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Mittwoch, 29. November 2006
vom ringen, verlieren und schimpfwörter für engel.
Eigentlich wollte ich heute Nachmittag mal so richtig ein paar Stunden verschreiben. Mir den Nachmittag verschreiben.
Equipment ist vorhanden, Kaffeepulver sowieso, Bio-Milch, Filtertüten bis nächsten Monat. Strom gibts, Klapprechner ist erfunden, Obstschale, Fussboden, vier Wände, alles da.
Sogar ich, aber genau bei mir liegt ein Hase im Pfeffer. Nicht irgendeiner, sondern genau der Hase, der für meinen heutigen Nachmittag eingeteilt war.
Da kann alles parat stehen wie es will, wenn der Rest von mir, der den kreativen Ofen mit Brennholz füllt, also wenn der mal eben austreten geht, dann wird das nichts, da kann das hier vorbereitet sein wie es will, inklusive Fellchen-Blockade auf den Beinen.
Worüber auch. Passiert ja seit Tagen nix, ausser Husten, jeden Tag rötere Augen bekommen und generell der Verdacht, das mein 8-mal-Ur-Großvater doch kein Wikinger war, wie mir mein Ur-Oppa Malte einst auf einem Deich verklickerte, sonder Hamster.
Nahrungsaufnahme, dicker werden und generell mit vollen Backen im Nest liegen und die anderen Hamster mal -mist, jetzt hab ich mich vestrickt, dieses blöde Sprichwort muss ich jetzt noch zu Ende wegübersetzen- gute Goldhamster sein lassen. So.
Was sich über den Vormittag verteilt im heimischen Ofen abspielte, da kann ich auch noch einen Satz zu lassen.
Das Propellerweib und der Schwefelkerl, die hatten sich so lauthals in den Haaren, das die Ofenscheibe vibrierte und das alles wegen einer Packung Antibiotika, die knapp über ihnen auf der Anrichte lag.
Ella Propella so: "SIE muss dass nehmen, der Arzt sagte ausdrücklich, wenn es heute nicht besser ist."
Schwefler: "Nix muss se, sterben muss se, sonst nix."
Ella P.:"Mach uns nicht arbeitslos vor Ablauf unseres Arbeitsvertrages, hier gehts uns prima. Also ich flieg jetzt eben rüber und setz ihr das ins Ohr."
Schwefler: "Kannst Du damit nicht warten, bis sie Abends ihren Rotwein hatte? Mir ist nicht nach Abstinenz. Und überhaupt ... wenn sie noch ein paar Tage durchhält, geht das auch von alleine wieder weg. Ein paar Liter Tee, Hustenmedizin, Schlaf, und, tadaaa, Rotwein."
Ella P.: "Egoist!"
Schwefler: "Langweilerin! Aufarzthörerin! NICHTSCHWIMMERIN!"
Ella verließ darauf hin mit einem lauten Knall den Backofen und setzte Lu einen Floh ins Ohr. Dieser wiederum dirigierte sie zur Packung mit dem Antibiotikum und sang aus vollem Flohleib wie eine verzaubernde Sirene: "Issssss miiiiich, ich tueee guuuuuut."
Nach fünf Minuten ein böses Fluchen, nur einen Raum weiter.
Schwefelkerl, quasi zeitgleich: "ELLA! Ich habs Dir doch gesagt, ich hatte Recht."
Propellerweib: "Wasn?"
Der Schwefelkerl deut Ella den frisch aufgegangenen Heiligenschein zur Seite und zischt: "Unserer Menschin ist gerade aufgegangen, dass sie jetzt fünf Tage keinen Wein trinken kann, und Du bist das Schuld, sauber gemacht, Du Federschnepfe!"
Wir verlassen den Ort des Zanks und gehen zurück zur Autorin, die gerade leeren Blickes und mit voller Kaffeetasse neben ihrem Klapprechner sitzt und angestrengt wenigstens einen Einkaufszettel gnadenlos überfüllt, Text ist schließlich Text!
