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Mittwoch, 2. Dezember 2009
#148
Plötzlich 38,7° , und in der Wanne fiel mir plötzlich ein sehr alter, aber immer aktueller Text von mir ein.
Die Pflegeanleitung für die kranke Frau.
Bitte, machen Sie es nach.
Die Pflegeanleitung für die kranke Frau.
Bitte, machen Sie es nach.
#147
Donnerstag, 26. November 2009
#146
Achgott. Genau jetzt packt mich die Novemberbrise und ich möchte hier alles ganz reduziert und simpel, so dass selbst ein grüner Punkt schon grell leuchten würde.
Herr, wirf einen willigen vom Himmel, der mich an die Hand nimmt und sagt: Lösche dies, und codiere das, und zack, ist mein Kahn ein wenig mehr Coco und Text.
Herr, wirf einen willigen vom Himmel, der mich an die Hand nimmt und sagt: Lösche dies, und codiere das, und zack, ist mein Kahn ein wenig mehr Coco und Text.
Mittwoch, 25. November 2009
#145
Irma gibt es jetzt auch mit Halsband.
In 'beere' natürlich. (Nur unter Aufsicht, natürlich.)
(Und sie scheint tatsächlich stolz damit zu sein.)
In 'beere' natürlich. (Nur unter Aufsicht, natürlich.)
(Und sie scheint tatsächlich stolz damit zu sein.)
Montag, 23. November 2009
#144
Zum Todestag von Klaus Kinski habe ich dieses Mal eine Perle in der Tube gefunden. Der wirklich wunderbare Film von Werner Herzog über seine größte Herausforderung, eine ganze Reise durch Kinskis Leben und Schaffen. Hundert Minuten intensives Kino, Voila: My Best Friend.
Direktlink
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Donnerstag, 19. November 2009
#143
Mal Hü, mal Hott.
Am Ende denkt man sich in sämtliche Dörfer Europas und ich habe die Vision von schwerer Federbettwäsche und leichten Weißweinen in lauer Luft. Dazu Lavendelbüsche, die zum Abend richtig losduften. Blümchentapeten!
Hach.
Wir schalten um zu deutschem Winter und der elenden Aussicht auf Weihnachten in fünf Wochen. Das Fest der Liebe, jaja.
Am Ende denkt man sich in sämtliche Dörfer Europas und ich habe die Vision von schwerer Federbettwäsche und leichten Weißweinen in lauer Luft. Dazu Lavendelbüsche, die zum Abend richtig losduften. Blümchentapeten!
Wir schalten um zu deutschem Winter und der elenden Aussicht auf Weihnachten in fünf Wochen. Das Fest der Liebe, jaja.
Dienstag, 17. November 2009
#142
Morgens um 7. Draußen erste Dämmerungsideen über dem Wald, und ich stehe frisch aufgestanden mit einer Tüte Katzenkloinhalt vor der Terrassentür und denke 'Ach, sieht ja eh keiner, ist ja noch dunkel, warum anziehen um schnell noch zur Mülltonne in den Garten...', öffne die Tür und hatte offenbar die Rechnung ohne den Mann gemacht, der Abends unsere Lichtanlage mit Selbstauslöser im Garten auf ON gestellt hat.
So passierte ich noch bettwarm den Sensor und dann konnte mich die ganze Nachbarschaft (also die, welche grad am Fenster-) in grelles Licht getaucht in meiner Bettklamotte bewundern, schreckstarr und mit einer Tüte Katzenkacka in der Hand.
#
Ich wollte auch mal youTube danken.
#
Ackere mich durch das optische Desaster von Nikki Sixx 'Heroin Diaries'. Das würde ich auch für keinen anderen Rock'n'Roller tun (dafür aber den Layouter toasten). Nikki Sixx hat das getan, wovon Bunny Munro nur auf geträumt hat, und ich bin erst auf Seite 95.
#
Spielen.
So passierte ich noch bettwarm den Sensor und dann konnte mich die ganze Nachbarschaft (also die, welche grad am Fenster-) in grelles Licht getaucht in meiner Bettklamotte bewundern, schreckstarr und mit einer Tüte Katzenkacka in der Hand.
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Ich wollte auch mal youTube danken.
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Ackere mich durch das optische Desaster von Nikki Sixx 'Heroin Diaries'. Das würde ich auch für keinen anderen Rock'n'Roller tun (dafür aber den Layouter toasten). Nikki Sixx hat das getan, wovon Bunny Munro nur auf geträumt hat, und ich bin erst auf Seite 95.
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Spielen.
Sonntag, 15. November 2009
#141
Und dann ist Sonntag, und dazu den ganzen Tag Enke.
"Enke ist die Diana der Männer", so der eine, "Selbstmörder nerven" so die andere. Ich bin da so und so. Am Abend selbst sprachlos, wie ich es immer bin, wenn einer vor dem Ende schon geht. Ich würde gerne den ganzen Selbstmord an sich als anstössig melden. Mir verschlägt es immer die Puste, wenn jemand nichts mehr aushält und vorzeitig geht. Nimmt er dabei aber Menschen mit ins Unglück, die eigentlich ganz in Ruhe ihr Leben leben möchten, dann werd ich dazu noch maulig.
