Dienstag, 1. Juni 2004

a über lu bis zet

A - Age: 35
B - Band listening to right now: beatsteaks
C - Career future: ist in mache. aussteigen, am meer leben, schreiben, rotwein und tiere ringsum. nichts neues, aber yo, my private idaho !
D - Dad's name: hans-georg
E - Easiest person to talk to: kommt auf das thema an.
F - Favorite song: nordisch by nature von den fetten broten, ganz unspektakulär. musste erst ewig drüber brüten, aber das lied bringt mich IMMER zum lachen und wippen. also bekommt es diesen platz hier.
G - Gummy Bears or Gummy Worms: in rot die bären, in grün die würmer.
H - Hometown: düsseldorf
I - Instruments: gitarre, aber lang ists her. jetzt nutze ich höchstens meine stimme, würde aber gern dramatisch traurig klavier spielen können.
J - Job: orga-talent mit kaufmännischem know-how, medizinischem händchen und arge namensvergesslichkeit. chef's liebling in der multi-media-suppe.
K - Kids: oh gott ! keine ahnung. freiwillig könnte ich da nie "klar, gern" zu sagen, der anwärter auf vaterschaft weiß, dass er mich bei akutem kinderwunsch festhalten und sofort schwängern müßte, anders würde das nie was.
L - Longest car ride ever: gefühlt oder echt ?
M - Mom's name: uta
N - Number of people you slept with: kein kommentar.
O - Obsession(s): rotwein, geschichten, und nutella vom finger. schiffe auch.
P - Phobia(s): höhe, tiefe, enge. das ich meine eigene geburt nicht mitten drin abgebrochen habe, grenzt an ein wunder.
Q - Quote: hoch.
R - Reason to smile: m., das meer mit wind incl., die 4 fellchen und freunde !
S - Song you sang last: manamana, bapdibidibbi (sesamstrasse)
T - Time you wake up: 8 bis 9, perfekte zeit. ich muss aber um 6:30. keine gute zeit.
U - Unknown fact about me: ich trage unterwäsche. harhar.
V - Vegetable you hate: die gemeine, dicke bohne. buah.
W - Worst habit: soziale unpässlichkeiten
X - X-rays you've had: wirbelsäule bis zum steiß, linker fuss, zähne.
Y - Yummy food: pasta, fisch, tomaten.
Z - Zodiac sign: löwIn

bei emily geklaut, die hats von anke ( übrigens : danke anke für den frischen ohrwurm ! ), die es von ...


Freitag, 28. Mai 2004

wochenende, langes

hurra!



mädchen-mittag

ich bin 22 km mit dem rad quer durch natur, über berge, ein paar stöcke und über ein paar steine auch, das alles in 30 minuten. direkt im anschluss 3,6 km gerudert, aber fragt nicht wie. die fische hätten danach applaudiert, wäre ich in einem see, und nicht auf einer simulation geritten.
und weil ich grad so hübsch warm und flüssig war, hab ich unter r.'s anleitung noch einem sandsack das nasenbein gebrochen, und die eier ins nirvana gejagt.
mittagspause im fitness-studio, oder : wer ist der nächste bitte?

logbuch | © Lu um 15:56h | keine meldung | meldung machen?