Equipment ist vorhanden, Kaffeepulver sowieso, Bio-Milch, Filtertüten bis nächsten Monat. Strom gibts, Klapprechner ist erfunden, Obstschale, Fussboden, vier Wände, alles da.
Sogar ich, aber genau bei mir liegt ein Hase im Pfeffer. Nicht irgendeiner, sondern genau der Hase, der für meinen heutigen Nachmittag eingeteilt war.
Da kann alles parat stehen wie es will, wenn der Rest von mir, der den kreativen Ofen mit Brennholz füllt, also wenn der mal eben austreten geht, dann wird das nichts, da kann das hier vorbereitet sein wie es will, inklusive Fellchen-Blockade auf den Beinen.
Worüber auch. Passiert ja seit Tagen nix, ausser Husten, jeden Tag rötere Augen bekommen und generell der Verdacht, das mein 8-mal-Ur-Großvater doch kein Wikinger war, wie mir mein Ur-Oppa Malte einst auf einem Deich verklickerte, sonder Hamster.
Nahrungsaufnahme, dicker werden und generell mit vollen Backen im Nest liegen und die anderen Hamster mal -mist, jetzt hab ich mich vestrickt, dieses blöde Sprichwort muss ich jetzt noch zu Ende wegübersetzen- gute Goldhamster sein lassen. So.
Was sich über den Vormittag verteilt im heimischen Ofen abspielte, da kann ich auch noch einen Satz zu lassen.
Das Propellerweib und der Schwefelkerl, die hatten sich so lauthals in den Haaren, das die Ofenscheibe vibrierte und das alles wegen einer Packung Antibiotika, die knapp über ihnen auf der Anrichte lag.
Ella Propella so: "SIE muss dass nehmen, der Arzt sagte ausdrücklich, wenn es heute nicht besser ist."
Schwefler: "Nix muss se, sterben muss se, sonst nix."
Ella P.:"Mach uns nicht arbeitslos vor Ablauf unseres Arbeitsvertrages, hier gehts uns prima. Also ich flieg jetzt eben rüber und setz ihr das ins Ohr."
Schwefler: "Kannst Du damit nicht warten, bis sie Abends ihren Rotwein hatte? Mir ist nicht nach Abstinenz. Und überhaupt ... wenn sie noch ein paar Tage durchhält, geht das auch von alleine wieder weg. Ein paar Liter Tee, Hustenmedizin, Schlaf, und, tadaaa, Rotwein."
Ella P.: "Egoist!"
Schwefler: "Langweilerin! Aufarzthörerin! NICHTSCHWIMMERIN!"
Ella verließ darauf hin mit einem lauten Knall den Backofen und setzte Lu einen Floh ins Ohr. Dieser wiederum dirigierte sie zur Packung mit dem Antibiotikum und sang aus vollem Flohleib wie eine verzaubernde Sirene: "Issssss miiiiich, ich tueee guuuuuut."
Nach fünf Minuten ein böses Fluchen, nur einen Raum weiter.
Schwefelkerl, quasi zeitgleich: "ELLA! Ich habs Dir doch gesagt, ich hatte Recht."
Propellerweib: "Wasn?"
Der Schwefelkerl deut Ella den frisch aufgegangenen Heiligenschein zur Seite und zischt: "Unserer Menschin ist gerade aufgegangen, dass sie jetzt fünf Tage keinen Wein trinken kann, und Du bist das Schuld, sauber gemacht, Du Federschnepfe!"
Wir verlassen den Ort des Zanks und gehen zurück zur Autorin, die gerade leeren Blickes und mit voller Kaffeetasse neben ihrem Klapprechner sitzt und angestrengt wenigstens einen Einkaufszettel gnadenlos überfüllt, Text ist schließlich Text!
Nebenwirkungen, die so nirgendwo stehen.
