Montag, 11. September 2006

30 Jahre, und immer noch klein und gestreift.

Vor dreissig Jahren, am 09.September 76, sass ich auf der Couch meiner Eltern und sah mir den Piloten an. Vor mir ein Topf, halb gefüllt mit Unox Champignon-Cremesuppe.
Man nahm einen Topf, füllte den Pamps aus der Dose dort hinein, welches sehr oft und zu meinem kindlichen vergbügen mit starkem Champignon-Geruch und einem satten Geräusch begleitet wurde. Dann füllte man die Konservendose noch einmal bis zum Rand mit Wasser auf, kippte das über den Pamps im Topf, rührte alles kräftig um und erhitzte stelle den Herd auf drei. Es war wichtig, dass es nur erhitzt wurde, nicht gekocht.

An diesem Tag hatte ich Glück. Die Biene Maja wurde geboren und mit ihr Geschichten und Kurzweil zur Fertigsuppe. Ich war acht und ein Teilzeit-Schlüsselkind, und mit den begleitenden Comicheften zur Serie fingen meine Spaziergänge zum Büdchen an, mit dem Taschengeld in der Hand. Seitdem kaufte ich eigenständig Lesestoff, weitete aus auf Kimba, Gespenster-,Spuk-und Horrorgeschichten, hörte mit neun mein erstes KISS-Lied bewusst, kaufte zwei Jahre später John Sinclair-Romane, zehn jahre später knutschte ich bei Gras und Clive Barker Verfilmungen auf der gleichen Couch, und heute sitze ich morgens vor den Nachrichten und singe zu Karel Gott mit.



Happy Birthday, kleine Maja.

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Das Lied fand ich damals schon fürchterlich, da bin ich stolz drauf. Aber ansonsten war ich auch großer Maja Fan, obwohl ich klammheimlich mehr mit Willi sympathisierte. Und mit Puck, natürlich. Nur der Alexander, der ging gar nicht. Genau so ein neunmalkluges Besserwisserblag hatte ich damals in der Grundschule neben mir sitzen, der hieß auch Alexander und ich war lange überzeugt, das er das reale Vorbild für die Sendung war.

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ich war immer fasziniert von kurt, dem mistroller. noch heute gucke ich ganz verzückt, wenn ich so einen kleinen kollegen im wald seine kugel vor sich herbrasseln seh.
nicht zu vergessen der ewig sonnige flip, und die gar nicht so finstere thekla.

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Der Typ hier schräg gegenüber auf dem Campingplatz heisst Willi. Aber das Einzige, was ihn "bienenlike" macht, ist etwas, was er beckennah trägt und worüber ich nicht sprechen mag. :)

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nicht, dass da aus einem bienchen eine flotte hummel wird, am ende.

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Kimba! Den fand ich total toll!
Von dem gab's nie mal Wiederholungen, oder?

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[...und heute sitze ich morgens vor den Nachrichten und singe zu Karel Gott mit]

wenn die regel "schön ist, was tschechisch ist" stimmt, ist KG die bestädigende ausnahme. und das morgens im duett? die armen katzen.

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sehr werter herr dr. katze: jeden tag ein tschechisch lied zu singen ist quasi auflage in diesem haushalt, alles andere wird mit becherovka-dusche geahndet.
wenn ich es hinbiege, zeige ich ihnen später einen winzigen ausschnitt unserer kurzen auslandsfahrt am samstag, es ist auf nichts zu achten, nur auf den soundtrack.

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hier das video:


( in echt scheppert die musik so derbe, dass man sofort schnaps mit bier spülen möchte, auch wenn es in diesem moment erst kurz nach zehn am morgen war, unser viertel nicht eine prager arbeiter-spelunke, und das ziel lüttich hieß, wo ja wieder ganz anders gesungen wird.
amen.)

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interessant. von wem ist denn das? und schon klar, dass man auf nix als den soundtrack achten soll - der junge mann, der kurz vor ende am linken rand auftaucht, klebt der immernoch an der stoßstange.
als kleines dankeschön ein affenarschkickender musiktipp zurück:
Röntgenschall

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