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Montag, 25. Juni 2007
'Einen Rosengarten für mich, schnell!'
(Anm.d.Lu: Rosen wurden in diesem Fall nur wegen der Erinnerungsbrücke genommen, richtig wäre 'Ranunkelgarten' gewesen, aber das hätte dann jeder sinnfrei anders verstanden. Deswegen Rosen, die werden schließlich versprochen oder eben nicht.)
(Anm.d.Lu: Rosen wurden in diesem Fall nur wegen der Erinnerungsbrücke genommen, richtig wäre 'Ranunkelgarten' gewesen, aber das hätte dann jeder sinnfrei anders verstanden. Deswegen Rosen, die werden schließlich versprochen oder eben nicht.)
macht pause für eine filmlänge ...
... und schaut euch '2 tage in paris' an.
ich habe ihn freitag zum zweiten mal in zwei wochen gesehen und liebe ihn!
Freitag, 22. Juni 2007
Ist eigentlich noch wem vorletzte Nacht bei 'Keine Lieder über Liebe' diese unglaubliche Ähnlichkeit zwischen Jürgen Vogel und Ralf Zacherl aufgefallen? Man sieht, wie hochgradig konzentriert ich war, mittig in meine Couchdelle platziert und bei jedem Dialog 'Ochneeee' maulend.
Vogel/Zacherl. Da bestehen bestimmt familiäre Bande, deren Aufdeckung - aber was red ich. Der Film hat mir dann doch noch ein Tränchen entlockt, das verdrücke ich immer bei 'Baby Melancholie', warum weiß ich dann auch nicht.
Gestern dann auch mal bei ipernity angemeldet, weil ich so eine nette Einladung vorliegen hatte. Geh ich mal hin, dachte ich mir, und prompt fand ich mich quasi blind unter Brillenträgern, scheinbar beherrscht ganz Blogsdorf Französisch aus dem EffEff, nur ich navigiere halbblind und rein intuitiv durch die ausufernde Anmeldung. Hat aber geklappt, und siehe da: kaum rufe ich heute morgen meine Mails ab, bin ich auch schon wieder gefunden, ich sehe drei weitere, die sich bei dem franz. Flickr-Abklatsch mal genauer umsehen. Werde später mal mit einem Wörterbuch meine Hobbys und Augenfarbe nachtragen und sehen, ob ich meine Flickr-Alben dort umstellen kann.
Als mich mein Chef gestern mit belegter Stimme fragte, ob ich dieses miese Wetter bestellt hätte, rief ich ihm entgegen 'JA, das war ICH, endlich mal Wetter, das zu mir passt, Sturm und Wolkenbrüche.'
Danach hat er nichts mehr über das Wetter gesagt und mich ungestört arbeiten lassen.
Auf dem Weg zurück an einem Gynäkologen-Schild vorbeigegangen. Ich las
opulente Ambitionen
statt
ambulante Operationen
und fand den direkt sympathisch und dachte über einen baldigen Arztwechsel nach. Wer hat schon einen Frauenarzt mit orpulenten Ambitionen?
Freitag. Heute muss ich aber lernen!
Vogel/Zacherl. Da bestehen bestimmt familiäre Bande, deren Aufdeckung - aber was red ich. Der Film hat mir dann doch noch ein Tränchen entlockt, das verdrücke ich immer bei 'Baby Melancholie', warum weiß ich dann auch nicht.
Gestern dann auch mal bei ipernity angemeldet, weil ich so eine nette Einladung vorliegen hatte. Geh ich mal hin, dachte ich mir, und prompt fand ich mich quasi blind unter Brillenträgern, scheinbar beherrscht ganz Blogsdorf Französisch aus dem EffEff, nur ich navigiere halbblind und rein intuitiv durch die ausufernde Anmeldung. Hat aber geklappt, und siehe da: kaum rufe ich heute morgen meine Mails ab, bin ich auch schon wieder gefunden, ich sehe drei weitere, die sich bei dem franz. Flickr-Abklatsch mal genauer umsehen. Werde später mal mit einem Wörterbuch meine Hobbys und Augenfarbe nachtragen und sehen, ob ich meine Flickr-Alben dort umstellen kann.
Als mich mein Chef gestern mit belegter Stimme fragte, ob ich dieses miese Wetter bestellt hätte, rief ich ihm entgegen 'JA, das war ICH, endlich mal Wetter, das zu mir passt, Sturm und Wolkenbrüche.'
Danach hat er nichts mehr über das Wetter gesagt und mich ungestört arbeiten lassen.
Auf dem Weg zurück an einem Gynäkologen-Schild vorbeigegangen. Ich las
opulente Ambitionen
statt
ambulante Operationen
und fand den direkt sympathisch und dachte über einen baldigen Arztwechsel nach. Wer hat schon einen Frauenarzt mit orpulenten Ambitionen?