Ich habe gerade zu dem einen Fellchen, was mir laut knarzend quer über der Schulter hing, so mit Kopf nach hinten überhängend und wild tretelnd, also zu dem hab ich grad gesagt:
"weiter rechts, unten"
Mein Rücken hat gejuckt, und ich sag da ernsthaft -
Kann bitte mal jemand meine Medikamente überprüfen, bevor ich heute Abend noch mit der Grillpfanne vor dem Fernseher sitze?
Danke.
"weiter rechts, unten"
Mein Rücken hat gejuckt, und ich sag da ernsthaft -
Kann bitte mal jemand meine Medikamente überprüfen, bevor ich heute Abend noch mit der Grillpfanne vor dem Fernseher sitze?
Danke.
die prager filme, 2.
In der Metro. Ich wollte noch rufen "In der Ruhe liegt die Kraft", aber mich hätte niemand gehört, geschweige denn: verstanden.
sie haben post.
Wenn mir jemand eine SMS schickt, dann flackert der kleine Schlitz auf dem Display kurz auf. Eben passierte genau das, und ich sah links aufs Mobile hinunter und las
" 1 gute Nachricht "
Er war schade, dieser kleine Moment des Begreifens, das dort neue statt gute stand. Wär doch mal was. Ein Ansatz von einem intelligenten Mobilen, welches direkt filtert und eine klare Ansage gibt.
zB:
-lieber nicht lesen
-werbung, soll ich löschen? JA / NEIN
-überlang und ohne kernaussage, sorry master.
-absage von kaffeetermin. alternativen im telefonbuch suchen?
" 1 gute Nachricht "
Er war schade, dieser kleine Moment des Begreifens, das dort neue statt gute stand. Wär doch mal was. Ein Ansatz von einem intelligenten Mobilen, welches direkt filtert und eine klare Ansage gibt.
zB:
-lieber nicht lesen
-werbung, soll ich löschen? JA / NEIN
-überlang und ohne kernaussage, sorry master.
-absage von kaffeetermin. alternativen im telefonbuch suchen?
WTF?
7 Search request: site:derbe.blogger.de Dohle73 Düsseldorf
4 http://209.85.135.104/search?q=cache:c75otNpfNfQJ:derbe.blogger.de/stories/131269/+site:derbe.blogger.de+Dohle73+D%C3%BCsseldorf&hl=de&lr=&strip=1
4 Search request: Dohle73 Dü¼sseldorf
2 Search request: dohle73
1 Search request: dohle73
1 Search request: dohle73
Ich wollt nur sagen, so was sieht man. Das nennt sich Referrer. Und ich hab Katzen, keine Vögel. Entweder ist diese Dohle 73 ein echt heißer Feger, oder ein Heiratsschwindler? Was auch immer, hier jedenfalls nicht.
4 http://209.85.135.104/search?q=cache:c75otNpfNfQJ:derbe.blogger.de/stories/131269/+site:derbe.blogger.de+Dohle73+D%C3%BCsseldorf&hl=de&lr=&strip=1
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Ich wollt nur sagen, so was sieht man. Das nennt sich Referrer. Und ich hab Katzen, keine Vögel. Entweder ist diese Dohle 73 ein echt heißer Feger, oder ein Heiratsschwindler? Was auch immer, hier jedenfalls nicht.
Dienstag, 28. November 2006
aktivismus bis 18:30 erbeten:
Ich habe hier eine Entenbrust, und die soll heute Abend auf den Teller.
Alles da, nur Rezept fehlt.
Ich zähl auf euch!
(Dieser Beitrag verschwindet um Mitternacht wie von selbst)
Alles da, nur Rezept fehlt.
Ich zähl auf euch!
(Dieser Beitrag verschwindet um Mitternacht wie von selbst)
Dinge, die ich mir echt mal sagen muss, 1.
Lu, Du bist seit drei Tagen uneffektiv.
