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Samstag, 14. November 2009

#140

Hagen Rether vorgestern Abend mit seinem Programm "Liebe" im 'roten Krokodil' in Mönchengladbach. Zum dritten Mal in etwas über zwei Jahren, und zum dritten mal absolut begeistert und schwer unterhalten. Was soll ich noch über ihn schreiben, was man sich nicht auf youTube alles ansehen kann, aber trotzdem. Wer ihn noch nicht live erlebt hat, der sollte das machen. Einfach machen.

"Der Dalai Lama ist doch der Peter Lustig für enttäuschte Christen." war übrigens mein Lieblingssatz des Abends.

Die laut lachenden und klatschenden Menschlein, die bei seinem Programmpunkt über Fleisch kräftig in die Hände geklatscht haben waren im übrigen die selben, die vorher die 'Riesenbockwürste', die 'Currywürste Original Berliner Art' und die 'kompletten Putenbrüste' gefuttert haben. Wohl sein.

Hier gehts zu seiner Seite, zu seinen Terminen. Viel Spaß!

hafen-kultur | © Lu um 12:40h | keine meldung | meldung machen?

#139

Stöckchenschulden sind Ehrenschulden. Hier also ein paar Herbstantworten für Frau Saba:

1. Sechs Namen, auf die du hörst:

Sechs? Himmel, nimmt man seine Mailadressen jetzt schon als Rufnamen, oder wie kommt eine solche Zahl ans Licht?

Lu im Normalfall, Silke offiziell, also Kunden, Mutter, Mann nennen mich so, und meine älteste Freundin ruft mich immer noch oft Peppa, was seinen Ursprung in den Peanuts hat. Sie war Sally, übrigens, und ich habe nie gelispelt.

2. Drei Dinge, die du gerade trägst:

Hose, Shirt, Ring.

3. Drei Dinge, die du dir wünscht:

Immer gesund sein, Zeit für Zeug mein Stück Land plus Hof das ich dann mal haben möchte, inklusive sämtlichen Tieren mit denen ich immer schon auf einem Stück Land plus Hof leben wollte, Kamin.

4. Drei Dinge, die du gestern, gestern Nacht und heute getan hast:

Lange mit Hamburg telefoniert, halblange geschlafen, Vogelhäuschen im Garten mit Finkenmampf aufgefüllt.

5. Zwei Dinge, die du heute gegessen hast:

Ein Ei von einer sehr glücklichen und durchtrainierten Henne und ein Bio-Mäxchen (Brötchen vom Terbuyken-Bäcker).

6. Zwei Leute, mit denen Du zuletzt telefoniert hast:

Mit einem Herrn aus Hamburg und mit meiner Mutter aus Düsseldorf.

7. Zwei Dinge, die du morgen tun wirst:

Schreiben und Schreiben.

8. Drei Lieblingsgetränke:

Morgens Milchkaffee, tagsüber Wasser und am Abend Wein.

Der bestimmt sehr nette Jeordie White aka Twiggy Ramirez hat das mit den Stöckchenschulden auch mal flott gemacht, irgendwann zwischen den Stunden.

10 things i love/hate:



Mittwoch, 11. November 2009

#138

Wie eine kleine Jolle auf hoher See.
Bei Niesel. Kein Rettungsring, kein Kakao, nur Wellen.
Im Herzen immer hippiesk, immerhin. Blume im Mund.

Musik, meine lieben.



(Die Bahn schreibt, ich hätte genug Punkte für eine Freifahrt innerhalb Deutschlands. Einfach. Ja und dann?)

Plane Party, wo nur Black Crowes laufen, und alle tanzen müssen. Hard to handle. Ich hab nie was anderes erzählt.


#137

Bin immer noch an vorderster Kürbisfront, und wenn nicht da, dann allein im überheizten Arbeitszimmer. Schreiben, Kürbisse essen und in den Pausen Katzen fragend ansehen. Toll.
Schätze, in gut einer Woche bin ich so der Menschheit entwöhnt, ich könnte glatt eine Quarantäne aussitzen (ohne es zu merken) oder 'Huch!' rufen (was dann alle merken), wenn mehr als zwei vor mir stehen. Reichtum steht aus, vor Weihnachten wäre passend, wird aber eher Weihnachten 2012 werden. Soll da nicht eh alles vorbei sein?