Freitag. Heute muss ich aber lernen!
Donnerstag, 21. Juni 2007
midsommer
zwischen zwei, drei schauern.
Also wenn das so weiter geht!
Jeden Morgen dieses Pensum, es drückt hinten weil ich es vorne ab Mittags stehen lasse, statt dessen sah man mich eben im Unterhemd breit und zufrieden lächelnd drei propere Kaliber Marienkäferlarven aus dem Lavendel puhlen und tirilierend zum Bambus ins Bad tragen, der als Dank für seine Rettung vor der Mülltonne erst einmal mit einem akuten Blattlausbefall konterte.
Ist das zu kryptisch? Geht, oder? Gut.
Kaffeekonsum hält sich noch in Grenzen, aber das auch nur, weil ich zu faul bin, jede halbe Stunde durch die 10-Meter-Diele zu laufen, dabei die schlecht gelaunten Fellchen anzutreffen, die heute nicht mit ins Bett dürfen (ich muss mich ja konzentrieren, bei meinem Pemsum!), und überhaupt - das Skateboard steht auch am falschen Ende der Wohnung, nix läuft häute richtig.
Doch irgendwann muss ich hier raus, werde mir das Unterhemd raufen und verzagt rufen, dass ich schon wieder nichts geschafft habe und das leider nicht als Erfolg würdigen.
Eben mal gucken gegangen, die Marienkäferlarven haben ihren ersten Schock überwunden (mein Unterhemd? Frisur) und fressen sich nun rund mit diesen wässrig aussehenden Blattläusen, die sicher schmecken wie Capri-Sonne, zumindest sehen sie so aus.
Dann rief eben eine Apotheke an, bei denen ich im September 2006 ein Rezept eingelöst hatte, das mit 5 Euro wohl doch unterbezahlt war, jedenfalls soll ich nun noch mal eben 15 Euro Nachzahlen. 'Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?' war noch das argloseste, was ich der Apothekerin früh am Morgen entgegnen konnte. Hemmt dann ja auch direkt wieder den workflow, so ein scheiss, und statt mich der nächsten Lektion zu widmen, lege ich mich im Plümmo zurück und überdenke, was ich monatlich an meine Krankenkasse zahle, und ob sich das nicht einfach lohnen würde, alles abzubrechen und irgendwann einen spektakulär kurzen Tod zu haben und gut ist? Ich meine, wenn die mir noch nicht mal mehr eine Salbe bezahlen, von Zahnarztrechnungen mal ganz zu schweigen. Immer ist alles kosmetisch oder Naturheilverfahren, immer muss ich selber bezahlen, von der Kasse habe ich also nur eine sehr teure Plastikkarte und keinen persönlichen Ansprechpartner mehr, da bekomme ich im Baumarkt mehr für meine Kaufkraft. Oder bei Amazon.
Apropos Amazon: Ich muss ja sehr flüssige und flüchtige Leser wie Gönner haben, weil auf meine Nachfrage die Tage hat sich getan: nix.
Keine Mail, keine 'Hey, die CD/das Buch hab ich Dir gekauft, doof das Du die nie bekommen hast, bei mir aber abgebucht wurde, ich kümmer mich mal.'
Nagut.
Jetzt aber, ich muss in drei Stunden topfit sein, wach, eloquent, und vor allem nett. Mit flatterndem Unterhemd fahre ich jetzt Richtung Küche, für den absoluten Kaffee-und Kalorienrausch, im Bambus ist die Orgie auch schon in vollem Gang, das inspiriert.

Jeden Morgen dieses Pensum, es drückt hinten weil ich es vorne ab Mittags stehen lasse, statt dessen sah man mich eben im Unterhemd breit und zufrieden lächelnd drei propere Kaliber Marienkäferlarven aus dem Lavendel puhlen und tirilierend zum Bambus ins Bad tragen, der als Dank für seine Rettung vor der Mülltonne erst einmal mit einem akuten Blattlausbefall konterte.
Ist das zu kryptisch? Geht, oder? Gut.
Kaffeekonsum hält sich noch in Grenzen, aber das auch nur, weil ich zu faul bin, jede halbe Stunde durch die 10-Meter-Diele zu laufen, dabei die schlecht gelaunten Fellchen anzutreffen, die heute nicht mit ins Bett dürfen (ich muss mich ja konzentrieren, bei meinem Pemsum!), und überhaupt - das Skateboard steht auch am falschen Ende der Wohnung, nix läuft häute richtig.
Doch irgendwann muss ich hier raus, werde mir das Unterhemd raufen und verzagt rufen, dass ich schon wieder nichts geschafft habe und das leider nicht als Erfolg würdigen.