Montag, 27. November 2006
die prager filme, 1.
An einem 30.sten Oktober, um 19 nach 3, unterhalb von Prag.
Sie sind ungemein laut.
Sonntag, 26. November 2006
zwischenzeitlich.
Indianerkartoffeln und Bleichknollen. Beides mit Thunfisch.
Ich finde ja, Schulz hätte eine Chance gehabt. Aber dann diese KIK-Werbung in den Ecken, diese Teigspeise sowieso an den Banden, so geht das alles nicht.
Mein Unken, "in der 7.Runde passiert was!" wurde von der 6. eingeholt.
Generell: Wenn der Gegner mit "Eye of the Tiger" in den Ring kommt, was soll man im 21.sten noch davon halten?
Das einzige, was ich heute aktiv über die Nase wahrnehmen konnte, war dieser unglaubliche Misthaufen, an dem wir vorbei spazierten. Landluft in Dosen, sagte Oppa Malte da damals immer. (Notiere: DaDa-Isten, bei denen Opa Malte nie war)
Ein Feld weiter bei sehr tiefer Sonne festgestellt, dass alles, und damit meine ich alles, von seidenen Fäden umgarnt war. Jeder Grashalm, jede Ackerstoppel, selbst Hunde die zu lange an einer fremden Pfütze rochen, selbst die glänzten am Ende silbern. Altweibersommer fand in Himmelgeist heute statt, am 25.November 2007. Falls nicht, begrüßen wir die 2. Generation dieses Jahr, extra noch in die Natur eingeworfen um die Mückenschwärme abzusaugen, die sich neuerdings um die Nachttischlampe sammeln.
Letzte Nacht von drei Leichen geträumt. Zwei Blogger, ein Michael Jackson-Double. Der Graben, in denen alle drei fielen, der war eher eine Schlucht und das Garagengelände vor meiner vorletzten Wohnung. Ich sah alle fallen, und konnte nichts verhindern. Ich erwachte vom Husten. Draussen Kirchenglocken, Elsterkreischen und kein Kaffeeduft. Sonntag.
Gestern, in der Schlange beim Bio-Bäcker. Der Familienvater mit angeknöstem Säugling, lax über der Schulter hängend: "Drei Ballaststoffbrötchen, bitte." Dabei bemerkt, das ich das Ballastbrötchen gern auf der zweiten Silbe das Wortes Ballast betont hätte, und nur der böse Ballast, diese Schwere und diese Bürde, die will ich auf der ersten Silbe betont hören. Er betonte allerdings die erste Silbe, so das ich daraufhin ein Weißbrot bestellte, weil ich mich so erschlagen und bedrückt fühlte.
Rosmarin. Ich muss ihn jetzt herein holen. Der Fisch wird es mir danken.
Ich finde ja, Schulz hätte eine Chance gehabt. Aber dann diese KIK-Werbung in den Ecken, diese Teigspeise sowieso an den Banden, so geht das alles nicht.
Mein Unken, "in der 7.Runde passiert was!" wurde von der 6. eingeholt.
Generell: Wenn der Gegner mit "Eye of the Tiger" in den Ring kommt, was soll man im 21.sten noch davon halten?
Das einzige, was ich heute aktiv über die Nase wahrnehmen konnte, war dieser unglaubliche Misthaufen, an dem wir vorbei spazierten. Landluft in Dosen, sagte Oppa Malte da damals immer. (Notiere: DaDa-Isten, bei denen Opa Malte nie war)
Ein Feld weiter bei sehr tiefer Sonne festgestellt, dass alles, und damit meine ich alles, von seidenen Fäden umgarnt war. Jeder Grashalm, jede Ackerstoppel, selbst Hunde die zu lange an einer fremden Pfütze rochen, selbst die glänzten am Ende silbern. Altweibersommer fand in Himmelgeist heute statt, am 25.November 2007. Falls nicht, begrüßen wir die 2. Generation dieses Jahr, extra noch in die Natur eingeworfen um die Mückenschwärme abzusaugen, die sich neuerdings um die Nachttischlampe sammeln.
