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Mittwoch, 17. November 2010
08.09.2009 - Rotwein vs. Boogie Man
Prince Edward Island (P.E.I)-> New Horton (New Brunswick)
20°, leicht bewölkt
In der Hölle gelandet, also quasi.
Aber zuerst so: Morgens mit leichtem Wehmut im Handgepäck diesen wirklich friedlichen Ort St.Peters Inn mit seinem Kamin, seiner Kaffeemaschine und dem englischen Adelsanschluss verlassen. Ein letzter Tummy-Rub bei der Hauskatze (pralle Perser, schwarz) und ordentlich Badezimmer-Goodies als Andenken eingesackt. Dafür dann zur Strafe Frühstück bei Tim Hortons, worst Food ever und ich habe keinen Schimmer, warum die Läden immer so brechend voll sind. Das ist das McDonalds des Frühstücks, das ist der Teufel in Donut Glamour, das ist: einfach nur mieser Kaffee und Fett in Form gebracht.
Danach bäuernd durch Charlottetown, eine Runde Sightseeing und diese Form bedruckter T-Shirts kaufend, die man im Urlaub noch versteht (Piratengedöns an Hummerwitze), und zu Hause peinlich berührt in die letzte Kleiderschrankecke archiviert.
Schwamm drüber. Spontan zu einer weiteren Tasse dünnen Kaffees PMS bekommen und noch spontaner beschlossen, die Insel zu verlassen, und zwar heute noch, und zwar sofort.
Nichts ahnend.
Ewiges Autofahren, eine 13 Kilometer lange Confederation Bridge ("The longest Bridge, the shortest Route!") später endlich in New Brunswick angekommen. Also quasi "drüben". In mir Vorfreude auf viele und endlich offene Punkte wie Orte der First Nations, ein wenig Schmollen über ein verpasstes Pow-Wow und großer Hunger. Hunger auf Erlebnisse, und Hunger auf Essen.
Doch das NB-Glück hält nur für kurz, denn ausgerechnet die Gegend, in der wir um die 2-3 Tage bleiben, ausgerechnet die könnte auch Vorlage für einen texanischen Splatterfilm sein, oder die New Brunswick-Version von Shining.
Generell sollte man mal über die gefahrenen Tiere am Highway-Rand sprechen (wie in Belgien, NB ist die kanadische Schwester von Belgien!), ein ganzer deutscher Zoo liegt da in roter Lache.
Die top 5 List der platt gefahrenen Tiere Kanadas:
1. Waschbären
2. Stachelschweine
3. Möwen
4. Raben
5. Stinktiere (je frischer, um so schlimmer stinkt die Straße)
Dann folgen Eulen, Deers, Tim Hortons Kaffeebecher...
Abends in einem B&B angekommen. Der Weg dortin gepflastert mit Friedhöfen aller Religionsrichtungen. Manchmal stand nur ein Grabstein wie ein Kuchenzahn in der umzäunten Landschaft, und man denkt sich so Hm. Und wenn es kein Friedhof war, dann Messiehäuser und Zahnlose, die einfach so am Straßenrand rumstanden und Maulaffenfeil hielten.
Wäre Kanada nicht so riesig, dann hätte ich das getan, was mich in Belgien oft überkommt: M. sagen, er soll Gas geben.
Auch im B&B Lakeview Inn hätte Gas geben nichts geholfen, dort stand nämlich selbst die Zeit still und alle Schutzengel atmeten hörbar ein. Das Haus an sich völlig allein und verlassen in weiter, oben beschriebener Landschaft. Haus, See, Bodennebel. Als wir den Besitzer finden, zeigt er uns das leere Haus, den Spaßkeller mit Billard und Flatscreen, den Wasserkocher im Flur und unser Zimmer. Überall Brokatdeckchen und Kreuze, der Besitzer selbst Stiernacken und einen Händedruck, den er sicher beim Nagetiererwürgen trainiert hat. Mir stehen durchgehend alle Haare zu Berge.