Eben mal gucken gegangen, die Marienkäferlarven haben ihren ersten Schock überwunden (mein Unterhemd? Frisur) und fressen sich nun rund mit diesen wässrig aussehenden Blattläusen, die sicher schmecken wie Capri-Sonne, zumindest sehen sie so aus.
Dann rief eben eine Apotheke an, bei denen ich im September 2006 ein Rezept eingelöst hatte, das mit 5 Euro wohl doch unterbezahlt war, jedenfalls soll ich nun noch mal eben 15 Euro Nachzahlen. 'Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?' war noch das argloseste, was ich der Apothekerin früh am Morgen entgegnen konnte. Hemmt dann ja auch direkt wieder den workflow, so ein scheiss, und statt mich der nächsten Lektion zu widmen, lege ich mich im Plümmo zurück und überdenke, was ich monatlich an meine Krankenkasse zahle, und ob sich das nicht einfach lohnen würde, alles abzubrechen und irgendwann einen spektakulär kurzen Tod zu haben und gut ist? Ich meine, wenn die mir noch nicht mal mehr eine Salbe bezahlen, von Zahnarztrechnungen mal ganz zu schweigen. Immer ist alles kosmetisch oder Naturheilverfahren, immer muss ich selber bezahlen, von der Kasse habe ich also nur eine sehr teure Plastikkarte und keinen persönlichen Ansprechpartner mehr, da bekomme ich im Baumarkt mehr für meine Kaufkraft. Oder bei Amazon.
Apropos Amazon: Ich muss ja sehr flüssige und flüchtige Leser wie Gönner haben, weil auf meine Nachfrage die Tage hat sich getan: nix.
Keine Mail, keine 'Hey, die CD/das Buch hab ich Dir gekauft, doof das Du die nie bekommen hast, bei mir aber abgebucht wurde, ich kümmer mich mal.'
Nagut.
Jetzt aber, ich muss in drei Stunden topfit sein, wach, eloquent, und vor allem nett. Mit flatterndem Unterhemd fahre ich jetzt Richtung Küche, für den absoluten Kaffee-und Kalorienrausch, im Bambus ist die Orgie auch schon in vollem Gang, das inspiriert.

Mittwoch, 20. Juni 2007
die kleinen dinge des alltags,
die ich gerade dann tue, wenn ich eigentlich etwas ganz anderes erledigen sollte, aktuell: lernen!
dinge, die ich statt dessen tat:
- zum sport trotz luftfeuchtigkeit von gefühlten 120%, und das um 9:00 a.m.
- spülmaschine einräumen.
- ausgiebig duschen. normalerweise 4 minuten, heute 24, gut ding will schließlich auch weil haben.
- sich mit den ganzen waschprogrammen der neuen spülmaschine auseinandersetzen, sprich: einfach so eine sehr lange, ruhige weile vor das gerät setzen und starren.
- einen kaffee kochen, und schon mal die unterlagen zurecht legen. gleich!
- spülmaschine noch einmal umräumen für optimale effizienz.
- sich lange und ausufernd über paketpost aus HH freuen. innen liegendes geschenk von allen seiten beäugen und alle 30 sekunden seufzen, weil so wenig zeit zum gucken ist.
- die vier fellchen kämmen bis sie entnervt den raum verlassen, nicht, ohne mich vorher zu schlagen.
- unterlagen schon mal aufschlagen, punkt merken, so das man gleich unheimlich beginnen wird.
- spülmaschine anstellen, und dabei an die waschmaschine erinnert werden.
- sehr pinibel den wäschekorb inspizieren, bunt von weiß und dunkel trennen, dann noch einen haufen mit rot bilden, und am ende für jeden waschgang nur noch so wenig wäsche übrig haben, dass sich das nicht lohnen würde. dann die farblich sondierten ballen in den wäschekorb zurücklegen.
- 120 m2 sehr sauber fegen, danach emails beantworten.
- denken, dass noch nie in der geschichte der menschheit so arg gebüffelt wurde, wie das gleich hier geschieht. (dooh!)
- noch einen kaffee kochen, da die wirkung des ersten in der hausarbeit verpufft ist.
- noch schnell diese unglaublich leckere sauce im mixer basteln, damit heute abend was auf den tisch kommt. dabei über diesen unglaublichen brandgeruch wundern, der sich unglaublich schnell ausbreitet.
- eMail an viertelbewohner rausschicken, ob er wüßte, wo all die feuerwehrautos hinfahren und warum die sicht auf der strasse immer geringer wird.
- sauce fertigstellen und spülmaschine ausräumen. über die tatsache staunen, dass nun im becken schon wieder nachschub steht. dabei kreisen hubschrauber über das viertel.