Heute "Event" Trauer. Ich an sich habe die letzten knappen fünf Jahre so oft getrauert, war so oft in der Situation, das alles zuzulassen, das alles durchzugehen, das alles wieder abzugeben, und weiterzumachen. Mir tut seine blasse Frau leid, und ich denke, dass man auf Beerdigungen immer gleich aussieht. Schwarze Hülle, Haare glatt und aus dem Gesicht, Lippenpflegestift aus dem Drogeriemarkt, Wimperntusche (Wasserfest) und kein Parfüm. Die Nachrichten zeigen Bilder von Enke und seiner kleinen, herzkranken Tochter. Kloß im Hals, kurz nachdem ich bei Facebook gemault hatte, dass da jetzt auch ein Lokführer ist, der eventuell die nächsten Jahre statt gemütlich auf seiner, auf einer Therapeutencouch hockt und über die Unzuverlässigkeit von Glück und Unglück redet.
Depressionen werden neu diskutiert, das ist gut.
Hat sich eben ein Fussballer umgebracht, und kein Top-Manager, einer von 96 und kein Opferlamm der Finanzkrise und ihrem Druck. Depressionen kommen auf allen Ebenen und in allen Schichten vor, am meisten bringen sich die Männer deswegen um, und einfach ist das nie, ich weiß wovon ich da tippe.
Früher, also schon ganz lange her, da galten die Depressiven mehr so als die glamourösen Vögel der Gesellschaft.
Die Melancholiker waren sensibel, hatten viel zu schreiben, waren Künstler und nicht einfach in der Handhabung, aber eben wohl toleriert. Heute finden sie keine Luft mehr in all dem Druck, werfen sich vor Regionalzüge, schlucken Antidepressiva mit Dosenprosecco oder machen anderes zu ihrem Ventil und einfach so lange weiter, bis.
Ich habe heute auch viel geflucht auf die Medien und habe nichts eingeschaltet, weil ich Angst vor Public-Viewing-Walls in Eintracht mit Trauer und Tod hatte, aber:
Am Ende steht da ein depressiver Mensch mit Entschluss und eine Menge an trauernden, die darin wiederum ein Ventil finden, und zuletzt die mich anwidernden Medien, die am liebsten ein Winterbeerdigungsmärchen aus dem Rest von Enke machen würden. Aber wer bin ich, die da richten darf?!
"Enke ist die Diana der Männer", so der eine, "Selbstmörder nerven" so die andere. Ich bin da so und so. Am Abend selbst sprachlos, wie ich es immer bin, wenn einer vor dem Ende schon geht. Ich würde gerne den ganzen Selbstmord an sich als anstössig melden. Mir verschlägt es immer die Puste, wenn jemand nichts mehr aushält und vorzeitig geht. Nimmt er dabei aber Menschen mit ins Unglück, die eigentlich ganz in Ruhe ihr Leben leben möchten, dann werd ich dazu noch maulig.
Heute "Event" Trauer. Ich an sich habe die letzten knappen fünf Jahre so oft getrauert, war so oft in der Situation, das alles zuzulassen, das alles durchzugehen, das alles wieder abzugeben, und weiterzumachen. Mir tut seine blasse Frau leid, und ich denke, dass man auf Beerdigungen immer gleich aussieht. Schwarze Hülle, Haare glatt und aus dem Gesicht, Lippenpflegestift aus dem Drogeriemarkt, Wimperntusche (Wasserfest) und kein Parfüm. Die Nachrichten zeigen Bilder von Enke und seiner kleinen, herzkranken Tochter. Kloß im Hals, kurz nachdem ich bei Facebook gemault hatte, dass da jetzt auch ein Lokführer ist, der eventuell die nächsten Jahre statt gemütlich auf seiner, auf einer Therapeutencouch hockt und über die Unzuverlässigkeit von Glück und Unglück redet.
Depressionen werden neu diskutiert, das ist gut.
Hat sich eben ein Fussballer umgebracht, und kein Top-Manager, einer von 96 und kein Opferlamm der Finanzkrise und ihrem Druck. Depressionen kommen auf allen Ebenen und in allen Schichten vor, am meisten bringen sich die Männer deswegen um, und einfach ist das nie, ich weiß wovon ich da tippe.
Früher, also schon ganz lange her, da galten die Depressiven mehr so als die glamourösen Vögel der Gesellschaft.
Die Melancholiker waren sensibel, hatten viel zu schreiben, waren Künstler und nicht einfach in der Handhabung, aber eben wohl toleriert. Heute finden sie keine Luft mehr in all dem Druck, werfen sich vor Regionalzüge, schlucken Antidepressiva mit Dosenprosecco oder machen anderes zu ihrem Ventil und einfach so lange weiter, bis.
Ich habe heute auch viel geflucht auf die Medien und habe nichts eingeschaltet, weil ich Angst vor Public-Viewing-Walls in Eintracht mit Trauer und Tod hatte, aber:
Am Ende steht da ein depressiver Mensch mit Entschluss und eine Menge an trauernden, die darin wiederum ein Ventil finden, und zuletzt die mich anwidernden Medien, die am liebsten ein Winterbeerdigungsmärchen aus dem Rest von Enke machen würden. Aber wer bin ich, die da richten darf?!
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