Frage mich, was die anderen so treiben.
Habt ihr schon Geschenke gebastelt, euch impfen lassen, einen Kürbis geküsst oder einen guten Film gesehen?
Ich Nein, nein, ja, nein.


Donnerstag, 5. November 2009

#136

Bin fischen mit Grinderman. Kann keinem erklären, was a-soziales Verhalten mit aktivem Fleiss und dem Gefühl der schmerzenden Arme zu tun hat, aber ich denke, ich bin einfach noch nicht wieder gesund und ein wenig im Winterschlafmodus. Und geht mir weg mit dem ganzen Scheiß, mir ist rein nach Herzblutarbeit. Es sind immer noch wichtige Teile von mir unterwegs, ich hab ein Vagabundenherz, und das möchte im Winter irgendwo sitzen und Dinge sehen, oder eben irgendwo sitzen und Dinge zeigen. Und wie toll ist bitte Warren Ellis als Cave'scher Partner? Und wie toll ist ein dicker Rotwein, wenn es draußen stürmt und hustet, und von oben all das Wasser? Ein Filmchen für euch. Und für mich.



Trotzdem da, mit dem Blick feste auf den Horizont.

das eigene ich kapern. | © Lu um 23:17h | keine meldung | meldung machen?

Sonntag, 1. November 2009

#135

Nur falls aktuell noch wer Nice Cave mit seinem Tod des Bunny Munro liest. Toller Soundtrack, am besten nach einer kompletten Flasche Rotwein- allein, versteht sich.
Allein und im Dunkeln, nur zur Verstärkung.



-and we Call Upon The Author to explain-

Love it.


#134

Hugo.

31oktober2009


Freitag, 30. Oktober 2009

#133

Nebel, aussen wie innen. Aber schön.
Mittags aufgegeben, Kürbissuppe aufgewärmt und das Internetfernsehen angeworfen. HBO-Produktionen liebe ich bekanntlich ja sehr, Six Feet Under, Sopranos, sogar Sex and the City hat mich sehr oft toll unterhalten.
Also gestern mit "Big Love" begonnen. Diesmal keine Bestatterfamilie, keine Mafiafamilie, keine Freundinnenfamilie, nein. Diesmal eine etwas andere Familie um einen einzelnen Mann.
Also ein Mann mit drei Frauen, mit jeweils Kindern, Haus, Auto etc. und das alles der Einfachheit halber nebeneinander mit gemeinsamen Garten. Das ganze nennt sich Polygamie mit christlichem Hintergrund, also Mormonen, und HBO zeigt erneut und gewohnt gekonnt, was so etwas nach dem ersten Kalauer wirklich bedeutet.

Trailer:



Nach zwei Folgen am Mittag war der Nebel immer noch nicht weg, der im Kopf auch nicht, also nach drei Tagen mal wieder strassentaugliche Kleidung, die Fellchen zusammengetrommelt, und mit Irma auf dem Arm, Hugo an der Leine und Alt-Katz Tin-Tin so in den Garten zum Gemeinschaftslüften.
Nachdem mir klar war, wie viel Arbeit da noch auf mich wartet, musste ich mich erst einmal wieder hinlegen, aber das alles hört sich ärger an, als es ist. Die Schmerzen fast weg, die Tabletten auch, nur ist der Körper noch schlapp und muss sich erinnern, wie sich fit anfühlt, ein paar Bakterienstämme züchten, schlafen, Wechselduschen.
So was halt.