Letzte Nacht von drei Leichen geträumt. Zwei Blogger, ein Michael Jackson-Double. Der Graben, in denen alle drei fielen, der war eher eine Schlucht und das Garagengelände vor meiner vorletzten Wohnung. Ich sah alle fallen, und konnte nichts verhindern. Ich erwachte vom Husten. Draussen Kirchenglocken, Elsterkreischen und kein Kaffeeduft. Sonntag.
Gestern, in der Schlange beim Bio-Bäcker. Der Familienvater mit angeknöstem Säugling, lax über der Schulter hängend: "Drei Ballaststoffbrötchen, bitte." Dabei bemerkt, das ich das Ballastbrötchen gern auf der zweiten Silbe das Wortes Ballast betont hätte, und nur der böse Ballast, diese Schwere und diese Bürde, die will ich auf der ersten Silbe betont hören. Er betonte allerdings die erste Silbe, so das ich daraufhin ein Weißbrot bestellte, weil ich mich so erschlagen und bedrückt fühlte.
Rosmarin. Ich muss ihn jetzt herein holen. Der Fisch wird es mir danken.
Samstag, 25. November 2006
düsseldorf
In den frühen Nachtstunden wurde die Betreiberin der miagolare hinterrücks von einem seit Tagen stalkenden Virus gekidnappt. Sie gab sich nach einem kurzen Kampf (Wanne, Wein, was über Wanzen schreiben) geschlagen und legte sich gegen Mitternacht hin.
Selbst die Slipknotverehrenden Nachbarn schräg oben konnten durch extreme Partybelebung des Hauses nichts mehr ausrichten, Bootssitzerin Lu befand sich im festen Arrangement mit Taschentüchern und dem Sandmann. Für viele Teile Deutschlands fiel aus diesen Gründen der Traum aus, wir bitten dies zu entschuldigen.
Die Ärzte waren noch zu keiner Stellungnahme bereit, sagen aber, sie würden was sagen, würden sie Lu sehen.
Frau Lu selber war dafür zu einer knappen aber brillianten Auskunft bereit.
Laut eigener Angaben würde sie erst einmal den Bio-Supermarkt in der Innenstadt heimsuchen, und dann ihren Medizinmann für Hustensaft kontaktieren.
"Nichts muss, alles kann!", meine Damen und Herren, wir geben ab zum Wetter ...
Selbst die Slipknotverehrenden Nachbarn schräg oben konnten durch extreme Partybelebung des Hauses nichts mehr ausrichten, Bootssitzerin Lu befand sich im festen Arrangement mit Taschentüchern und dem Sandmann. Für viele Teile Deutschlands fiel aus diesen Gründen der Traum aus, wir bitten dies zu entschuldigen.
Die Ärzte waren noch zu keiner Stellungnahme bereit, sagen aber, sie würden was sagen, würden sie Lu sehen.
Frau Lu selber war dafür zu einer knappen aber brillianten Auskunft bereit.
Laut eigener Angaben würde sie erst einmal den Bio-Supermarkt in der Innenstadt heimsuchen, und dann ihren Medizinmann für Hustensaft kontaktieren.
"Nichts muss, alles kann!", meine Damen und Herren, wir geben ab zum Wetter ...
Freitag, 24. November 2006
über wörter, über wanzen.
Geschichtenvertickerin.
Geschichtenesserin.
Geschichtenverfügung.
Wo sind am 24.November eigentlich all diese kleinen roten Wanzen hingegangen? Ende der Orgie auf Pflastersteinen, jetzt ab insKörbchen Gehölz?
Halsweh. Ick hör Dir trapsen.
Geschichtenesserin.
Geschichtenverfügung.
