Montag, 9. März 2009

kurze unterbrechung ohne zahl:

Wohnung in Hamburg für einen Herrn Bekannten gesucht.

Art Director, feste Anstellung, handzahm.

Alle Angebote bitte an mich, Mailadresse steht links.
Wird mit 'irgendwas' belohnt.

Danke!


Sonntag, 8. März 2009

#31

Ich unterbreche hier kurz diese Haus-Sache einen ganzen Tag für das jährliche Ritual, welches ich ebenfalls jährlich mit einem Video ins Blog pinnen abzelebriere.

Weltfrauentag, Herrschaften, und ich habe diesen Tag schon herrlich selbstbestimmt im Schlafanzug auf der Couch verbracht und bin einer meiner liebsten Regenbeschäftigungen an Sonntagen nachgegangen: BBC-Dokumentationen im TV ansehen, mit viel Kaffee und Katzen. So.

Und was spülte mir das Gezwitscher von Julius01 eben passend an die Schluppen? Dieses phantastische Video von/über Professor Diamond, die prächtig zum Weltfrauentag zeigt, dass Frauen es eben drauf haben. Mit Verve, schicken Klamotten und Humor mal eben ein echtes Hirn aus einer Hutschachtel zu greifen: Hut ab!



Danke Julius01


Samstag, 7. März 2009

#30

Kalte Füsse.


Donnerstag, 5. März 2009

#29

Haus. (Ich weiß, aber da müssen wir jetzt alle durch!)

Morgen 17Uhr45 bitte alle Mann an Bord die Daumen drücken.

Wenn alles klappt gibt es danach so rund 4-6 Wochen Umzugs-und Renovierungscontent, unterbrochen von Gartenzwiebelzweifeln, und dann ist Ruhe im Gehäuse und Platz für neue Geschichten.


Donnerstag, 26. Februar 2009

#28

Haus.

-

Jonathan?

Maam?

Jonathan, zieh Deine groben Sachen an, es gibt zu tun!

Maam?

Das Haus, Jonathan. Wenn wir die Runde des Feilschens
und des Ziehens für uns gewinnen, dann ziehen wir um.
Nach quasi-Italien, Jonathan.

Si, Maam. Si.

Jonathan?

Eh?

Presto, Ragazzo!


Mittwoch, 25. Februar 2009

#27

Wenn ich auf der Straße Zettel mit Notizen finde, hebe ich
sie meist schnell auf und stecke sie in meine Tasche, um sie später und in Ruhe auszupacken wie ein Bonbon. Denn meist sind sie das, kleine Alltagsbonbons von gänzlich Fremden. Weggeworfene Einblicke in Einkaufsdinge, Nachrichten an jemanden, Nummern oder eben: Rap-Texte.

Ein ganzes Din-A-4 Blatt, randvoll mit Kugelschreiber.

24februar2009

Original abgetippt liest sich folgendes:

"Yeah... Ich rappe für die Spasten und Krassen,
die in der Pubertät stecken und die Welt hassen
Für Kinder aller Rassen, die trotz Gesetz und Religion die Finger nicht von den Drogen lassen.
Für die Freaks, die nicht kla kommen und sich ihre eigene
Realität vorm PC erschaffen,
und Angst haben zur Schule zu gehen wenn sie morgens
aufwachen, da ihre Mitschüler sie fertig machen und
die Girls sie nur auslachen, allein der Gedanke lässt
meine Wut enfachen.
Aber auch für die Kids die aufs Gesetz scheissen,
da sie nie Schutz bekommen haben und sich jetzt
an ihre Freunde festbeissen
Für die die innerlich zereissen und sich den Scheiss in sich reinfressen in der Hoffnung den Scheiss einfach zu vergessen
doch es gibt soviele Gedanken die ihre Köpfe stressen
Ja, ihr seit wie ich und ich hasse die Welt
meine Gedanken besessen von Gewalt und Geld
Ich lebe da wo ein Deutscher besser die Fresse hält
wenn er will dass er noch alle Zähne behält.
da wo man eines auf die Fresse bekommt
wenn man sich gegen Unrecht stellt."


#26

Aus der Rubrik: Abgehen wie Schmitz Vogel.



via Esthers (wie passend) Gezwitscher.

netz-welt | © Lu um 10:25h | keine meldung | meldung machen?

#25

Haus. Morgen wird vermessen und morgen wird ebenfalls zur besten Vormittagszeit der Zugpegel angehört. Ich, zwischenzeitlich, suche panisch im Netz nach Alternativen. Die Eckdaten in Flußnähe (Volmerswert, Bilk, Flehe, Hamm) zu diesem Preis und ohne Bahngleise vor der Tür, die würden mich weiterhin bei einer reinen Gerresheimbesucherin bleiben lassen, und nicht zur Mitbewohnerin.
Das ist nur Panik. Ich habe in der letzten Stunde nichts gefunden. Wie auch im letzten halben Jahr nicht.

Zur Beruhigung lese ich gerade alles über Kompostierung in meiner neuen Bibel "Der BIO-Garten - Gemüse, Obst und Blumen naturgemäß angebaut", BLV. Das habe ich vor Jahren einmal auf dem Trödelmarkt mit den Worten 'Natürlich BRAUCHE ich das. Ich hab schließlich irgendwann einen Garten' für ein paar Euro fuffzig gekauft.


Sonntag, 22. Februar 2009

#24

Die neue Folge ist direkt aus dem 3Sat ins Internet gewandert. Es geht um das digitale Dauergeschnatter die Zukunft der mobilen Kommunikation und ist
-wie ich finde- wieder sehr fein geworden.

Viel Spaß beim Anschauen!

