gefragt werde … und zwar "kochst du auch für dich alleine ?"
aber natürlich ! bin ich mir selber so wenig wert, dass ich mir nur ne lieblose stulle zugestehe ? doch, ich kann sehr gut auch für mich alleine kochen, kein tehma, zählt zu *selbstverwöhnen.

Und noch drei Fragen auf die Schnelle:
8. Dein Lieblingseis…

aus düsseldorf : unbehaun. ausserhalb : häagen-dazs
neuerdings überall : jay’s smoothies. da lasse ich alles und jeden ohne mit der wimper zu zucken für stehen.

9. Du wirst wahrscheinlich nie essen…
affenhirn mit graupensuppe.

10. Dein Spezialgericht…
da lege ich mich nicht fest, ich koche viel, gern und bin launisch was die auswahl angeht.
ich koche wenig deutsch, viel südlich und am liebsten in pfannen und frisch.

dank an die kaltmamsell für ihre inspiration, und ich lasse den fragenlöffel auch offen rumliegen, und möchte vor allem die männer hier einmal auffordern, ihre etwas anderen küchengeheimnisse zu lüften ...


fundstück.



bretagne, september 03.


Montag, 20. Juni 2005

order#1.05

jonathan ?

maam ?

könntest du bitte diesen südstaatenslang lassen und dem wunderbaren kutter ein fass wein für das hier schicken ?

gern. ... missus ?

(agnh) jonathan ?

haben sie deswegen eben so laut gelacht?

genau.
so, und nun bitte mein komplettes frühstück als smoothie getarnt. also alles gefroren UND durch den mixer und dann direkt auf mein strapaziertes seelchen, welches auf dem balkon dümpelt. danke.


sonntagslesung.

don dahlmann & lyssa



( weiter in den kommentaren ... )


Sonntag, 19. Juni 2005

bodengedanken.

es sind tage wie diese, die stunden zu urlaub machen.
alleine dümpeln, vor sich hinliegen, kurz ein paar sätze tauschen, dann wieder von der sonne in den schatten hinein räkeln. flugzeuge gucken, hirnficken, kaffee trinken.

mir geht es gut in den stunden. mir geht es erst wieder schlecht, wenn ich telefonieren muss, nur das als beispiel. man sollte in schlechten zeiten vielleicht gar nicht telefonieren müssen.
denn - kaum halte ich das plastikmonster an meine noch sonnenwarme haut, geht das seufzen, stöhnen und runterreissen los. die fragerei, die ach ja s, diese nehmt euch doch was ihr wollt- mentalität. keiner fragt mich, wie es mir dabei geht, eben jene denken, es wäre bestimmt richtig, den ganzen tag immer wieder in spiralen zu reden, und es nervt mich, dieses wieso und sein warum, und dieses mantra-artige runterbeten an standards inklusive gruppenverhalten, was alle im privatfernsehen gelernt haben. generell merkt man TV-konsum an den reaktionen der konsumenten. ich weiß zum beispiel genau, was meine mutter in drei minuten meinen wird, wenn sie jetzt mit dem "ach, was haben wir nur verbrochen, was haben wir nur verbrochen?" anstimmt. muster F a la marienhof und verbotene liebe, die leben da sicher genau so.
nichts, sag ich dann. nichts. und stecke die nächsten stunden in der nächsten depression, weil mir alle energie, die ich die letzten stunden mühsam und für mich selber irgendwoher schwer erhaschte, einfach durch den hörer wieder abgesaugt wurde. zack und weg. grüß schön.

und - während ich den hörer vom ohr weghalte, packe ich in gedanken eine tasche. nur das nötigste, also musik, geld und ein buch. ein shirt zum wechseln, und das ladegerät vom handy, das ich in gedanken genüßlich ins off drücke. was wäre wenn … ich einfach zum bahnhof fahre, und ein ticket für den norden und sein meer löse ? wie weit würde ich kommen, bis mich jemand vermisst ? so lange, bis das telefon klingelt, vielleicht.
münster, eigene schätzung. aber wer will schon in münster stranden.
trotzdem, oder gerade deswegen gibt es abfahrten von der tagesstrecke. so wie heute. erst einmal telefoniert(anstrengend ) und den rest wie eva auf dem balkonboden verbracht, nur ohne apfel. soloalbum sieben jahre zu spät gelesen. doof gefunden, also nichts verpasst, die sieben jahre. gutes gefühl, nichts zu verpassen. besser als telefonieren an sonntagen ( anstrengend ), wo es nur um die toten geht, was die lebenden vom lebendigsein abhält.

gegengifte sind aus eis, aus fleisch und aus wasser.
schokoeis, männerbrust und badepool, und die nächsten stunden sind wieder urlaub.


feelin'.

" wer bitte hat den reggae hier reingelassen ? "

( me feelin' 'ot 'ot 'ot ... )
(maximi & seku)
( livebloggin' from da grillstation heim-balkon. WLANhooray)



( YEAH!)


samstags nach neun.

21:55



wunschlos.


( 21:56 bis 0:15 in den kommentaren ... )


-

"heul doch, olle schnappe!"

(rubrik: wenn einem unbekannte auf die nerven gehen. )

funkspruch | © Lu um 10:24h | keine meldung | meldung machen?