Donnerstag, 18. Mai 2006

verletzungen durch internetz.

beim anblick einer eMail'schen betreffzeile so aprupt auflachen, dass man sich, in morgendlicher schräglage ums leaderfellchen gelöffelt, erst einmal einen intercostalen nerv klemmt, das ist auch so eine sache.


9min54




(aus den kommentaren vom dL ans licht gezerrt)


Donnerstag, 18. Mai 2006

aufruf:

Wer hier in/um Düsseldorf ist fit in Wordpress (PC+Mac) und hat einen halben Tag Zeit inkl. Lust auf ein Mittagessen?
In unserem Haushalt besteht leider akuter Schulungsbedarf.


i♥sports.

Am Ende der zweiten Stunde, genauer gesagt in den letzten zwanzig Minuten, standen vor der Scheibe von Raum A zwei Männer in engen Trainingsanzügen und hielten sich an ihrem Isogetränk fest.

In Raum A selber um die 35°Celsius, aufgefüllt mit 12 Frauen, darunter ich, und allen nebst Trainerin lief der Schweiss in Bächen durch die Wimperntusche. Die durchtränkten Tops wurden so ab Minute 80 provisorisch und praktisch unter die BHs gesteckt, wer lange Hosen trug, so wie ich, krempelte diese hoch und wer konnte, hielt die Wasserflasche quasi am Mann, wenn ich diese Redewendung mal eben Herrn Regener entleihen darf.
Knappe, stark phonetisierte Anweisungen der Trainerin, die zum Ende spasseshalber vom Podest in die Mitte kam, und die letzten zwanzig Minuten ebenfalls laut johlend zu Duran Duran, Eurythmics und Missy Elliot über den Step hüpfte.

Jetzt zwei Blasen an den vorderen Ballen, einen weggetanzten Knoten in der Mitte und drei durchgeschwitzte Tops auf dem Badezimmerboden, an denen sich eins der Kerl-Fellchen verlustiert.

logbuch | © Lu um 00:58h | keine meldung | meldung machen?

refs die 2.0089,5te

2 Search request: warum bin ich immer so derbe fertig
1 Search request: globulis keine lust auf sex
1 Search request: sven regener familie

( filed under : hallöchen popöchen )


ein versprochenes gif ist ein ehren-gif.



... für den burnster.


siebenundzwanzig auf einen streich.

und ich hab heute frei!

( wenn frauen verbal vögel abschiessen )

Lu 2006 | © Lu um 11:32h | keine meldung | meldung machen?

Dienstag, 16. Mai 2006


"Das erste Zeichen seelischer Gelassenheit ist, so meine ich, innehalten zu können und bei sich zu verharren."

( Seneca -Briefe an Lucilius über Ethik- )

"Heute bleib ich drin."

( Lu - Kleine Zettel an sich selbst- )


Montag, 15. Mai 2006

hamburg, mal wieder.



(alle weiteren bilder in den kommentaren...)


Freitag, 12. Mai 2006

knapp vor der gewitterfront.

Falls sich irgendwer fragt, was ich da heute Mittag in pur übermütiger Sommerlaue sehr laut den Arbeitsweg lang auf dem Rad vor mich hinsang : Patrice wars. Mit einem kurzen Einspieler von Max Herre, aber den skippte ich ausnahmsweise unwillig weg und blieb auf Patrice.
Und ich war so voll der Revolution, ich war innerlich schwarz, ICH WAR GANZ AFRIKA, da auf dem Radweg durchs Industriegebiet. Muss ja auch mal gesagt werden, wenn man so hysterisch ausgelassen ein Konzert gibt, mitten in der Stadt, unplugged und umsonst.

Als ich dann abends zurückfuhr dankte es mir ganz Mutter Natur, und sandte all ihre beflügelten Schäflein, also known as fliegende Blattläuse, Gewitterfliegen, hastenichgesehen, jedenfalls alle zu mir, auf mich, Insektenrugby, ich die Abwehr. Noch 28 Tage bis Anpfiff, übrigens.

Zu Hause angekommen war ich übersäht mit neongrünen, knatschgelben und verwaschen schwarzen Kleinstfliegen, alle auf weißem Untergrund, alle kompliziert vederheddert in den Baumtropfen, die diese grad zu den Pollen reichen und runterleckern, und zur Auflockerung dazwischen geschmissen ein Marienkäfer, eine MiniSchnake und diverse Mücken. Meine Oma aus der Ostzone nannte diese Mischung immer "Kruppzeugs" und hängte schmallippig über dem Küchentisch diese Kleberollen auf. Sass man dann abends beim Essen, guckte man sterbende Fliegen und das kommunistische Sandmännchen. War auch schön, früher.