Abends ein Glas eiskalter Riesling an Ofenkartoffeln.
Fest! Dazu gab es Nachrichten im TV, und dann blieb mir eine Kartoffel fast quer wohnen, zeigten die Bilder doch sehr bekannte Geländeaufnahmen aus Kanada, genauer Nova Scotia, noch genauer Cape Breton, und um ganz genau zu sein auch exakt einer der Wanderwege, der Skyline Trail, den wir vor ein paar Wochen auch gegangen sind, und auf dem nun eine junge Folksängerin beim wandern von zwei Coyoten angegriffen wurde, und einen Tag später an den Verletzungen starb. Das schmeckt ja immer komisch, wenn man alle Orte kennt. Den sieben Kilometer langen Wanderweg, das Hospital in Cheticamp, dann Halifax. Der Skyline Trail ist ein wunderschöner Wanderweg in einem phantastischen wie großen Nationalpark, aber wie dort -laut deutscher Nachrichten- schnell Polizei vor Ort gewesen sein soll, und dann auch noch einen der Koyoten erschossen haben, das ist mir dann doch ein Rätsel. Dichte Wälder, weitläufig bis schwer abschüssig, und dann finden die exakt den Koyoten. Es sollen zwei junge, sowohl mit der Jagd, wie auch mit Menschen unerfahrene Tiere gewesen sein, hungrig vielleicht dazu. Ich denke, es war einfach ein sehr unglückliches Aufeinandertreffen, und die junge Frau hat genau den Fehler gemacht, über den ich in stundenlangen Wanderungen quer durch die Nationalparks Ostkanadas lange nachgedacht habe. Rennen.
Es wird einem eingehämmert, dass wegrennen vor einem Tier in der Wildnis mit Abstand das dümmste und auch letzte sein wird, was man machen kann, weil genau das den Jagdinstinkt auslöst. Da ist es dem kanadischen Bären oder Koyoten auch wurscht, ob da eine Beutelratte oder ein Mensch mit Rucksack losflüchtet, Hauptsache fangen, erlegen und futtern. Wir haben uns strikt dran gehalten, nicht mitten in der Wildnis eine Stulle auszupacken und für Schwarzbären über Kilometer eine leckere Aromaflutung auszulösen, oder Elche anzufassen. Immer schön aus dem Weg gehen, vielleicht mit frischem Schweißausbruch und Rennpuls, aber in den Bewegungen doch ruhig, besonnen und leise.

Nachtrag:



Später in sehr alter Tradition bei Harald Schmidt unter fünf Minuten eingeschlafen. War wohl dringend.


Donnerstag, 29. Oktober 2009

#132

Der Mittwoch ging so:
Aufgestanden, geduscht, wieder ins Bett gelegt. Um 23:40 Licht ausgemacht.
Die Fellchen finden mich im Moment praktisch. Liege genau so viel herum wie sie, bin warm und beweg mich wenig.
Also ein toller Platz, um sich mitten drauf zu legen.
Korrigiere also Text:

Der Mittwoch ging so:
Aufgestanden, geduscht, wieder ins Bett gelegt. Laptop auf, Katzen umständlich aber passend drapiert, dass ich wenigstens die Arme nutzen und so mit der Aussenwelt Kontakt halten kann. Internet leergeguckt und Kopf eine Runde arbeiten lassen. Abends Kürbissuppe und den letzten Antibiotika-Brocken.
Um 23:40 Licht ausgemacht.

PS: Mittags starrte plötzlich ein Rabe durch mein Schlafzimmerfenster zu mir aufs Bett, offenen Schnabels.
Ich muss schon aussehen wie Aas, immerhin stand er dort über Minuten.


Mittwoch, 28. Oktober 2009

#131

Aus aktuellem Anlass muss ich schnell dieses knappe Filmchen hier hinsetzen. Ben Becker liest in diesem Fall nicht die Bibel.



#130

Huch, da war der Dienstag dann auch schon passiert.
Leider alles ohne mich, ich musste ja blass und maulig das Plümmo hüten und hatte ausgiebig Zeit, um mir auszumalen, was ich statt dessen tun müsste oder auch liebend gern tun würde. Beides überschnitt sich ab und an sogar hüpfend.
Mittags Krankenbesuch, das war toll. Besuch brachte kleine, schwarze Stoffkatze mit, die ein gekreiztes Auge inne hatte und ein gespaltenes Ohr, eine Haudegenkatze also. Weich und schwarz und genau eine Hand voll groß. Auf dem Bauch ein kleiner Aufkleber.
PRESS ME
Ich also feste, dann plärrte das Katzedings los und es ertönte 3fach wie aus einer Blechdosenhalle 'meeeeeeeoooouw'.
Da war es danach aber still im Haus. Man weiß ja nie, was das jetzt in Katzensprache, aber meine Fellchen nehmen noch heute die vier Beine in die Hand und hauen ab. Vermute, neues Stoffkatzentier brüllt so was wie
NUKLEARER UNFALL oder
RIESENRATTE oder so was, keine Ahung.
Jedenfalls traf ich eben Kater Hugo mit besagter Stoffkatze in der Schnauze an, und er wollte dringend raus. Denke also, seine Lösung war 'hinter dem Haus verscharren, und bloss nicht den Aufkleber treffen'.
Abends selbst gemachte Pizza und meine Farm auf FarmVille mit einem Friedhof ausgestattet.
'Läuuuft' würde Stromberg jetzt sagen. 'Läuuuft!'.