Als er M. zum Kartenlesegerät mit nimmt, lasse ich meinen Blick über die Bilder der Familiengalerie schweifen, und hätte ich nicht schon die totale Gänsehaut gehabt -



Koffer abgestellt, und raus, irgendein Restaurant suchen. Die Aussicht auf Essen, Menschen und Sicherheit versöhnen mich, bis ich auf dem Weg zum Auto über einen kleinen Hund stolpere, der mich anhechelt. Ein Mini-Collie mit milchigen Augen.
Ein blinder Mini-Collie namens Ernie, Zuchtausschuss der Nachbarin, die offensichtlich darauf zählt, dass ein Besucherauto das sehr liebebedürftige Tier irgendwann erledigt.

Im Restaurant, eine umgebaute Stallanlage, kann ich gar nicht so viel schlechten Wein trinken, wie ich schimpfen will. Auf die böse Menschheit, auf Inzuchtprobleme bei Tier UND Mensch, wenn man sieht, was hier so an Straßenrändern und überhaupt.
M. kaut geduldig sein Steak weich, und ich flaue irgendwann ab.
Als wir den dunklen Waldweg zurückfahren, ist Ernie sofort am Auto. Ich kraule und heule um die Wette und rede mir ein, dass ich falsch liege.
Licht aus. Finsternis. Ich sehe nicht mal die Hand vor Augen.
Mein Schutzengel schnauft. Sieht auch nix.
Fehlt nur noch ein heulender Wolf sage ich zum Laken, weil M. schläft längst den Schlaf der Satten.
#
Bilder zum Tag hier, der Food-Report hier.
20°, leicht bewölkt
In der Hölle gelandet, also quasi.
Aber zuerst so: Morgens mit leichtem Wehmut im Handgepäck diesen wirklich friedlichen Ort St.Peters Inn mit seinem Kamin, seiner Kaffeemaschine und dem englischen Adelsanschluss verlassen. Ein letzter Tummy-Rub bei der Hauskatze (pralle Perser, schwarz) und ordentlich Badezimmer-Goodies als Andenken eingesackt. Dafür dann zur Strafe Frühstück bei Tim Hortons, worst Food ever und ich habe keinen Schimmer, warum die Läden immer so brechend voll sind. Das ist das McDonalds des Frühstücks, das ist der Teufel in Donut Glamour, das ist: einfach nur mieser Kaffee und Fett in Form gebracht.
Danach bäuernd durch Charlottetown, eine Runde Sightseeing und diese Form bedruckter T-Shirts kaufend, die man im Urlaub noch versteht (Piratengedöns an Hummerwitze), und zu Hause peinlich berührt in die letzte Kleiderschrankecke archiviert.
Schwamm drüber. Spontan zu einer weiteren Tasse dünnen Kaffees PMS bekommen und noch spontaner beschlossen, die Insel zu verlassen, und zwar heute noch, und zwar sofort.
Nichts ahnend.
Ewiges Autofahren, eine 13 Kilometer lange Confederation Bridge ("The longest Bridge, the shortest Route!") später endlich in New Brunswick angekommen. Also quasi "drüben". In mir Vorfreude auf viele und endlich offene Punkte wie Orte der First Nations, ein wenig Schmollen über ein verpasstes Pow-Wow und großer Hunger. Hunger auf Erlebnisse, und Hunger auf Essen.
Doch das NB-Glück hält nur für kurz, denn ausgerechnet die Gegend, in der wir um die 2-3 Tage bleiben, ausgerechnet die könnte auch Vorlage für einen texanischen Splatterfilm sein, oder die New Brunswick-Version von Shining.
Generell sollte man mal über die gefahrenen Tiere am Highway-Rand sprechen (wie in Belgien, NB ist die kanadische Schwester von Belgien!), ein ganzer deutscher Zoo liegt da in roter Lache.