Wo sind am 24.November eigentlich all diese kleinen roten Wanzen hingegangen? Ende der Orgie auf Pflastersteinen, jetzt ab ins
Halsweh. Ick hör Dir trapsen.
Donnerstag, 23. November 2006
nur noch 10 minuten bloggen, mutti.
Andere machen in dieser Zeit zwei prächtige Kinder, zerstören einen Kontinent, essen ein Stück Schwarzwälder Torte ohne einen Ton zu sprechen oder füllen einen Lotto-Schein aus, die Zunge fest im Mundwinkel verhaftet.
Ich, ich halte mein Glas Rotwein in der rechten und meine Zunge tief im Mund und blogge eine Runde vollen Genusses.
Einfach mal alles raus lassen, was den ganzen Tag ins Gedächtnis biss.
Zum Beispiel Kinski.
Todestag hat er heute. 65 wurde er '91, ein Jahr älter als mein Paps, aber das macht nichts, weil unterschiedlicher konnten zwei Menschen kaum sein. Obwohl. MeinVater meinte ja noch kurz zuvor am Telefon, der sei ja gar nicht mal so ein übler gewesen, der Klaus, und da dachte ich mir so Ach was und staunte ein wenig.
Zu diesem Tag und dem Ende das Ende des Herzog-Films -
Zurück zum Leben. Meine Tonsillen halten nach einer Nacht voll der Rachen-Party beachtlich still, und nur mein Druck im Kopf ist unausgeglichen. Ich ploppe, zwischendrin, was mir aber eher Verdruss statt einer Kränkelei einbringt.
Da die letzte Nacht mir nur drei Stunden Schlaf und fünf Stunden frieren schenkte, war ich heute morgen gegen sechs den Göttern des dunklen Novembermorgens um ein Haar dankbar das ich aufstehen musste, konnte ich so wenigstens zwei Hände und meinen ganzen Unmut über diesen echt langen Donnerstag um die Kaffeetasse schlingen, während die vier Fellchen den frühen Tag mit Nieren und Knusperzeugs abfeierten.
Ich bleibe scheinbar gesund, komme was da wolle.
Nächstes Kapitel: Nach 15 Stunden wäre der Donnerstag geschafft. Eigentlich wollte ich "gegessen" tippen, aber dann dachte ich, was mach ich damit? Einen Tag essen? Muss ich am Ende die Beilagen erfinden, schnibbeln und auftischen? Mis en plage? Bewahre.
Statt dessen LUSH-Orgie in der Nasszelle und Bett, reiben an der heißen Wärmflasche, so nieder und klein meine Bedürfnisse.
Das Buch ist zu gut. Gerade heute im Bus, mitten im Düsseldorf, da haben sich zwei der vier Protagonisten endlich bekommen, und das klang dann so:
"Er verschlang sie vom Kopf bis zu den Füßen.
Zuerst machte er sich über ihre Sommersprossen her, dann knabberte, pickte, knusperte, leckte, verschlang, mampfte, futterte, biß und nagte er sie ab bis auf die Knochen. Unterwegs kam sie auf den Geschmack und zahlte es ihm heim."
Ich guckte etwas einfältig aus dem Busfenster, draussen auf der Aussenseite des Fensters perlte der strömende Regen ab.
Sie_zahlte_es_ihm_heim.
Liebe verwirrt, Leidenschaft auch. Ich mochte das mit den Sommersprossen und verdarb es mir mit "mampfte".
Als ich dann Ausstieg war ich die mit dem Buch an der grünen Ampel. Ich deckte es vor dem Regen mit den beiden Armen ab, die ich immer zur Verfügung habe, nur um letztendlich unter der Laterne zu lesen:
"Diesmal ließ er sich Zeit (sie trieben es gerade das dritte Mal, Anm.: Lu), und nachdem sich jeder auf seine Seite gerollt hatte, gesättigt und am Rande des Abgrunds, wandte sich Franck an seine Zimmerdecke:
>>Ist gut, Camille, ich werde Dich niemals lieben.<<
>>Danke, Franck. Ich auch nicht.<<
Na toll. All die angeregneten Seiten für das übliche Desaster, ich sollte vielleicht doch mehr die alten Meister lesen.