- die kirche st.peter brennt, alle fenster sind geschlossen. die hubschrauber machen einen langsam ganz kirre, ich tippe auf sämtliche TV-sender, die sich jetzt ihre abendbilder holen.
- darüber bloggen, dass man nichts geschafft hat, obwohl es schon der nachmittag des freien tages ist!
dinge, die ich statt dessen tat:
- zum sport trotz luftfeuchtigkeit von gefühlten 120%, und das um 9:00 a.m.
- spülmaschine einräumen.
- ausgiebig duschen. normalerweise 4 minuten, heute 24, gut ding will schließlich auch weil haben.
- sich mit den ganzen waschprogrammen der neuen spülmaschine auseinandersetzen, sprich: einfach so eine sehr lange, ruhige weile vor das gerät setzen und starren.
- einen kaffee kochen, und schon mal die unterlagen zurecht legen. gleich!
- spülmaschine noch einmal umräumen für optimale effizienz.
- sich lange und ausufernd über paketpost aus HH freuen. innen liegendes geschenk von allen seiten beäugen und alle 30 sekunden seufzen, weil so wenig zeit zum gucken ist.
- die vier fellchen kämmen bis sie entnervt den raum verlassen, nicht, ohne mich vorher zu schlagen.
- unterlagen schon mal aufschlagen, punkt merken, so das man gleich unheimlich beginnen wird.
- spülmaschine anstellen, und dabei an die waschmaschine erinnert werden.
- sehr pinibel den wäschekorb inspizieren, bunt von weiß und dunkel trennen, dann noch einen haufen mit rot bilden, und am ende für jeden waschgang nur noch so wenig wäsche übrig haben, dass sich das nicht lohnen würde. dann die farblich sondierten ballen in den wäschekorb zurücklegen.
- 120 m2 sehr sauber fegen, danach emails beantworten.
- denken, dass noch nie in der geschichte der menschheit so arg gebüffelt wurde, wie das gleich hier geschieht. (dooh!)
- noch einen kaffee kochen, da die wirkung des ersten in der hausarbeit verpufft ist.
- noch schnell diese unglaublich leckere sauce im mixer basteln, damit heute abend was auf den tisch kommt. dabei über diesen unglaublichen brandgeruch wundern, der sich unglaublich schnell ausbreitet.
- eMail an viertelbewohner rausschicken, ob er wüßte, wo all die feuerwehrautos hinfahren und warum die sicht auf der strasse immer geringer wird.
- sauce fertigstellen und spülmaschine ausräumen. über die tatsache staunen, dass nun im becken schon wieder nachschub steht. dabei kreisen hubschrauber über das viertel.
- die kirche st.peter brennt, alle fenster sind geschlossen. die hubschrauber machen einen langsam ganz kirre, ich tippe auf sämtliche TV-sender, die sich jetzt ihre abendbilder holen.
- darüber bloggen, dass man nichts geschafft hat, obwohl es schon der nachmittag des freien tages ist!
mein berg, oder 'wo ich bin ist manchmal oben.'

Ein 'Merci' geht exakt 431 Kilometer weit, von Haustür zu Haustür.
Dienstag, 19. Juni 2007
dienstage, oder wie bring ich den abend um?
Die Fellchen liegen bei 32°C falsch herum im Raum, immer fein mit den Zitzen gen Decke und die Extremitäten weitab gestreckt.
Herr M. hat einen Drittel seines Tages im ICE verbracht, keine Finkenwerder-Fähre genommen, dafür aber endlich diesen für uns vielleicht entscheidenden Termin hinter sich gebracht, es fallen Gebirge ab, heute gibts ausnahmsweise Pasta und 'Seinfeld' im Bett, den Wein hab ich gleich schon weggemacht, wenn der Zug nicht mal hinne macht.
Ansonsten ist passiert, dass meine Mutter ein seltsames Gewächs in den Haushalt brachte, sie schwört, es sei eine kulturelle Tomate, ich halte dagegen, es ist ein in grün verkleidetes Alien mit Ohrringen.
Und als ich mittags in meinem schnaften super-neuen Kleid (im Kniebereich mit einer dezent gesetzten Sicherheitsnadeln bestückt, die ihrem Namen Ehre machen sollte!) auf meinem super-Rad gen Arbeit fuhr, mit wasweißichwievielen Sachen diesen Berg an der Hauptverkehrstraße hinunter raste und dachte Hach!, da hätte ich an der Ampel mal an mir heruntersehen sollen, denn die Autofahrer lächelten mich nicht nur wegen des tollen Wetters in der Rotphase so seelig an, sondern auch wegen meines nach oben geflatterten unteren Kleidteils, der sich wohlig an meinen Oberkörper schmiegte und ich bei gelb rot wurde.