Die top 5 List der platt gefahrenen Tiere Kanadas:
1. Waschbären
2. Stachelschweine
3. Möwen
4. Raben
5. Stinktiere (je frischer, um so schlimmer stinkt die Straße)
Dann folgen Eulen, Deers, Tim Hortons Kaffeebecher...
Abends in einem B&B angekommen. Der Weg dortin gepflastert mit Friedhöfen aller Religionsrichtungen. Manchmal stand nur ein Grabstein wie ein Kuchenzahn in der umzäunten Landschaft, und man denkt sich so Hm. Und wenn es kein Friedhof war, dann Messiehäuser und Zahnlose, die einfach so am Straßenrand rumstanden und Maulaffenfeil hielten.
Wäre Kanada nicht so riesig, dann hätte ich das getan, was mich in Belgien oft überkommt: M. sagen, er soll Gas geben.
Auch im B&B Lakeview Inn hätte Gas geben nichts geholfen, dort stand nämlich selbst die Zeit still und alle Schutzengel atmeten hörbar ein. Das Haus an sich völlig allein und verlassen in weiter, oben beschriebener Landschaft. Haus, See, Bodennebel. Als wir den Besitzer finden, zeigt er uns das leere Haus, den Spaßkeller mit Billard und Flatscreen, den Wasserkocher im Flur und unser Zimmer. Überall Brokatdeckchen und Kreuze, der Besitzer selbst Stiernacken und einen Händedruck, den er sicher beim Nagetiererwürgen trainiert hat. Mir stehen durchgehend alle Haare zu Berge.
Als er M. zum Kartenlesegerät mit nimmt, lasse ich meinen Blick über die Bilder der Familiengalerie schweifen, und hätte ich nicht schon die totale Gänsehaut gehabt -



Koffer abgestellt, und raus, irgendein Restaurant suchen. Die Aussicht auf Essen, Menschen und Sicherheit versöhnen mich, bis ich auf dem Weg zum Auto über einen kleinen Hund stolpere, der mich anhechelt. Ein Mini-Collie mit milchigen Augen.
Ein blinder Mini-Collie namens Ernie, Zuchtausschuss der Nachbarin, die offensichtlich darauf zählt, dass ein Besucherauto das sehr liebebedürftige Tier irgendwann erledigt.

Im Restaurant, eine umgebaute Stallanlage, kann ich gar nicht so viel schlechten Wein trinken, wie ich schimpfen will. Auf die böse Menschheit, auf Inzuchtprobleme bei Tier UND Mensch, wenn man sieht, was hier so an Straßenrändern und überhaupt.
M. kaut geduldig sein Steak weich, und ich flaue irgendwann ab.
Als wir den dunklen Waldweg zurückfahren, ist Ernie sofort am Auto. Ich kraule und heule um die Wette und rede mir ein, dass ich falsch liege.
Licht aus. Finsternis. Ich sehe nicht mal die Hand vor Augen.
Mein Schutzengel schnauft. Sieht auch nix.
Fehlt nur noch ein heulender Wolf sage ich zum Laken, weil M. schläft längst den Schlaf der Satten.
#
Bilder zum Tag hier, der Food-Report hier.
Dienstag, 9. November 2010
Immerhin schläft man viel, in diesen dunklen Zeiten. Ich habe grad ganz viel satt, und das nimmt neben der Arbeit viel Raum in Kopf und Herzelein ein- Ich habs zum Beispiel satt, trotz sehr viel Arbeit kein Gold durch meine Finger klackern zu lassen. Ich habs satt, dass ich immer wieder Dank meiner Neugier und dem Spaß am Ausprobieren in Projekte gerate, die mich einnehmen, die sicher Karmapunkte zum klackern bringen, aber diese Stiefel, die mich aus dem Fenster anlachen, die nur für 2-3 Mal im Monat wären, unpraktisch aber wunderschön, die bezahlen diese Projekte nicht.