Doch dann...
Mein Medizinmann meinte heute, meine Nackenschmerzen wären nicht auf meine Nackenknochen zurückzuführen, sondern ich hätte ganze Energiemeere die dort wild wüten würden.
"U got so much energie there, that will make a mess in your brain." Sagte er, und dann legte er Hand an, und begann, meine angestauten Energien der letzten 18 Monate rauszulassen. Knubbel in den Filets des Rückens, aufs äusserte gespannte Nackenmuskel, welche kleine elektrische Botschaften in die Arme schicken, atmen, ausatmen, Gegendruck und erweitertes Bewegungsfeld.
"Ich bin gar kein Nackenmensch, eigentlich." sage ich zwischen zwei Übungen. "Sometimes life is to hard, and you have to save yourself and drop.", er.
Danach hatte er heiße, zittrige Hände, so stark ist mein Stau.
Abendessen: Nudeln, wilde Pilze, Rauke und Wein.
Die zweieinhalb besten Sätze von anderen:
"Ah, verstehe. In Ihrer Nähe bekommt selbst der schrumpeligste Schinken noch Glanz in den Augen. Das kann ich bezeugen!"
(kid37, Mittwoch, 22. November 2006, 20:34)
"Dann hat diese Stripperin sich Schlagsahne auf die Brüste gesprüht und mein Patenonkel musste das alles ablecken und hat der fast auf die Stiefel gereiert, weil der so voll mit Apfelschnaps war. Aber das hab ich selber nicht gesehen, nur gehört, weil ich während der Hochzeitsfeier eben kurz nachm Deichmann rein bin."
(Meine Auszubildende C., 17 Jahre, und von mir nur "Zuchtperle" genannt, über die Hochzeitsfeier ihres Onkels Winfried vom Vortag.)
"Komm ins Licht, Lu!"
(Gott, der liebe)
Gute Nacht Donnerstag, und grüß den Rest.
Ich, ich halte mein Glas Rotwein in der rechten und meine Zunge tief im Mund und blogge eine Runde vollen Genusses.
Einfach mal alles raus lassen, was den ganzen Tag ins Gedächtnis biss.
Zum Beispiel Kinski.
Todestag hat er heute. 65 wurde er '91, ein Jahr älter als mein Paps, aber das macht nichts, weil unterschiedlicher konnten zwei Menschen kaum sein. Obwohl. MeinVater meinte ja noch kurz zuvor am Telefon, der sei ja gar nicht mal so ein übler gewesen, der Klaus, und da dachte ich mir so Ach was und staunte ein wenig.
Zu diesem Tag und dem Ende das Ende des Herzog-Films -
Zurück zum Leben. Meine Tonsillen halten nach einer Nacht voll der Rachen-Party beachtlich still, und nur mein Druck im Kopf ist unausgeglichen. Ich ploppe, zwischendrin, was mir aber eher Verdruss statt einer Kränkelei einbringt.
Da die letzte Nacht mir nur drei Stunden Schlaf und fünf Stunden frieren schenkte, war ich heute morgen gegen sechs den Göttern des dunklen Novembermorgens um ein Haar dankbar das ich aufstehen musste, konnte ich so wenigstens zwei Hände und meinen ganzen Unmut über diesen echt langen Donnerstag um die Kaffeetasse schlingen, während die vier Fellchen den frühen Tag mit Nieren und Knusperzeugs abfeierten.
Ich bleibe scheinbar gesund, komme was da wolle.