Ansonsten alles ruhig, ich fröne der totalen Maßlosigkeit was Essen und Wein angeht, stopfe schon beim kochen Fingerfood und die Neige in mich hinein, nur um mich beim Hauptgang mutterseelenallein (da der Mann immer noch im ICE sitzt) eine der Todsünden zu stürzen, wozu Maßlosigkeit und den Wein deines Nächsten begehren sicherlich gehört.
Es wird böse mit mir enden, aber nicht heute.
Herr M. hat einen Drittel seines Tages im ICE verbracht, keine Finkenwerder-Fähre genommen, dafür aber endlich diesen für uns vielleicht entscheidenden Termin hinter sich gebracht, es fallen Gebirge ab, heute gibts ausnahmsweise Pasta und 'Seinfeld' im Bett, den Wein hab ich gleich schon weggemacht, wenn der Zug nicht mal hinne macht.
Ansonsten ist passiert, dass meine Mutter ein seltsames Gewächs in den Haushalt brachte, sie schwört, es sei eine kulturelle Tomate, ich halte dagegen, es ist ein in grün verkleidetes Alien mit Ohrringen.
Und als ich mittags in meinem schnaften super-neuen Kleid (im Kniebereich mit einer dezent gesetzten Sicherheitsnadeln bestückt, die ihrem Namen Ehre machen sollte!) auf meinem super-Rad gen Arbeit fuhr, mit wasweißichwievielen Sachen diesen Berg an der Hauptverkehrstraße hinunter raste und dachte Hach!, da hätte ich an der Ampel mal an mir heruntersehen sollen, denn die Autofahrer lächelten mich nicht nur wegen des tollen Wetters in der Rotphase so seelig an, sondern auch wegen meines nach oben geflatterten unteren Kleidteils, der sich wohlig an meinen Oberkörper schmiegte und ich bei gelb rot wurde.
Ansonsten alles ruhig, ich fröne der totalen Maßlosigkeit was Essen und Wein angeht, stopfe schon beim kochen Fingerfood und die Neige in mich hinein, nur um mich beim Hauptgang mutterseelenallein (da der Mann immer noch im ICE sitzt) eine der Todsünden zu stürzen, wozu Maßlosigkeit und den Wein deines Nächsten begehren sicherlich gehört.
Es wird böse mit mir enden, aber nicht heute.
obstsalat + gemüse
bitte, gehen sie über diesen körper, schleichen sie durch das menue!
(sollten sie in einem großraumbüro sitzen, geben sie gut obacht.)
(sollten sie in einem großraumbüro sitzen, geben sie gut obacht.)
Montag, 18. Juni 2007
dr. lulove
Mein Vormittagsburner heute von meinem lieben Kinofreund D. aus DU, wohnhaft über B in HH, der mir via SMS ("Lu,eilt, bist Du zu Hause?") mittags unten stehende Mail ankündigte.
(Ich habe gefragt, ob ich die posten darf, also alle Moralkeulen unter dem Bett behalten.)
---
steno:
ne woche vorm urlaub frau kennengelernt, zweimal getroffen, zweimal geknutscht, danach sie für drei tage auf dienstreise nach portugal, "ich melde mich", aber nix gehört, obwohl ich ihr ne sms geschrieben hatte, dann ich in die usa, ihr zwei mails in 2 wochen geschrieben (darunter eine geburtstagsgratulation), nach rückkehr hatte sie mal abends angerufen, dann ein paar mails, aber scheinbar auf beiden seiten nicht mehr das super-interesse, sie wollte sich dann aber letzten donnerstag nochmal kurz treffen (und das hörte sich schon beim verabreden nach "ich muss was erklären" an), sie erklärte halt, dass sie drei tolle sms aus portugal geschickt hatte und halt daraufhin mehr tolle mails aus den usa erwartet hatte, zudem habe sie einen kerl wiedergetroffen in der zwieschenzeit, mit dem sie schon mal was hatte und selbst wenn mit diesem jetzt die ganze sache alles andere als klar sei, so habe ihr es doch gezeigt, dass es mit der anfänglichen euphorie bei uns beiden nicht weit her sei.
ich meinte, kein problem, waren halt ein paar missverständnisse und ich war ja jetzt ehrlich gesagt auch nicht feuer und flamme für sie.
