Dienstag, 1. März 2005

showtime.

ich sags mal so : er hat überlebt, ich habe überlebt.
ich, an junge, chaotische chefs mit ausgeprägtem hang zu junkfood und selbstgedrehten gewöhnt, er auf seine 62-jährige assistentin sekretärin geeicht, und nachmittags ist tea-time.
ich fand ja schon, dass er nach meinem seit jahren das erste mal in der KRUPS-maschine gekochten morgenkaffee etwas häufig richtung toilette rauschte, aber immerhin fand er ihn "lecker und belebend".

im laufe des vormittags löschte ich aus versehen wichtige word.docs ( in diesem büro geht alles nur nach steiler vorlage mit copy&paste. jeder der mit word arbeitet weiß, zu was dieses biest in der lage ist ! ) gelöscht, wiedergefunden, umgeändert, gelöscht, wiedergefunden. ich bin defloriert, was das schreiben nach band mit knöpfen im ohr und fusspedal angeht und auch das gute teegeschirr habe ich nicht ins nirvana gespült.
meine mittagspause verbrachte ich mittellos auf der kö, die zwei minuten luftlinie von meinem arbeitsplatz entfernt liegt. willkommen in anderland. ich streifte eine knappe stunde im 3stöckigen saturn und hatte danach für 380 euro eingekauft. im kopf. un_be_frie_di__gend.
noch neun mittagspausen.

vor meinem fenster sitzt ein obdachloser auf der strasse, der schon immer dort lebt, und während ich mit knöpfen im ohr und fusspedal copy&paste&fluchen spiele, spricht mit seinem raumerfrischer aus plastik der neben ihm steht, und macht mit einem tempo taubenkacke weg.

erste tage sind immer ganz besonders besonders, und so war ich lächelnd heilfroh, abends die tür von aussen zuzuziehen, und in mein normales leben zurück zu können. und er war besonders froh, wie er betonte, dass ich nicht so distanzlos und mitteilungsbedürftig wie meine vorgängerinnen war, die ihm unaufgefordert ihr leben inkl. geburt des ersten bis dritten nebst scheidung vom jeweiligen erzeuger zum tee servierte.

warum der spass? lernerfahrung. eindeutig und für beide.
und heute bekommt er einen namen, chef-hase bekomme selbst ich bei ihm nicht über die gedankenschwelle.


Montag, 28. Februar 2005

brandnew boss.

in einer stunde habe ich einen neuen lebensabschnitt-chef.
einvaux pas habe ich bereits hinter mir,

("oh, sie haben aber eine entzückende enkelin."
" das ist meine 3jährige tochter."
" --- " )

der rest folgt dann wohl heute.
auf zwei wochen bis zur hüfte im fettnapf arbeitend.

( warum muss gerade jetzt bei -12° die hölle zufrieren ? ach ja, montag, klar. hallo auch. )


Sonntag, 27. Februar 2005

impressed.



(dieser sonntag geht weiter in den kommentaren ...)


closer.

jude law hat keine schönen hände, das fiel mir direkt nach den gestelzten anfangsszenen auf.
und london sah größer aus, als ich es in erinnerung hatte.
julia roberts wirkte herber als sonst, und clive owens texte hätte ich gern gesammelt, er hatte die besten im film.
alle gehen sehr inkonsequent mit der liebe um, verspielen sie stück um stück, reden von der wahrheit und ihrer liebe um doch im nächsten moment aufs neue zu betrügen und zu verspielen.
ich war ein wenig gequält in den wahrheiten der paare, ass zu viele colafläschchen, während sie sich verletzt anschwiegen.
der film zeigte das was er sollte. die probleme, mit denen sich menschen jenseits der romantik und der teeniejahre abplagen, auseinandersetzen und teilweise daran scheitern.

am ende blieb mir ein zuckerklumpen aus weichgummi, mein gedanke, dass man liebe auf den ersten blick nicht so verspielt und ein lied...

"And so it is
Just like you said it should be
Life goes easy on me
Most of the time
And so it is
The shorter story
No love, no glory
No hero in her sky"


seite zu "hautnah".


Samstag, 26. Februar 2005

on time.



(bitte bild klicken, 7/4 danken.)