Jedenfalls sah ich vorhin genau so aus wie der Insektenfriedhof auf Leim im Osten, als ich in die Einfahrt bog. Da war dann auch keine Revolution mehr in mir. Nur noch ich und der zwanghafte Drang, doll hüpfend durch den Hof zu hoppeln und dabei so spirituell wie möglich kein einziges Erdenviech inklusive Seelchen zu zerdrücken.

Als Gesamtbild stelle man sich dann also links die Nachbarschaft vor, die Gebetsteppiche gen Mekka ausklopfend, und rechts ich, hüpfend in weiß, Lichtjahre entfernt vor der Erleuchtung. Im Hintergrund Grillgeruch.


Donnerstag, 11. Mai 2006

warnhinweis auf 100 % baumwolle, rot.



zyklusmonster.


dinge, die bei schönem wetter passieren.

M. und das Leaderfellchen sitzen auf dem Balkon, halten Maulaffenfeil. Kommt eine Wildbiene vorbei, bremst seitlich von beiden ab und fliegt in ein Loch vom Ivar-Regal.
M. so: Guck mal, ein Honigtaxi.


order#02.06

Jonathan?

Maam?

Die Weisheit, bitte.

Gern. Kann aber einen Moment dauern.



The Raconteurs

-steady, as she goes- (bitte sehr laut)

schiffersklavier | © Lu um 12:07h | keine meldung | meldung machen?


Ich (innerköpflich): Pollen, alles voller Pollen.
Kind (nicht meins, irgendeins): Polen, Mama, alles voller Polen.

[In den Nachrichten hieß es eben, dass dieser Pollenstaubgau noch um die zwei Wochen anhält. Die Polen bleiben bei uns in Düsseldorf übrigens meist bis September, dann ist alles abgeerntet und bäuerlich weggetuppert. Sag ich dem Kind irgendwann mal.]

{Ich hab ja früher immer gesagt, nur so als Beispiel und weil es mir grad einfällt "Guck mal Mama, da oben fliegen ganz viel Löwen." Ein Jahr später ersetzte ich Löwen durch Möbel, was auch die Geischtsausdrücker der um mich stehenen hörbar entspannte, bis ich dann so knapp um die 5 Lenze endlich alle Unterschiede kapiert hatte, und bis heute bei Möwen blieb.}


Mittwoch, 10. Mai 2006

da sang der vogel dies traurig lied.

heute bin ich traurig. der tag fing sonnig an, und hört mit dunkelheit auf, obwohl viel sonne da war, den ganzen tag. ich liege im bett, trinke einen roten wein und höre der schwere halber deutsche musik mit gitarren.
als ich aus dem ganzen tag in der stadt zurück kam, lag dieses eichhörnchen immer noch quer in der gosse. zur erklärung sollte ich vielleicht anmerken, dass es heute mittag, als ich mit dem rad um die ecke fuhr, plötzlich am rechten strassenrand einfach so tot dalag. ich bremste ab, dachte oh, und schaute es traurig an, frisch erlegt wie es war. ich schätze, ein auto kam in die quere auf der suche nach dem nächsten baum. ich sah hier oft eins huschen, rot mit weißem bauch, so wie das in der gosse am morgen, vor dem ich aprupt zum stehen kam. es hatte die augen fest geschlossen und hellrotes, ganz frisches blut floss ihm aus der nase, ein teil davon war am rinnstein verteilt und so hell, dass es warm aussah, frisch. hinter mir hupte es und ich fuhr mechanisch weiter, während einszweidrei tränen unten aus meiner sonnenbrille durchkamen, die nächsten fünfzehn minuten lang. ein beschwerlicher weg in die stadt, auch wenn da ein schöner nachmittag, frei und frei auf mich wartete. kinski flüsterte mir die ballade der mäusefrau ins ohr, ich stolperte über stock und stein und wunderte mich über meine befindlichkeit bei so arg praller natur.
die impfung von gestern abend nimmt als zoll zur kinderlähmung scheinbar direkt noch etwas gute laune mit. die, die für heute vorgesehen war. dickes fell gibts wohl erst wieder im nächsten leben oder nach einem halben jahr urlaub, wasweissich.

deutsche lieder mit gitarre, roter wein, frisch gebräunte körperstellen und eine portion schwermut, die frassen den an sich fluffigen eintrag, der hier stehen wollte einfach weg.
tja.