(Anm.Lu: Achtung, jetzt kommt mein Lieblingsteil !)
nun ja, sie hatte ihr fahrrad noch an der binnenalster stehen, wir sind dann noch ein wenig gegangen, saßen dann noch auf ner parkbank und irgendwie, lu, frag nicht wie, wahrscheinlich wegen einer mischung aus trotz, beleidigtsein und plötzlicher leidenschaft, fand ich die plötzlich unheimlich toll und wir haben plötzlich geknutscht, als ob es kein morgen mehr gäbe. (ich hatte vorher behauptet, dass sie an den ersten abenden jetzt auch nicht so die leidenschaftliche knutscherin gewesen sei, das hat sie auch irgendwie herausgefordert). nun, irgendwann konnten wir uns voneinander lösen, am anderen morgen hatte ich gemailt, wann wir uns denn wiedershen würden,
dann kam diese mail von ihr:
---
An dieser Stelle muss ich Unterbrechen, da kam dann ihr Part den es zu analysieren gab, und da sag mir keiner, so was wär ein Frauending, weil den Job mache ich nicht nur bei D. aus DU schon länger und auch nicht leidenschaftslos, weil es einen herrlichen Einblick in die männliche Tatsachenwelt gibt, die als junger, dynamischer Single nicht ohne ist, da kann ich aber ein Lied von singen.
Falls wer ähnliches erlebt (hat), die Kommentare und meine Ohren sind weit geöffnet, und D. aus DU jetzt in HH liest mit.
Weibliche Interessentinnen dürfen sich übrigens auch gerne hier melden, noch hat sich die Dame nicht eindeutig geäußert, und ich meine hey, der Mann knutscht an der Binnenalster und hat ein Auto in Kermitgrün, so was müßt ihr erst mal finden.
(Ich habe neulich noch eine knappe Woche bei ihm gewohnt, bekam Milchschaum auf meinen Kaffee und ein frisches Handtuch zum duschen, und Toilettenpapier war auch da, also los, hurtig.)
(Ich habe gefragt, ob ich die posten darf, also alle Moralkeulen unter dem Bett behalten.)
---
steno:
ne woche vorm urlaub frau kennengelernt, zweimal getroffen, zweimal geknutscht, danach sie für drei tage auf dienstreise nach portugal, "ich melde mich", aber nix gehört, obwohl ich ihr ne sms geschrieben hatte, dann ich in die usa, ihr zwei mails in 2 wochen geschrieben (darunter eine geburtstagsgratulation), nach rückkehr hatte sie mal abends angerufen, dann ein paar mails, aber scheinbar auf beiden seiten nicht mehr das super-interesse, sie wollte sich dann aber letzten donnerstag nochmal kurz treffen (und das hörte sich schon beim verabreden nach "ich muss was erklären" an), sie erklärte halt, dass sie drei tolle sms aus portugal geschickt hatte und halt daraufhin mehr tolle mails aus den usa erwartet hatte, zudem habe sie einen kerl wiedergetroffen in der zwieschenzeit, mit dem sie schon mal was hatte und selbst wenn mit diesem jetzt die ganze sache alles andere als klar sei, so habe ihr es doch gezeigt, dass es mit der anfänglichen euphorie bei uns beiden nicht weit her sei.
ich meinte, kein problem, waren halt ein paar missverständnisse und ich war ja jetzt ehrlich gesagt auch nicht feuer und flamme für sie.
(Anm.Lu: Achtung, jetzt kommt mein Lieblingsteil !)
nun ja, sie hatte ihr fahrrad noch an der binnenalster stehen, wir sind dann noch ein wenig gegangen, saßen dann noch auf ner parkbank und irgendwie, lu, frag nicht wie, wahrscheinlich wegen einer mischung aus trotz, beleidigtsein und plötzlicher leidenschaft, fand ich die plötzlich unheimlich toll und wir haben plötzlich geknutscht, als ob es kein morgen mehr gäbe. (ich hatte vorher behauptet, dass sie an den ersten abenden jetzt auch nicht so die leidenschaftliche knutscherin gewesen sei, das hat sie auch irgendwie herausgefordert). nun, irgendwann konnten wir uns voneinander lösen, am anderen morgen hatte ich gemailt, wann wir uns denn wiedershen würden,
dann kam diese mail von ihr:
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An dieser Stelle muss ich Unterbrechen, da kam dann ihr Part den es zu analysieren gab, und da sag mir keiner, so was wär ein Frauending, weil den Job mache ich nicht nur bei D. aus DU schon länger und auch nicht leidenschaftslos, weil es einen herrlichen Einblick in die männliche Tatsachenwelt gibt, die als junger, dynamischer Single nicht ohne ist, da kann ich aber ein Lied von singen.
Falls wer ähnliches erlebt (hat), die Kommentare und meine Ohren sind weit geöffnet, und D. aus DU jetzt in HH liest mit.
Weibliche Interessentinnen dürfen sich übrigens auch gerne hier melden, noch hat sich die Dame nicht eindeutig geäußert, und ich meine hey, der Mann knutscht an der Binnenalster und hat ein Auto in Kermitgrün, so was müßt ihr erst mal finden.
(Ich habe neulich noch eine knappe Woche bei ihm gewohnt, bekam Milchschaum auf meinen Kaffee und ein frisches Handtuch zum duschen, und Toilettenpapier war auch da, also los, hurtig.)
tja.