schaum-traum beim 7:0

während engelchen + teufelchen sich vor dem kleinen fernseher im schlafzimmer lümmelten, und deutschland gegen malta verfolgten, dämmerte ich ab dem 4:0 stück für stück tiefer in den schlaf, noch einen gedanken beim "angel-fucker"-shirt des schwefelhelden oben auf dem regal.
der baum vor dem fenster, der lullte mich mit seinem rauschen ein, plötzlich fand ich mich unter ihm wieder, in einem zelt liegend.
genauer : in unserem zelt liegend und ich hatte plötzlich den gefühlten umfang eines wal-weibchens mit akutem windabgang. noch genauer : ich war im 9 monat und kam gerade nieder, um es noch nett auszudrücken.
über mir rauschte der baum und ich war kurz verwirrt, bekam dann aber eine zünftige press-wehe und brüllte flüche in die nacht, wie es in der gleichen sekunde wohl tausende anderer frauen auch taten, nur in schönen, warmen betten, und nicht auf einer iso-matte vom aldi, direkt vor dem heimischen fenster.
der gedanke, was unsere streng allah-gläubigen nachbarn zu meinen lauten äußerungen sagen würden machte mir ein wenig sorgen, ein nächster, ob man vielleicht deren ur-großmutter zu mir bringen könnte, die sicherlich schon 65 kinder in irgendwelchen dörfern zur welt gebracht hatte, dann noch mal tief atmen, und schwupps kam etwas, was mir die luft aus den lungen, aber leider nicht die frucht aus den lenden presste.
los,holt sterile tücher und heissen kaffee, hörte ich m. draussen rufen, und ich wollte antworten, dass es heißes WASSER bräuchte, um sein kind zu gebären, und das mit dem kaffee wäre ja nett, aber heißes wasser solle er gleich mit ordern, den kaffee nehm ich dann später zu mir.

dann ein schrei, nicht meiner, 7:0, 7:0 der schwefelkerl zappelte und schmiss mit chips um sich, während das engelchen die malta-fahne aus dem fenster pfefferte.

ich, wieder wach, meinen bauch anstarrend, der flach und knurrend ein stück unter mir lag, dachte an die verwischung von büchern und camping-erlebnissen, an traumdeutung und den sinn, eine idee geboren zu haben. autsch.

logbuch | © Lu um 11:59h | keine meldung | meldung machen?

Donnerstag, 27. Mai 2004

keine leitung

bernd, das depremierte kastenbrot hat mich runtergezogen, das wetter, die kälte hat mich runtergezogen, meine schuhe gingen mir auf den geist, die "ich hab aber keine zeit"sätze, die gehetzten sachen, die man so tun muss, all das geht mir akut auf alles, und so schaffte ich es gestern abend, beim kochen der nudeln den wein für die sauce zu kippen, und weil der noch ging, nahm ich den rest aus der flasche direkt hinterher.

nach zwanzig minuten war das essen fertig, und ich halbwegs betrunken. zwischen den penne-happen lachte ich albern zu blöden BB bildern, weil dann ist es ja eh egal und das niveau plätscherte in der unteren schublade vor sich hin, gestört hat das aber nicht.
kurzer trink-spass, schnelle reue, kopfweh noch vor zehn uhr.
scheiß abend, ich kanns nicht leiden, wenn ich so maulig bin.
die ungefickte brotspinne fällt mir dann immer ein, ein comic im geiste, eine haarige thekla mit gewaltigen unterhosen in xxl und anderer pointenloser kram, der ein paar sekunden spass macht.
und wenn man schon zickt, kann man doch auch gleich sonderbar werden, den elektro-smog im schlafzimmer beklagen, alle fenster auf, luft bekommen, und einen baum bekommen.
der baum vor dem schlafzimmerfenster, fett blühend, grün, voller leben und saftig, vor allem kleine leben. insekten. auch saftig meinen die fellchen.
dieser baum vor dem fenster war gestern abend so mächtig, so da, fast, als wollte er in den raum schwappen, hallo sagen, mitwohnen, was weiß ich. ich versuche es nicht als eso-öko-geschwafel enden zu lassen, wollte aber das ding mit dem baum noch erzählen, damit es nicht am ende heißt, die lu wäre genervt wegen ihrer schuhe, oder besäuft sich weil sie eine brotspinne sei.
all das könnt ihr vergessen.
merkt euch nur das bild eines grünen baumes.

danke.