Freitag, 25. Februar 2005

der pflichtlose tag, bebildert.

die 2do-liste hatte details wie pünktliches aufstehen, der handwerker wollte kommen. sport stand da und ein päckchen zur post bringen, die a-agentur abtelefonieren, die unterlagen zur arbeit nächste woche auf saubermann bringen. sport hatte ich schon, einmal doppelt, ein punkt abzug auf der liste. was noch ? es sollte mindestens zwei stunden geschrieben werden, wenig kaffee getrunken und das ein oder andere ding wollte geregelt, gelöscht oder umsortiert werden. dem kind einen namen geben, die fellchen kämmen, der winter geht mit ihrem fell den direkten weg auf den boden, aber wo bleibt der frühling ?
so viele kleine punkte auf der liste, und während ich handwerkerlos, dafür mit laptop und einem fellchen mit asyl-blick in den augen im plümo blieb, das büro ins bett verlegte, den tag noch draussen ließ, dafür andere dinge hereinkamen, die kleinen punkte in gedanken nachzog, verband, nebenbei die sonnenstrahlen durch die schalousien brannten und das fellchen sich drehte, genau während dieses moments kam j. mit der message, rauszugehen. "die sonne scheint, komm auf eine stunde mit an den fluss, lu".
so zog ich die warmen sachen heraus, mich damit an, weil es mich hinauszog. die kamera steckte ich in einem kleinen moment der aufmerksamkeit ein, in die rote tasche, dort wo die kaugummis wohnen.

raus. sonne. licht.



(weiter in den kommentaren ... )


Donnerstag, 24. Februar 2005

was mit

katzn.

(und irgenwann oute ich meine catcontent-linkquelle.)


die weisheit des topflappens.

"et jeht nit ohne
und auch nich mit"




frisch handgeklöppelt von malcolm.


Mittwoch, 23. Februar 2005

frauen ?

ich sags mal so : ich schwanke heute den ganzen tag -ach, eigentlich schon seit tagen- zwischen einem total enervierten und ungeplantem frauen-doof-finden und … dem nichts. es gibt kein dazwischen, ich finde seit sonntag bis heute, und morgen vielleicht auch noch den ganzen tag, ich finde eine bestimmte sorte frauen scheiße. ich bin akut dem weiber-faschismus erlegen und ich muss sagen, es fühlt sich toll an. passend zur alice-schwarzer-lesung im schönen wuppertal, der ich leider nicht beiwohnen konnte ( und ich schwöre bei irgend etwas, was mir noch heilig erscheint: ich hätte das erste mal in meinem leben lila angezogen, und wenn ich die einzige dort gewesen wäre ! ), werde ich dann gleich meinen missmut für bestimmte frauen mit in meine couchdelle nehmen, sie dort tief in die chipskrümel und fellchenhaare drücken, und zwischen alice bei kerner und harald bei schmidt zappen.
die eine weiß nicht, wie scheiße sie wirklich ist, die zweite weiß es sicherlich, aber die kenn ich noch nicht mal persönlich, andere baustelle, aber direkt nebenan und die scheiße stinkt bis hierhin, und die dritte ist paris hilton, der ein hacker ihr telefonbuch aus dem mobilen gecrackt hat, und alle privatnummern von zig promis fröhlich ins weltweite setzte.
ein hurra auf dummbratzen, ein jubel auf damenbärte, teer und federn auf die rudelschande, die sich durchs netz lügt und ein „vollpfosten“ für paris hilton. ach, und wo ich grad dabei bin : miese besenreiser auf conten-klauerInnen und die tage forever für alle infantilen, die abends in ihrem bettchen genau wissen, wie scheiße sie sind.


danke, war mir ein bedürfnis.

eingebüßte karma-punkte wegen schwestern-bashing: 0 !
( auch die göttInnen haben stolz und humor. )


warum

liegt denn da stroh ?

netz-welt | © Lu um 22:06h | keine meldung | meldung machen?

das ratlose gesicht -

- beim auspacken eines tampons, wo das fädchen kein ende, kein ende und kein ende nimmt. sich nach einem knappen meter fragen, ob das der neue damenhygiene-trend ist, ob man das teil gleichzeitig als zahnseide nehmen soll, oder ob man sich jetzt was wünschen kann ... wie früher, wenn eine umgedrehte zigarrete in der fabrikfrischen packung steckte ?

- unbezahlbar.


ami in mainz



go home !