Ich habs satt, mich in Stiefel, Schränke und Stoffe zu vergucken, weil es am Ende auch nichts bringt, außer ein hübsches Äußeres des Wohnumfeldes. Ich habs satt, dass ich es satt habe, dass ich aus dem Konsum aussteigen möchte. Dazu habe ich Kunden satt, die pünktliches und zeitnahes Zahlen von Rechnungen scheinbar spießig finden. Weihnachten habe ich schon lange satt, weil die tolle Familie drumherum fehlt. Nehme mir jährlich aufs Neue vor, Weihnachten zu einem Fest mit Freunden zu machen, was die super finden. Bis wir alle wieder einzeln bei unseren verkrachten Familien sitzen und nach dem dritten Rotwein dem Korken schwören "nächstes Jahr aber, da bin ich im Urlaub!".
Jaja.
Dann habe ich es satt, dass bei all den tollen Dingen keine Zeit zum Schreiben bleibt. Wohin mit all den Gedanken, die hier ihr Heim haben, ein Wohnrecht, ihre letzte Zufluchtstätte?
Außerdem bin ich schwer scheinschwanger, was mit einem Hund aus Sardinien seinen Anlauf nahm, über einen schwarzen Mops aus Kaiserslautern seinen weiteren Lauf nahm, und momentan mit sporadischen (täglichen) Klicks auf Tierschutzseiten so dahin tröpfelt. Ich sehe den Nachbarn heimlich und mit nach vorne geschobener Unterlippe zu, wie sie Abends alle in Gummistiefeln und mit fröhlichen Hunden die Häuser verlassen. Man sieht ihnen an, dass sie sich alle schon auf die Zeit nach dem Spaziergang freuen, die Küchenfenster allerorts hell erleuchtet, es duftet nach Speck, nach Zwiebeln, nach Minestrone und nach Gemütlichkeit. Ich, die scheinschwangere, möchte auch stöhnen, sagen, herrjeh, was ein mieses Wetter draußen, aber muss ja, um dann in die Gummistiefel zu schlüpfen, den Hund in die lachenden Augen (und die randvolle Blase dahinter) sehen und sagen, komm jetzt, raus hier.
Außerdem habe ich es satt, dass Jobs abgesagt werden, kurzfristig, ich habs satt, nicht für ein halbes bis ein Jahr nach Kanada gehen zu können, weil ich keine Zahnärztin bin, und/oder über keinen Reichtum verfüge, der ansonsten das Ticket für einen guten Versuch wäre.
Ansonsten alles total gut, wirklich. Eine Eröffnung folgt der nächsten, die nächste kann ich sogar hier erzählen, und die ist Ende des Monats in dieser schönen Düsselstadt.
Dazu habe ich Yoga zurück entdeckt, und zwar richtiges Yoga, kein 45minütiges Fitnessstudiogebiege mit einem nebenan wummernden Spinningkurs, sondern das komplette Paket mit Chanten, Pranayama-Atmung, biegen und lächeln. Das bedeutet, ich habe endlich wieder eine Energiequelle für mich entdeckt, die funktioniert, und ich sitze dort wie auch hier meinem liebsten Elefanten gegenüber. Ganesha lächelt mich an, wenn ich mir zweifach um die Knie gewickelt durch die Beine sehe und dabei das atmen nicht vergessen sollte.
Immerhin schläft man viel in diesen dunklen Zeiten, und ich wende mich wieder der Arbeit zu, die mich ungeduldig am Ärmel zuppelt. Eine Pressemappe voll Text. Für Umme, weil Projekt.
Ich habs satt, mich in Stiefel, Schränke und Stoffe zu vergucken, weil es am Ende auch nichts bringt, außer ein hübsches Äußeres des Wohnumfeldes. Ich habs satt, dass ich es satt habe, dass ich aus dem Konsum aussteigen möchte. Dazu habe ich Kunden satt, die pünktliches und zeitnahes Zahlen von Rechnungen scheinbar spießig finden. Weihnachten habe ich schon lange satt, weil die tolle Familie drumherum fehlt. Nehme mir jährlich aufs Neue vor, Weihnachten zu einem Fest mit Freunden zu machen, was die super finden. Bis wir alle wieder einzeln bei unseren verkrachten Familien sitzen und nach dem dritten Rotwein dem Korken schwören "nächstes Jahr aber, da bin ich im Urlaub!".