(Im Vorfeld geht es eine knappe halbe Stunde nur um das jeweilige Thema X, welches bei Sixtus vs. Lobo noch einmal -sagenwirmal- aufgeschnappt und locker durch den vs.-Wolf gedreht wird. Wer in der halben Stunde @neues das Thema an sich noch nicht verstanden hat, wird nach Sixtus vs. Lobo nicht wirklich schlauer, sondern lustiger sein. Oder so.)

(Rainer, Du kannst schon mal Deine Wasserpistole durchladen, aber um es mit des Lobos Buchtitel zu sagen: "Wir nennen es Arbeit" ;-) )


#23

Gisbert.


schiffersklavier | © Lu um 15:33h | keine meldung | meldung machen?

#22

Eine Ode mit Kaffeeduft.

Wir überlegen einmal wieder, das Weite zu suchen, etwas zu finden, weiter zu ziehen. Spontan kommt das nicht, nein nein.
Seit Monaten durchblättere ich das Internet, hin und wieder auch eine Zeitung, immer die Eckdaten, den Wunsch wohl gemerkt in der Hinterstube. Ein Haus, nur für uns alle allein.
Zumindest ausreichend Zimmer muss es haben, also drei. Mein quasi Tausch, Garten gegen Arbeitszimmer, der ist ernst, wenn auch etwas schmerzhaft, aber man muss auch Opfer bringen. Ein Garten, der keinen kurzen Rasen hat. Und keine Beete, die ein anderer tätschelt, weil das will ich alles allein. Ein Garten also, Ackerland, für mich und für wilde, bunte Tomaten. Für meine Rebstöcke, die an dem jetzigen Ort das Blühen versäumen und plötzlich ist es Herbst und ich kann sie rascheln hören, ob das der Sommer war, diese drei Stunden Sonne? Ein Garten also, Katzenland.

Liebe Fellchen, schon ab hier eine Entschuldigung, aber ohne vorab eine Drogensucht zu entwickeln und fortan im Dämmerzustand alles zu vergessen, also ohne so ein geistiges Polster weiß ich noch nicht, wie ich das machen soll, das loslassen und euch rauslassen. Da sind Bahngleise, und der kleine Hugo hat noch nicht mal eine Spielzeugeisenbahn gesehen, wie sieht das dann mit der S8 erst aus? Und dann sind da immer diese bösen, einsamen Frauen, die anfüttern.
Anfüttern ist ein gerauntes Wort, das zischt man sich unter Haltern von Fellchen zu, die Freigänger sind.
Da versenkt man Jahrelang das Beste frisch gekocht, kauft Bio-Futter, gibt nur ordentliche Snacks, alles für die lange Lebensdauer der Innereien. Und dann ist da in der Nachbarschaft eine, die es tut. Anfüttern. Büchsenmilch, Leberwurst von LIDL, Schinkenstücke. Man munkelt, Katzen würden Überwechseln wie Kinder ins Bonbonland.
Die S8 und Büchsenmilch, die werden mich noch Nerven kosten, aber das an anderer Stelle, ich schweife ab.

Stadtbezirk 07 im Osten der Stadt an den Hängen des Niederbergischen Landes.
Du Stadtbezirk 07, mit Dir habe ich schon immer eine leise aber dringende Beziehung. An den Glashüttenwerken, zwischen sämtlichen "Pronto Salvatore" und "Ciao Italia", da liegen die kleinen Glashüttensiedlungen. Die Familien kamen damals aus Italien um hier im ordentlichen Deutschland eine Mark zu machen. Die Männer schufteten in den Glashütten, die Frauen gingen ins Krankenhaus, und nach Feierabend wurden die dicksten Auberginen in der Laube gegossen und mit den Nachbarn verglichen. Klein-Italien im Backsteinmantel, und die Satellitenschüsseln zeigen alle in die selbe Richtung.
Seit Monaten suche ich in insgesamt sechs Stadtbezirken nach der Stein gewordenen Eckdatenliste. Und dann plötzlich stimmt fast alles, und das Haus sagt schon im Internet 'Hallo', und auch als wir davorstehen sagt es 'Hallo' und als wir hindurchgehen, immer wieder, ganze sechzig Minuten, da lässt es uns, und ich finde Gewölbeecken im Keller, die selbst dem Makler neu sind, und ich sehe eine ganze Ecke für Wein, und ich sehe, wie meine Rebstöcke sich recken und strecken und zum Nachbarn rüber wandern, und ich sehe meine Wäsche im Garten flattern und die Tomaten träge im Sommerwind. Vom Schlafzimmer aus kann man den Wald sehen. Die Aussicht überhaupt, also auf eine Aussicht, die macht mich ganz Hach, weil jetzt ist die Aussicht auf Wii-spielende Teenager und die Nachbarn, und klar, alles hip und angesagt und Kreativenviertel und all das, aber ich habe in den 1,5 Jahren festgestellt, dass ich lieber Wipfel wackeln sehe, und wie Wetter kommt, fällt, und wieder geht, und nicht, wie auch all die anderen in ihren hippen Stadtzellen -wie ich- hinter einem Bildschirm verschwinden und mittags ihren Kaffee in der nächsten Viertelbude trinken, damit sie mal näher am Menschen sind.
Meine Rebstöcke sehen das übrigens auch so.

Während Herr M. das Meer anguckt und Frankreich leer kauft, habe ich direkt mal unsere tolle Wohnung verschachert, Listen erstellt, unruhig geschlafen, Umzugkartons erfragt und den Fellchen morgens Geschichten erzählt, noch im Bett. Geschichten von bösen Zügen, riesigen Tomaten und von Gerresheim.

Morgen rufe ich den Makler an, und werde sagen, dass wir interessiert sind am Stadtbezirk 07 im Osten der Stadt an den Hängen des Niederbergischen Landes.