![]() | You scored as Betty Page,
|
Which 1950's PIN-UP Girl are you??
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via rebella
nie angekommenes & tage, die keiner kennt:
zuerst, und ganz husch-husch, weil ich eigentlich jetzt schon beim sport sein wollte:
amazon und meine gönner
ich habe samstag eine paketkarte im briefkasten gehabt, und da fiel mir wieder ein, dass ich neulich auf meiner amazon-wunschliste gesehen habe, dass dort zwei dinge für mich bestellt wurden. in dem ganzen trubel kam mir das geistig abhanden und fiel mir prompt zur paketkarte wieder ein, weil ich erwartete nix. am paketautomaten dann aber ein langes gesicht, weil keine überraschung, sondern nur dickes lernmaterial lagen im paket, und ich rechnete nach.
laut bauch und kalender müssten beide dinge längst und ewig hier eingetroffen sein, und ich kann da nichts recherchieren, ich seh ja nicht, von wem da wann was für mich geordert wurde. deshalb hier der hinweis: liebe amazon-spender, hier kam bis heute nichts an, und doch, ich habe meine adresse direkt zum umzug aktualisiert.
bitte, schaut mal nach, nicht dass dort was abgebucht wird, und keiner hat einen nutzen.
zum zweiten:
heute ist Autistic Pride Day, macht mit dieser Info, was ihr wollt.
amazon und meine gönner
ich habe samstag eine paketkarte im briefkasten gehabt, und da fiel mir wieder ein, dass ich neulich auf meiner amazon-wunschliste gesehen habe, dass dort zwei dinge für mich bestellt wurden. in dem ganzen trubel kam mir das geistig abhanden und fiel mir prompt zur paketkarte wieder ein, weil ich erwartete nix. am paketautomaten dann aber ein langes gesicht, weil keine überraschung, sondern nur dickes lernmaterial lagen im paket, und ich rechnete nach.
laut bauch und kalender müssten beide dinge längst und ewig hier eingetroffen sein, und ich kann da nichts recherchieren, ich seh ja nicht, von wem da wann was für mich geordert wurde. deshalb hier der hinweis: liebe amazon-spender, hier kam bis heute nichts an, und doch, ich habe meine adresse direkt zum umzug aktualisiert.
bitte, schaut mal nach, nicht dass dort was abgebucht wird, und keiner hat einen nutzen.
zum zweiten:
heute ist Autistic Pride Day, macht mit dieser Info, was ihr wollt.
Sonntag, 17. Juni 2007
Quelle poisse! an einem Samstag.
So so, habe ich den Tiefpunkt meiner Lage also an einem Wochenende erreicht.
Machs Dir nett, meinte mein Arzt noch kurz zuvor an diesem Donnerstag, der tatsächlich auch einen Donner barg, seinem Namen also jegliche Ehre machte. Und ich, ich sass währenddessen in der Bahn und dachte über einen Spruch nach, der mir eine Stunde zuvor einfiel, als ich die Nudeln abgoß und dabei in den Hörer sagte, dass es gleich schlimm anfangen würde zu wettern, alles dunkel so plötzlich.
Der Spruch ging "Flach auf dem Pudding liegen".
Das tue ich ausufernd, unterbrechungslos, keine Pause, nur wabbelig auf losem Grund schwanken, und dabei bloß den Alltag nicht aus den Augen verlieren, nicht aus den Fugen geraten, die Tageszeiten nicht verwechseln und alle Ansprüche bedienen, natürlich.
Gelernt, und zwar richtig: Wenn Du nicht funktionierst, bist Du nicht liebenswert. Das sitzt drin, das wirkt nach.
Ich funktioniere nur noch grob gehalten über kurze Zeiträume, ein paar Stunden am Stück, und streite mich mit dem Rest von Dauer. Kein Fels, der mir warm und fest als Platz dient, keine Insel mit Brise, zur Auflockerung und zum Aufladen, dafür dicke, nasse Wolken am Himmel, die genau so daherkommen, wie ich mich fühle, zu schnell und zeitlos, und die da unten wollen lieber ihren Sonnenschein.
Quelle poisse, ich falle aber aus, ich habe ein Tief ('...welches hinten nicht mehr hoch kommt.' Otto Waalkes)
welches sich durch ein großes Eis mit Schlagsahne nicht mehr vernichten lässt, es ist den ganzen Tag da, und nachts liegt es neben mir auf dem Kopfkissen und wacht über meine Träume.
Briefmarken, träume ich, Briefmarken verschwinden auch, kaum sind sie abgeleckt und entwertet.
