Freitag, 11. Februar 2011


Dringend muss ich übrigens auch über Leo schreiben. Über Leo im speziellen, und Hunde im Leben generell. So viele Hunde, die mich begleitet haben, oder ich sie, und all das bringt Leo mit seinen Knopfaugen ans Licht, wenn er mich ansieht.

Er sieht mich oft an. Dabei dreht er sich manchmal einfach nur kurz um, guckt, läuft weiter. Manchmal wartet er auf mich, sieht mich an, stupst an meine Wade, läuft weiter.
Manchmal rufe ich ihn, während er so vor mir her läuft und seinen Dingen nachgeht, das steht in den schlauen Hundebüchern. Rufen. Kommt der Hund, belohnen. Belohnen durch Leckerchen oder durch Loben. Bei mir gibts von 10 Mal Belohnen 8 mal Kopfküsse, und zwei Mal Hundekeksbruch, selbst gebacken. Den Rest für die Raben (diese wollen allerdings und leider niemals Kopfküsse).

Leo ist toll. Mal mieft er, mal riecht er nach Wolken und Regen. Er trägt seinen Bart steil und verwundert mich so oft, wie er sich nach 90 Minuten Fußmarsch noch ein paar Tropfen Pipi abringt, dabei beim Markieren leicht in die Luft springt, um als größerer Rüde dazustehen, als er ist. Ich sag dann immer Gockelchen und find ihn toll.

Dringend muss ich über Leo schreiben. Und über Jonathan, über die schmerzende Hüfte, die schlechten Bücher, über Pläne und immer wieder über Leo, und wie er geduldig mit Kater Hugo ist, der sich so sehr in Leo's Füße und sein Drahthaar verliebt hat, und das täglich zelebriert, bis wir nasse Augen vor Lachen haben.


Montag, 17. Januar 2011


Jonathan?

Maam?

Jonathan, ist es nicht herrlich?

Maam, mit Verlaub -ich ...

Wann würde man denn sonst bei strömenden Regen im Dunkeln durch knöchelhohen Matsch waten, links ein vollgesabbertes Bällchen in der Hand, rechts einen Hundekeks.

Mit einem Hund, der schwarz ist wie die Nacht, also nicht sichtbar, und nur auf seinen eigenen Spaß aus?

Genau. Oh -Moment, da kommen Leute.
(N Abeeend. Rüde? Ja. Ja, meiner auch. Nein, nicht kastriert. Haha. Jaja. So, genug gewöfft. Komm!)
So Jonathan, Du kannst wieder sichtbar werden.

Maam?

Ja, Jonathan?

Maam, mit Verlaub, ich bin Butler und nicht Crocodile Dundee. Und das hier ist finstere Flora, und ich würde jetzt gern Feierabend machen, und nach Hause. Was ich sagen möchte, also eigentlich sagen möchte, ist:
"ICH BIN EIN BUTLER, HOLT MICH HIER RAUS!"


Sonntag, 9. Januar 2011


Maam?

(yeah!)

jonathan unter deck | © Lu um 22:23h | keine meldung | meldung machen?




Freitag, 7. Januar 2011


Jonathan?

Bitte komm zurück! Es gibt so viel zu tun.


Mittwoch, 5. Januar 2011

2010, die Listenversion.

Beliebte Listen, an denen man später seinen Verfall abfeiern kann. Here we go -

1. Zugenommen oder abgenommen?

Zugenommen. Verfettete Seele oder schwere Knochen, würd ich tippen.

2. Haare länger oder kürzer?

Länger.

3. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Weder noch, gleich gute Augen, wie gehabt.

4. Mehr Kohle oder weniger?

Offiziell mehr, aber immer zu wenig.

5. Mehr ausgegeben oder weniger?

Alles, also mehr.

6. Mehr bewegt oder weniger?

Weniger, Danke Knie 1 und 2.
Die Vorhaben für 2011 sind deswegen um so ausschweifender.

7. Der hirnrissigste Plan?

Täglich glücklich sein, und durch Arbeit reich werden.

8. Die gefährlichste Unternehmung?

Nachts auf hohen Schuhen leise durch eine dunkle Straße rennen wollen.

9. Der beste Sex?

Steht in meinem Jahreshoroskop für 2011.

10. Die teuerste Anschaffung?

Leo.

18dez2010

11. Das leckerste Essen?

So viele!

12. Das beeindruckendste Buch?

Viel zu wenig gelesen, in 2010, am meisten beeindruckt und „drin“ war ich in
Frank McCourts Buch „Die Asche meiner Mutter“. Permanent schwarzen starken
Tee muss man da trinken, so steckt das an.

13. Der ergreifendste Film?

Zeit der Wünsche, glaube ich.

14. Die beste CD?

Wolfmother – Cosmic Egg

15. Das schönste Konzert?

…habe ich leider verpasst. An dieser Stelle müsste „Grinderman in Hamburg“ stehen.

16. Die meiste Zeit verbracht mit …?

Mir, schlaflos.

17. Die schönste Zeit verbracht mit …?

tollen Menschen.

18. Vorherrschendes Gefühl 2010?

No time for love, Dr. Jones.

19. 2010 zum ersten Mal getan?

Einen Hund den kleinen Hintern gerettet, ein Unternehmen mitgegründet, noch etwas eröffnet und beim Yoga die Krähe gestanden.

20. 2010 nach langer Zeit wieder getan?

Gassi gegangen.

21. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Meinen Altkatz gehen zu lassen, schlaflose Nächte und jeden Tag, der Scheiße war.

22. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Follow yout bliss.

23. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Das kann ich nicht selbst beantworten.

24. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Ein kleiner Ganesha im richtigen Moment.

25. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

(„…“)

26. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

(„…“)

27. 2010 war mit einem Wort …?

wuchtig.

*

In Büchern:

Viel viel viel zu wenige, es ist eine Schande, 2010, aber auch nicht die einzige. Hier also die traurige Bilanz:

Stevan Paul: Monsieur, der Hummer und ich
Sibylle Berg: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot
Harry Rowohlt: Gottes Segen und Rot Front
Hermann Bräuer: Haarweg zur Hölle
Franck McCourt: Die Asche meiner Mutter
Saul Slash Hudson: The Autobiography
Franck McCourt: Ein rundherum tolles Land, Erinnerungen
Wolfgang Herrndorf: In Plüschgewittern

… und ein Haufen Sachbücher über Ernährung, Wein und am Ende auch über Hunde und deren Erziehung.

In Städten:

Roermond, Hamburg (beide mehrfach), viel Ruhrpott bis Köln, Wallis in der Schweiz und Frankreich zum Abschluss.
Kann auch gerne wieder sehr viel mehr werden.

In Ausstellungen:

Nicht dokumentiert, aber die ArtCard hat des öfteren das Licht gesehen.
Dafür nur 2 Mal Kino. Auch ein Dilemma.

Ich möchte Ende 2011 gerne wieder eine Liste tippen, die mir gefällt. Bis dahin -


Montag, 13. Dezember 2010

<3


schiffersklavier | © Lu um 00:25h | keine meldung | meldung machen?

Freitag, 26. November 2010

Vision #01: (M)Ein Drive-in für die Pieper.

Passend zum ersten Schneeregen habe ich folgendes vor:

In unserem Garten ist seit unserem Einzug ein wildes Durcheinander von den unterschiedlichsten Vogelarten. Sämtliche Meisen, Sperlinge, dicke Ringeltauben, dünne Stare, Eichelhäher, und sogar ein Specht knattert ab und an den Fliederbaum kopfüber herunter. Jetzt bin ich im Besitz eines kleinen Futterbehälters und eines kleinen Holzhäuschens, ebenfalls für Futter gedacht. Beide hängen im einzigen Baum des Gartens, und jeden Morgen ist es ein herrliches Bild, wie sich die Pieper artig abwechseln und jeder seine Portion abholt. Das würde ich gerne Ausweiten. Meine Idee ist es, einen Futter-Hot-Spot für die Vögel im eigenen Garten zu installieren, und Sinn und Ziel ist es, durch die Bereitstellung von ruhigen und guten Futter-/Niststellen eine Art Zwischenstation zwischen Stadt und Land zu bilden, damit diese Schneise überwunden wird. Das selbe gilt für Insektenhotels. Es soll kein endgültiger Tausch mit natürlichem Lebensraum sein, sondern die Lücken schließen, die Bebauung und dadurch immer geringer werdender Lebensraum für die Kleinsten darstellt. Kurz gesagt, werden Strecken für diese dadurch wieder kürzer, und ihr Überleben gesichert.

Meine Frage plus Anliegen:

Habt ihr Vogelhäuschen, die unbenutzt im Keller liegen, oder auf das nächste Wichteln warten? Hattet ihr früher mal einen Platz, einen Baum, eine Mauer, wo ihr ein Vogelhaus hängen hattet, aber jetzt eben nicht mehr, und seitdem liegt es ohne Arbeit und harrt auf gute Zeiten? (Das selbe gilt auch und dringlich für Futterhäuschen und Insektenhotels.)
Natürlich könnte ich mir all das in einem Schwung kaufen, im Fachhandel, im Baumarkt, bei eBay.
Ich bin aber eine große Freundin von Aktivismus und von der weiteren Nutzung von Dingen, und ich habe vorab gründlich recherchiert. Soll heißen, ich habe die Augen weit offen gehalten und auf verwitterte und verwahrloste Pieperhäuser geachtet und eine Menge gesehen. Irgendwann scheinen sie lästig zu werden, wenn die ganze Bagage nach lauter Aufzuchtphase in den Sonnenuntergang getürmt ist, auf in die große weite Welt, und man selbst vor Ort bleiben muss, dann soll man das alles auch noch aufräumen und sauber machen?



Ich will das! Ich will die abgesägten Bäume hier ein klein wenig ersetzen, die Lücke schließen, und wieder Wohnraum für die kleinen Pieper aufrüsten. Deswegen hoffe ich auf eure Hilfe und Lust am Machen. Wenn ihr ein unbenutztes Vogelhäuschen habt, eine Futterstelle oder sogar ein Insektenhotel, dann spendet es mir bitte für den guten Zweck. Ich mach die wieder fit, ich verewige euren gewünschten Namen darauf, und die 2011 darin nistende Familie (und alle weiteren) heißen dann so wie ihr. Ich kümmere mich um die Winterverpflegung, um Energiebälle für die Brütenden in der Hochsaison und ums sauber machen am Ende. Und schreibe hier über den Werdegang.
Und ich stehe dann winkend im Hot-Spot und rufe allen Grüße von euch hinterher.

Macht ihr mit, ein wenig die Welt retten?

(Mail an mich luna_lu[at]web[punkt]de , Betreff "Weltfrieden")