Mittwoch, 26. Mai 2004

fuct.up



what a girl wants, what a girl needs ...

logbuch | © Lu um 19:05h | keine meldung | meldung machen?

bernd wollte mal raus

und liegt jetzt beim bäcker im regal, mit körnern oben auf.



seinen flyer, den hat bernd direkt mitgebracht, ein brot kann nie wissen.


lied. gut

aus keinem anlass, aber in gedanken bei urgroßvater malte, gibt es heute morgen ein lied, wo mir leider der link verloren ging. und auch die melodie fehlt beim singen, falls also jemand den schunkel-sound kennt, bitte taktvoll loslegen.


An de Eck steiht ´n Jung mit´n Tüddelband
An de Eck steiht ´n Jung mit´n Tüddelband
in de anner Hand ´n Bodderbrood mit Kees,
wenn he blots nich mit de Been in´n Tüddel kümmt
un dor liggt he ok all lang op de Nees
un he rasselt mit´n Dassel op´n Kantsteen
un he bitt sick ganz geheurig op de Tung,
as he opsteiht, seggt he: hett nich weeh doon,
ischa ´n Klacks för ´n Hamborger Jung

Refrain
Jo, jo, jo, Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
Ein jeder aber kann dat nich, denn he mutt ut Hamborg sien.

An de Eck steiht ´n Deern mit´n Eierkorf
in de anner Hand ´n groote Buddel Rum
Wenn se blots nich mit de Eier op dat Plaaster sleit
un dor seggt dat ok al lang "bum bum".
Un se smitt de Eiers un den Rum tosomen
un se seggt "so'n Eiergrog den hebb ik geern"
as se opsteiht, seggt se: "hett nich weeh doon,
ischa´n Klacks för´n Hamborger Deern

Refrain
Jo, jo, jo, Klaun, klaun, Äppel wüllt wi klaun,
ruck zuck övern Zaun,
Ein jeder aber kann dat nich, denn he mutt ut Hamborg sien.


Dienstag, 25. Mai 2004

los lassen

los, lass los!

geht nicht, ich häng doch schon halbwegs schief.

lass lohooos, ich pass auf.

geht nicht. das hält doch nie im leben.

das hält, loslassen. jetzt !

und so kam es, dass ich kurz nach halb eins am mittag kopfüber in einem gerät hing, und gerade noch "kettler" lesen konnte, bevor ich den fussboden sah.
boot-camp-meister r. hatte mich in diese lage gebracht, ich solle "mal aushängen", meine wirbelsäule entlasten, und überhaupt, ich soll doch mal LOSLASSEN, und zwar jetzt und sowieso.
ich hielt 40 sekunden durch, mein winseln wurde geflissentlich überhört. ich versuchte derweil, meinen focus auf meine jubelnde wirbelsäule zu richten, die sich genüsslich streckte und mal eben alles abhanden gekommene wieder an den richtigen ort verstaute, während mein kopf lauthals moserte, ich hätte ja wohl den verstand in den dünen gelassen, und den rest als überflüssig gekennzeichnet.
na ja, langes winseln, apruptes ende.
r. brachte mich mit einem lachen und einem ruck wieder in die normale lage, meine augen guckten gläsern aus puterrotem kopf, ich sah noch drei vier sternen hinterher und sagte gelassen, "cool", während meine beine halt suchten.

fitness fängt im kopf an, und mein hirn ist meine größte problemzone, da kommt der hintern noch jahre nicht hinterher.

logbuch | © Lu um 12:21h | keine meldung | meldung machen?

