Freitag, 26. September 2008

elternzeit.

Kleinkatzen im Haushalt stellen den üblichen Alltag, den wohlig warmen Trott zurück auf Null, Reset, Urknall.
Momentan habe ich tiefes Verständnis für die Mütter, die einem Mittags zur schon vor Wochen akribisch verabredeten Treffzeit die Tür öffnen und man sieht sich einer erwachsenen Frau gegenüber in einem vollgekleckertem Pyjama und Handtuch auf dem Kopf, über das sie sich dann selber wundert ("hab mir gestern Abend die Haare gewaschen") und in der Wohnung ist so eine Art Krieg ausgebrochen, der mit Lärm und Einschlafdudeluhren geführt wird.

Ich/ wir kommen hier seit dem Einzug von Irma und Hugo auch zu eigentlich nichts mehr, für das man Rechnungen schreiben kann. Überlege, meinem Steuerberater vorab eine Prognose für September inkl. Oktober per eMail zu schicken, damit er mich nächste Woche nicht direkt im Türrahmen erschießt.

Gestern dann– ganz Felleltern- mit geballtem Mutterstolz zur Tierärztin. Das ganze Wartezimmer plus Hunde direkt flüssig, kaum haben sie die beiden Minifellchen durch die Gitterstäbe gesehen. Die sassen grinsend und wackelnd auf der Wärmflasche im Korb und verbreiteten so etwas, was sie wach eigentlich nicht tun: ZEN.
Ich antwortete gelassen auf alle Fragen („Woher? Echt? So etwas gibt es im Tierheim? /„Sind die süß?!“ „Was kostet so eine Katze?“ „Brennen die Kratzer alle sehr?“) und bemühte mich in der Zwischenzeit um gute Stimmung bei Fellchen Nr. 3, die etwas unsüß, alt und garstig im anderen Korb sass und seit Tagen nichts essen will.
Später, nach viel gequirle und pieksen sassen M. und ich auf der Holzbank vor der Praxis und warten auf die Testergebnisse in Sachen FIV und FelV und überlegen, was wir machen, wenn eine oder beide positiv getestet wäre. Muss man auch nicht öfter haben, fühlt sich in etwa an wie die eigenen HIV-Tests irgendwann früher.
Beide negativ. Jubel!
Fellchen 3 bekam Spritzen contra Halsweh und pro Appetit und irgendwie war der Rest des Abends dann auch schnell weg.
Letzte Einstellung: die warmen Knödel vom Körper pflücken und schlafend auf die Wärmflasche legen, Licht aus, Nacht Jim-Bob, Nacht John-Boy.
So in etwa.

(Bilder gibt es durch den direkten Drücker auf das beerenfarbene Ipernity-Dingens rechts, oder wenn ich endlich herausgefunden habe, warum momentan copy&paste nicht funktioniert und das 'behoben' habe.)

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off topic
frau lu, mein Kompliment.

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Oh, ja, das kenne ich auch, ich habe in den letzten vier Jahren 3 Fellchen großgezogen, jetzt wird der letzte ein Jahr alt, er ist der wildeste und der anhänglichste, der am meisten auf mich hört und auch nicht. Letzte Klappe bei mir, gegen Mitternacht, nachdem er ein bis zwei Stunden die Wohnung zerlegt hat, kommt er zu mir, knäult sich irgendwo auf mich, wobei er immer wieder vergißt, der er inzwischen für einige Stellen zu groß geworden ist und ja, Kratzer jucken. Dann schläft er und lässt sich auch rumtragen. Ich kann meinen Nerven wieder einsammeln und endlich schlafen gehen. Ein bischen freu ich mich schon, wenn er mal älter ist und, hoffentlich, etwas ruhiger wird. Die Katze wirds auch freuen, sie bevorzugt derzeti Schlafplätze, die - noch - außerhalb seiner Reichweite sind.

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die herrschaften hier kriegen von anfang an die krallen gestutzt. besonders der schwarze elegantkatz als erster im haus. da er vom bauernhof kam - also eigentlich aus dem heustadel - konnte er hervorragend, wenn er aus dem nest ins heu fiel, am holzträger der dachbalken zweieinhalb meter senkrecht in die höhe krabbeln mit seinen nadelspitzen krällchen. das war definitiv nicht wohnungskompatibel. bei bedarf dann sofort auf das in bodennähe montierte kratzbrett gehängt, hat er umgehend begriffen was ich wollte. dat julchen hat es sich dann von ihm abgeschaut: feine katzen, die beiden.

wenn man nur die alleräussersten spitzchen abknipst, ist das für die katze kein problem, und die haut wird doch ein wenig geschont. und das mobiliar auch.

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...ja die kratzer brennen alle sehr...

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