Nächstes Kapitel: Nach 15 Stunden wäre der Donnerstag geschafft. Eigentlich wollte ich "gegessen" tippen, aber dann dachte ich, was mach ich damit? Einen Tag essen? Muss ich am Ende die Beilagen erfinden, schnibbeln und auftischen? Mis en plage? Bewahre.
Statt dessen LUSH-Orgie in der Nasszelle und Bett, reiben an der heißen Wärmflasche, so nieder und klein meine Bedürfnisse.
Das Buch ist zu gut. Gerade heute im Bus, mitten im Düsseldorf, da haben sich zwei der vier Protagonisten endlich bekommen, und das klang dann so:
"Er verschlang sie vom Kopf bis zu den Füßen.
Zuerst machte er sich über ihre Sommersprossen her, dann knabberte, pickte, knusperte, leckte, verschlang, mampfte, futterte, biß und nagte er sie ab bis auf die Knochen. Unterwegs kam sie auf den Geschmack und zahlte es ihm heim."
Ich guckte etwas einfältig aus dem Busfenster, draussen auf der Aussenseite des Fensters perlte der strömende Regen ab.
Sie_zahlte_es_ihm_heim.
Liebe verwirrt, Leidenschaft auch. Ich mochte das mit den Sommersprossen und verdarb es mir mit "mampfte".
Als ich dann Ausstieg war ich die mit dem Buch an der grünen Ampel. Ich deckte es vor dem Regen mit den beiden Armen ab, die ich immer zur Verfügung habe, nur um letztendlich unter der Laterne zu lesen:
"Diesmal ließ er sich Zeit (sie trieben es gerade das dritte Mal, Anm.: Lu), und nachdem sich jeder auf seine Seite gerollt hatte, gesättigt und am Rande des Abgrunds, wandte sich Franck an seine Zimmerdecke:
>>Ist gut, Camille, ich werde Dich niemals lieben.<<
>>Danke, Franck. Ich auch nicht.<<
Na toll. All die angeregneten Seiten für das übliche Desaster, ich sollte vielleicht doch mehr die alten Meister lesen.
Doch dann...
Mein Medizinmann meinte heute, meine Nackenschmerzen wären nicht auf meine Nackenknochen zurückzuführen, sondern ich hätte ganze Energiemeere die dort wild wüten würden.
"U got so much energie there, that will make a mess in your brain." Sagte er, und dann legte er Hand an, und begann, meine angestauten Energien der letzten 18 Monate rauszulassen. Knubbel in den Filets des Rückens, aufs äusserte gespannte Nackenmuskel, welche kleine elektrische Botschaften in die Arme schicken, atmen, ausatmen, Gegendruck und erweitertes Bewegungsfeld.
"Ich bin gar kein Nackenmensch, eigentlich." sage ich zwischen zwei Übungen. "Sometimes life is to hard, and you have to save yourself and drop.", er.
Danach hatte er heiße, zittrige Hände, so stark ist mein Stau.
Abendessen: Nudeln, wilde Pilze, Rauke und Wein.
Die zweieinhalb besten Sätze von anderen:
"Ah, verstehe. In Ihrer Nähe bekommt selbst der schrumpeligste Schinken noch Glanz in den Augen. Das kann ich bezeugen!"
(kid37, Mittwoch, 22. November 2006, 20:34)
"Dann hat diese Stripperin sich Schlagsahne auf die Brüste gesprüht und mein Patenonkel musste das alles ablecken und hat der fast auf die Stiefel gereiert, weil der so voll mit Apfelschnaps war. Aber das hab ich selber nicht gesehen, nur gehört, weil ich während der Hochzeitsfeier eben kurz nachm Deichmann rein bin."
(Meine Auszubildende C., 17 Jahre, und von mir nur "Zuchtperle" genannt, über die Hochzeitsfeier ihres Onkels Winfried vom Vortag.)
"Komm ins Licht, Lu!"
(Gott, der liebe)
Gute Nacht Donnerstag, und grüß den Rest.
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