Montag, 24. Mai 2004

regen, blut und instantkaffee

am ende standen wir auf der ersten der drei niederländischen halbinseln, mitten auf einer wiese.

am ende, und das war ja eigentlich der anfang, dazwischen lag lediglich eine 3stündige autofahrt quer durch NL und belgien
( m., soll ich schreiben, dass die belgier alle niedlichen kleintiere um fahren ? - nix, du kannst ja nicht alle belgier in eine schublade stecken! )
standen wir also auf einer wiese, auf der früher sicherlich glückliche kühe standen.

die sonne verabschiedete sich prompt bei unserer ankunft und verschwand gänzlich, als wir unser kleines zelt aufgebaut hatten.



glücklich, einen platz ausserhalb eines normalen campingbetriebes
( m. soll ich schreiben, dass wir auf den normalen badelatschendeutschlandCampingplätzen spontane depressionen bekommen haben, weil dieser mikrokosmos gangganz schrecklich war ? - klar, nur zu. )
gefunden zu haben, zufrieden, eine toilette in erreichbarer nähe zu haben
( m. kann ich schreiben, dass ich natürlich prompt bei ankunft ganz schlimm meine tage bekommen habe ? - um gottes willen, es sei denn, es dient der dramaturgie! )
, brauten wir uns den ersten kaffee in freier natur und ließen dem sturm seinen lauf.
ein bißchen strand, ein bißchen supermarkt, ein bißchen kalt, aber noch ahnten wir radiolosen, uninformiert losgefahrenen ja nichts von der wetterlage.



und ich ahnte nicht, dass wir nur sommerschlafsäcke im gepäck hatten, das hatte m. mir nämlich aus dramturgischen gründen verschwiegen.
ein platz am gebüsch, eine hühnersuppe im topf, die nacht im auge, und ich drehe die uhr mal ein paar stunden vor, so auf 4:00 mitten in der nacht.

es war schwei-ne-kalt, ich war wie eine wurst in den schlafsack versenkt, mit decke drüber und drei isomatten drunter und gänzlich bewegungsunfähig. nur ein schlappes zappeln wie ein fisch bekam ich unter stärkster anstrengung noch hin. warum ich um 4:00 uhr wach war, fragt ihr euch ?

weil es die ganze nacht wie aus kübeln geschüttet hat, und man bei dem lärm im zelt kein auge zu macht, es sei denn, man hat wie m. zwei dicke ohrstöpsel insinde.
weil es sau-kalt war und ich dank literweisen heißgetränks stunden zuvor dringenst aufs klo musste, und nicht wußte, wie ich aus diesem scheiß-schlafsack heraus kommen sollte. weil m. dank guter ohrstöpsel meine weckversuche nicht mitbekam.

ich dreh die uhr mal weiter, so auf 6:00. in der zwischenzeit hatte ich den entfesselungstrick geschafft, bin auf flip-flops in drei lagen klamotten durch den regen aufs klo gerannt, hab dann eine stunde versucht, wieder warm zu werden und derweil den ca. 2840 insel-vögeln bei ihrem morgenkonzert zuhören dürfen.
hölle, du hast einen namen, dachte ich, und freute mich auf einen heißen kaffee am morgen, wahlweise hätte es auch eine heiße gulschsuppe sein können, egal. hauptsache heiß.
kurze zeit und einen kaffee später mußte ich noch mal kurz ins zelt, und dabei machte es *plökkk* und zwei meiner rückenwirbel gaben der niedrigen lage des zelteingangs nach und schnalzten hörbar aus ihrer fassung. ich machs kurz, die eigenen zipperlein machen sich nie besonders toll in den eigenen geschichten, die anderen camper, alle in fetten wohnmobilen mit fließend wasser und vordach auf der wiese hatten sichtlich spass an unseren einrenkungsversuchen, inkl. meiner spitzen, sehr deutschen flüche.

der tag dann war schön. absolut. es gab sonne, es gab essen ... es gab windstärke um die sturmgrenze.
erfreute ich mich abends noch am gekochten essen und kühlem heineken, das alles mit ausblick auf den ein paar meter entfernten leuchtturm der insel,



gab es ein paar stunden später zittrige zeltkoller meinerseits,
(m., soll ich schreiben, dass ich zwanzig minuten lang den kopf zwischen armen und beinen vergraben hatte und immer nur ins auto wollte ? - ach was, wozu, haste dann doch eh nicht gemacht! )
gesamtlänge um die 30 minuten.
aber auch diese nacht und auch dieser sturm gingen vorbei, ich mit einer kochendheißen wärmflasche im sack und gänzlich bewegungsunfähig, so lagen wir erneut wie die würste in den getrennten schlafsäcken, tief wie die nordsee in heineken-träumen schlafend.