Jaja.
Dann habe ich es satt, dass bei all den tollen Dingen keine Zeit zum Schreiben bleibt. Wohin mit all den Gedanken, die hier ihr Heim haben, ein Wohnrecht, ihre letzte Zufluchtstätte?
Außerdem bin ich schwer scheinschwanger, was mit einem Hund aus Sardinien seinen Anlauf nahm, über einen schwarzen Mops aus Kaiserslautern seinen weiteren Lauf nahm, und momentan mit sporadischen (täglichen) Klicks auf Tierschutzseiten so dahin tröpfelt. Ich sehe den Nachbarn heimlich und mit nach vorne geschobener Unterlippe zu, wie sie Abends alle in Gummistiefeln und mit fröhlichen Hunden die Häuser verlassen. Man sieht ihnen an, dass sie sich alle schon auf die Zeit nach dem Spaziergang freuen, die Küchenfenster allerorts hell erleuchtet, es duftet nach Speck, nach Zwiebeln, nach Minestrone und nach Gemütlichkeit. Ich, die scheinschwangere, möchte auch stöhnen, sagen, herrjeh, was ein mieses Wetter draußen, aber muss ja, um dann in die Gummistiefel zu schlüpfen, den Hund in die lachenden Augen (und die randvolle Blase dahinter) sehen und sagen, komm jetzt, raus hier.
Außerdem habe ich es satt, dass Jobs abgesagt werden, kurzfristig, ich habs satt, nicht für ein halbes bis ein Jahr nach Kanada gehen zu können, weil ich keine Zahnärztin bin, und/oder über keinen Reichtum verfüge, der ansonsten das Ticket für einen guten Versuch wäre.
Ansonsten alles total gut, wirklich. Eine Eröffnung folgt der nächsten, die nächste kann ich sogar hier erzählen, und die ist Ende des Monats in dieser schönen Düsselstadt.
Dazu habe ich Yoga zurück entdeckt, und zwar richtiges Yoga, kein 45minütiges Fitnessstudiogebiege mit einem nebenan wummernden Spinningkurs, sondern das komplette Paket mit Chanten, Pranayama-Atmung, biegen und lächeln. Das bedeutet, ich habe endlich wieder eine Energiequelle für mich entdeckt, die funktioniert, und ich sitze dort wie auch hier meinem liebsten Elefanten gegenüber. Ganesha lächelt mich an, wenn ich mir zweifach um die Knie gewickelt durch die Beine sehe und dabei das atmen nicht vergessen sollte.
Immerhin schläft man viel in diesen dunklen Zeiten, und ich wende mich wieder der Arbeit zu, die mich ungeduldig am Ärmel zuppelt. Eine Pressemappe voll Text. Für Umme, weil Projekt.
Sonntag, 7. November 2010
Jeden Monat eine Eröffnung einer fertig gemachten Baustelle?
Geht.
Und Sonntags in aller Früh' singt Herr White one-two-three, und die Tage ziehen ins Land, die Nächte fast traumhaft lang, und am Ende der heutigen Liste steht ein Wunsch.
Geht.
Und Sonntags in aller Früh' singt Herr White one-two-three, und die Tage ziehen ins Land, die Nächte fast traumhaft lang, und am Ende der heutigen Liste steht ein Wunsch.
Freitag, 29. Oktober 2010
Ganesha.

Donnerstag, 28. Oktober 2010
Gerade jetzt:
Frisch von der Kaltmamsell übernommen, und mit mir ausgefüllt. Ich mag diese kleinen Bestandsaufnahmen. Man kann sie dann nachlesen, in einiger Zeit.