Es schüttet aus Kübeln, herrlich. Wetter wie ich, drinnen wie draußen, man nehme sich einen großen Schirm und schaue sich das Spektakel mal an. Die Natur grunzt beglückt, ich rolle mich von links auf rechts und bei ALDI läuft der Schützenverein lang, laut scheppernd und sicher über das Wetter maulend, so ein Guss aber auch doof, da steht man ja richtig im Regen.
Ich könnte Tabletten nehmen, eine Kur beantragen, oder schwimmen gehen. Ich könnte mir esoterische Bücher kaufen, meine Mutter am Telefon anschreien oder am Grab meines Vaters eine halbe Stunden weinen. Ich könnte ein Kind gebären und meine Haare gelb färben. Ich könnte meinen Hausarzt täglich einen Besuch abstatten, eine Ambulanz aufsuchen oder Fettsüchtig werden. Ich könnte in Urlaub fahren, täglich einen Schnaps trinken und Tagebuch schreiben.
Ich könnte die Möglichkeiten von Liebe nutzen.
Statt dessen bin ich randvoll wie eine Gewitterwolke, gehe zum lachen in den Keller zwei Stockwerke tiefer, und höre so laut italienische Opern, dass bei meinen Nachbarn die Gläser im Schrank gen Rom vibrieren, was sicherlich auch hübsch anzusehen ist.
Gleich Metro und totes Seafood für ein Heidengeld einsammeln, zu viel weißer Wein dazu und die Möglichkeit einer Krise.
Machs Dir nett, meinte mein Arzt noch kurz zuvor an diesem Donnerstag, der tatsächlich auch einen Donner barg, seinem Namen also jegliche Ehre machte. Und ich, ich sass währenddessen in der Bahn und dachte über einen Spruch nach, der mir eine Stunde zuvor einfiel, als ich die Nudeln abgoß und dabei in den Hörer sagte, dass es gleich schlimm anfangen würde zu wettern, alles dunkel so plötzlich.
Der Spruch ging "Flach auf dem Pudding liegen".
Das tue ich ausufernd, unterbrechungslos, keine Pause, nur wabbelig auf losem Grund schwanken, und dabei bloß den Alltag nicht aus den Augen verlieren, nicht aus den Fugen geraten, die Tageszeiten nicht verwechseln und alle Ansprüche bedienen, natürlich.
Gelernt, und zwar richtig: Wenn Du nicht funktionierst, bist Du nicht liebenswert. Das sitzt drin, das wirkt nach.
Ich funktioniere nur noch grob gehalten über kurze Zeiträume, ein paar Stunden am Stück, und streite mich mit dem Rest von Dauer. Kein Fels, der mir warm und fest als Platz dient, keine Insel mit Brise, zur Auflockerung und zum Aufladen, dafür dicke, nasse Wolken am Himmel, die genau so daherkommen, wie ich mich fühle, zu schnell und zeitlos, und die da unten wollen lieber ihren Sonnenschein.
Quelle poisse, ich falle aber aus, ich habe ein Tief ('...welches hinten nicht mehr hoch kommt.' Otto Waalkes)
welches sich durch ein großes Eis mit Schlagsahne nicht mehr vernichten lässt, es ist den ganzen Tag da, und nachts liegt es neben mir auf dem Kopfkissen und wacht über meine Träume.
Briefmarken, träume ich, Briefmarken verschwinden auch, kaum sind sie abgeleckt und entwertet.
Es schüttet aus Kübeln, herrlich. Wetter wie ich, drinnen wie draußen, man nehme sich einen großen Schirm und schaue sich das Spektakel mal an. Die Natur grunzt beglückt, ich rolle mich von links auf rechts und bei ALDI läuft der Schützenverein lang, laut scheppernd und sicher über das Wetter maulend, so ein Guss aber auch doof, da steht man ja richtig im Regen.
Ich könnte Tabletten nehmen, eine Kur beantragen, oder schwimmen gehen. Ich könnte mir esoterische Bücher kaufen, meine Mutter am Telefon anschreien oder am Grab meines Vaters eine halbe Stunden weinen. Ich könnte ein Kind gebären und meine Haare gelb färben. Ich könnte meinen Hausarzt täglich einen Besuch abstatten, eine Ambulanz aufsuchen oder Fettsüchtig werden. Ich könnte in Urlaub fahren, täglich einen Schnaps trinken und Tagebuch schreiben.
Ich könnte die Möglichkeiten von Liebe nutzen.
Statt dessen bin ich randvoll wie eine Gewitterwolke, gehe zum lachen in den Keller zwei Stockwerke tiefer, und höre so laut italienische Opern, dass bei meinen Nachbarn die Gläser im Schrank gen Rom vibrieren, was sicherlich auch hübsch anzusehen ist.
Gleich Metro und totes Seafood für ein Heidengeld einsammeln, zu viel weißer Wein dazu und die Möglichkeit einer Krise.
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