aber auch der nächste morgen wußte mit sonne zu glänzen. mir war mittlerweile alles schnuppe, ich hatte mich auf instantkaffeefreude reduziert, den zweiten tag nicht geduscht
( m. , soll ich schreiben, dass ich eigentlich duschen wollte, dann aber diese frau auf die klokabine nebenan ging und laut stöhnend ihren wochengang erledigte ? - neee, das ist echt unappetitlich, und schreib bloss nicht wochenschiß! und schreib auch nix von dem kackenden kind am strand, dass "stinki" gemacht hat, das interessiert keinen.)
fand uns ultra-hart und wußte um die blicke der anderen camper, frühstückend in ihren vorzelten mit fließend wasser. man konnte förmlich in ihren gesichtern lesen, wie sie dachten "wow, die haben nerven", während sie sich die thermoskanne über den tisch reichten, und ihr frühstücksei köpften.

ein tag am meer, der entschädigt mich persönlich für alles, der wind machte aus der nordsee mal eben den atlantik, es gab wellen und menschenleere strände, zumindest morgens um 10, kokosmakronen und (meins!meins!meins!) möwen en masse.




die erste nacht im eigenen plümo : unbezahlbar.
und in einem monat : again.


Mittwoch, 19. Mai 2004

miagolare

ist vorrübergehend da, wo der gouda wächst.



">meins (wav, 36 KB)

in diesem sinne ... ahoi ! :)


gegen die wände, und wie

es weiterging, die sache mit robot und linda

tolle sache, das.
respekt an robot.

netz-welt | © Lu um 18:01h | keine meldung | meldung machen?

grün und voller pläne

so zuckelte sie an mir vorbei.
sie, das war eine hell-grüne, unglaublich schillernde fliege in metallic. ich, ich lag bei süssen 24° in der mittagspause mit hochgekrempelten hosenbeinen, nackigen füssen und offenem ersten-jeans-knopf auf einem stück wiese mitten im industriegebiet, fröhnte dem leben, und starrte 90 schwalben beim fliegen an, als eben diese fliege an mir vorbeizuckelte. genauer gesagt latschte sie mir quer durch den freigelegten bauchnabel, und ich mußte mich tatsächlich bewegen um zu schauen, ob der passant einen stachel besitzt oder böses vor hat.
hatte sie aber nicht. sie zuckelte einfach weiter, und glänzte in der mittagssonne.
ich hielt ihr einen zeigefinger hin, damit sie mir nicht quer durchs shirt läuft, und sie knickte die hinterbeine ein, ging in schieflage, und starrte zurück.
wo kommst du her, wo willst du hin ? und überhaupt, warum fliegst du nicht ? quatschte ich sie zu, und sie stempelte meinen finger ab.
durst, hm ? stellte ich einfach mal so fest, und ließ sie auf einer butterblume absteigen, und in diese einen tropfen cola plumpsen.
die fliege saugte ein paar sekunden, schlackerte erfrischt mir den flügeln, und machte sie an den abstieg.
ich überlegte derweil, wie so eine fliege ein ziel oder einen plan mit sich ausmacht, und ob sie unbedingt fliegen muss, nur weil sie es könnte. ich nutze ja auch nicht tagtäglich alle meine möglichkeiten, erst recht nicht das fliegen. wäre ich eine grün-schillernde fliege, ich würde auch ab und an mal zu fuss gehen, darauf könnt ihr aber einen lassen.
metertief in diesen gedanken verliebt guckte ich noch mal an der butterblume herunter, und sehe meine grüne freundin ( ich bin mir sicher, es war ein weib, sie wirkte so zäh, und ich bin mir sicher, sie hatte sich die flügeln geglosst ) etwas wirr im kreis laufen, so gut das in dem wiesengewirr möglich war.
shit, koffeinschock dachte ich, sah aber in der selben sekunde den wahren grund. drei ameisen griffen die gute an, ich mußte also erneut einen finger rettend in ihr leben halten, und sie kletterte zum zweiten mal auf meinen arm. diesmal blieb sie ein wenig länger sitzen, chillte mit mir eine kleine weile in der sonne, streckte sich am ende alle beine, und ich setzte sie ein stück von den ameisen entfernt wieder ab. und sie zuckelte weiter, einem nur für sie ersichtlichem ziel entgegen.

