Montag, 26. Februar 2007

picasso.



Ausstellung Malen gegen die Zeit

Ich bin ja kein Kenner des Kubismus, ich hatte auch nicht so ein schickes Halstuch an wie die Düsseldorfer Damen, die sich ebenfalls bei Wolkenbruchwetter lieber in einer angesagten Ausstellung herumtrieben, dafür hatte ich schon einen Trödelmarkt mit kniehohem Matsch hinter mir, und Lust auf viel Kuchen und geistigen Input.
Ich bekam Kuchen und einen präzisen wie erstaunten Blick auf das, womit sich Picasso im Angesicht seines nahenden Endes befasste.
Drei Etagen voll mit Bildern, die hauptsächlich das zum Thema hatten, was bei der Frau zwischen Kinn und Knie passiert, und besonders inspirierend muss ein Bordellbesuch gewesen sein, der eine mannigfaltige Reihe von Bildern und Drucken nach sich zog. Auch mit Katzen gab es was, Katzen und Hummern, aber in Relation nicht erwähnenswert.

(Ich schreibe jetzt nichts über das Gespräch, welches spät in der Nacht zwischen mir und M. mit meiner Aussage begann:
'Sag mal, kann es sein, das Picasso kurz vor seinem Ende nur noch Pussyfixiert war? Ist es am Ende wirklich so profan?')

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Nicht nur am Ende, aber da wird es obszönessiv. Also, denke ich mal. Bei Otto Muehl sieht man das im Alterswerk auch. Wenn man geht, erinnert man sich wohl daran, woher man kam. Jonathan Meese ist schlauer und hat sich schon in jungen Jahren an der genitalen Phase abgearbeitet. Ich freue mich schon auf die Zeit, in der ich braune Cordhüte und verwaschene beige Trenchcoats tragen werde und heimlich in der Bahnhofsbuchhandlung in "Heftchen" blättere.

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Wieso ist pussyfixiert profan?

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