ein sehr weiser und absolut netter sun bear hat mal gesagt, dass man in der natur nur genau hinsehen muss, und man findet alle antworten und noch mehr fragen.

seemannsgarn | © Lu um 16:28h | keine meldung | meldung machen?

tausch ?

ich biete die franz. version von Reservoir Dogs auf VHS, die eBay mir wegen der jugendgefährdung zurückgegeben hat.
mag wer ?
braucht wer ?
bitte eMail.

fischmarkt | © Lu um 12:22h | keine meldung | meldung machen?

takte

in der bahn sass ich wieder dem kleinen mädchen gegenüber. ich las, sie zog den rotz durch sämtliche nasen- und gehörgänge, ihre mutter schwieg mit verschlossenem gesicht. man könnte sagen, alles beim alten, während die sonne schien.
am hauptbahnhof stieg ein punk ein, oder was auch immer die heutige meinung ist. wir waren ja alle ganz anders, aber das ist eine andere geschichte.
er stieg ein und ließ sich neben das mädchen fallen, den walkman bis auf das äußerste hochgejubelt, trank seine cola light in einem zug runter, rölpste und versank in sich und seine lederjacke.
das mädchen starrte ihn an. es fing im takt der musik mit den händen auf ihren beinen zu trommeln an, mit konzentriertem gesichtsausdruck. der punk bekam von all dem nichts mit, zappelte mit geschlossenen augen mit einem fuss im schuh zum takt, der relativ schnell war.
das mädchen aber war fasziniert, ihre ganze ruhe war weg, während man bei ihrer mutter nicht einmal genau ausmachen konnte, ob sie noch lebte.
neues lied, das mädchen hielt kurz und irritiert inne, die kleinen hände in der luft verharrend. der punk machte die augen auf und schämte sich für irgendwas, jedenfalls wurde er rosa-rot als er bemerkte, dass das kleine mädchen ihn anstarrte, und ich bin sicher, dass er sich fragte, warum ihre hände in der luft hingen.
eine achtelsekunde später kam der nächste schwall musik aus seinen kopfhörern, die dritte reihe hätte noch mittrommeln können, tat sie aber nicht. dafür aber das kleine mädchen. laut jauchzend und den rosa-leuchtenden punk fest im blick spielte sie mit ihren händen seine musik auf ihren beinen nach. sie hatte eine bestickte blue-jeans an, mit blümchen drauf.
während wir über die brücke fuhren, kamen wir an diesem stufenabsatz vorbei, wo sich immer die stadttauben zur partnersuche einfinden, so auch heute. im ohr das zur neuzeit-punk-musik trommelnde mädchen, im auge einen tauberich, der binnen sekunden mächtig anschwoll um sich vor seiner angebeteten aufzuplustern, in gedanken den satz lass dich nicht auf den haufen federn ein, der läßt dich mit einem nest voll eiern sitzen und fliegt rüber in die altstadt, pizza picken , am ende die bahnfahrt, die zu ende war.
als ich ausstieg, setzte der punk sich woanders hin, dem enthusiasmus des kleinen mädchens nicht gewachsen.
wie sich die taubendame entschieden hat ? keine ahnung.