*
Ich lese … Frank McCourt sein "Ein rundherum tolles Land", die Fortsetzung von "Die Asche meiner Mutter".
Ich trage … viel zu viel schwarz dieser Tage. Zeit für Blumen im Kopf und grelle Strümpfe.
Ich habe … Schlafstörungen und verfrühten Winterspeck.
Ich höre … Kater Hugo Ganesha anmiauen und die Beatles. Get back.
Ich trinke … kalt gewordenen Milchkaffee.
Ich esse … zu viel aktuell, was an meinem Schlafmangel liegt. Und kein Fleisch mehr seit Mitte August (nein, ich hab "Tiere essen" noch nicht gelesen.)
Ich stehe … fragend vor mir selbst.
Ich gehe … voran.
Ich lache … wenn es sein muss. Ansonsten aus vollem Herzen.
Ich sehe … viel zu viel. Möchte gerne mal wieder optisch ausruhen und nur auf Dünen, Sand und Meer gucken. Nichts was aufregt, nur ruhig werden lässt. Dazu Möwengelächter.
Ich mag … mal wieder mittig sein.
Ich schreibe … viel zu wenig, viel zu wenig.
Ich weiß …, das alles gut wird.
Ich möchte … mir sicher sein (Punkt über diesem)!
*
Ich lese … Frank McCourt sein "Ein rundherum tolles Land", die Fortsetzung von "Die Asche meiner Mutter".
Ich trage … viel zu viel schwarz dieser Tage. Zeit für Blumen im Kopf und grelle Strümpfe.
Ich habe … Schlafstörungen und verfrühten Winterspeck.
Ich höre … Kater Hugo Ganesha anmiauen und die Beatles. Get back.
Ich trinke … kalt gewordenen Milchkaffee.
Ich esse … zu viel aktuell, was an meinem Schlafmangel liegt. Und kein Fleisch mehr seit Mitte August (nein, ich hab "Tiere essen" noch nicht gelesen.)
Ich stehe … fragend vor mir selbst.
Ich gehe … voran.
Ich lache … wenn es sein muss. Ansonsten aus vollem Herzen.
Ich sehe … viel zu viel. Möchte gerne mal wieder optisch ausruhen und nur auf Dünen, Sand und Meer gucken. Nichts was aufregt, nur ruhig werden lässt. Dazu Möwengelächter.
Ich mag … mal wieder mittig sein.
Ich schreibe … viel zu wenig, viel zu wenig.
Ich weiß …, das alles gut wird.
Ich möchte … mir sicher sein (Punkt über diesem)!
Mittwoch, 20. Oktober 2010
Ich würd' so gern weitertippen, aber das Leben lässt mich nicht.
Dazwischen Musik, Rotwein, ein fast voller Mond und ein Gigant, voll mit Arbeit. Grüße von der Krake Lu, mit jedem Arm auf einer Hochzeit tanzend und frisch in einen Mops verliebt. Date in knapp zwei Wochen. Stay tuned for more happy days! Bussi.
Dazwischen Musik, Rotwein, ein fast voller Mond und ein Gigant, voll mit Arbeit. Grüße von der Krake Lu, mit jedem Arm auf einer Hochzeit tanzend und frisch in einen Mops verliebt. Date in knapp zwei Wochen. Stay tuned for more happy days! Bussi.
Montag, 11. Oktober 2010
07.09.2009 - An den Wurzeln der Pommes Frites.
Prince Edward Island (P.E.I.)
24°, Sonne
Quasi zehn Stunden wie eine uneheliche Tochter von Lady Diana geschlafen. Leider fiel das Frühstück aus Gründen des Feiertages komplett und gründlich aus. Alles hatte geschlossen, und somit machten M. und ich und über die Reste aus dem Kofferraum vor der nächsten Wanderung her. Altes Brot und rote Äpfel, dazu blauer Himmel und eine gefühlt leere Insel. Der kanadische Labour-Day-Mensch schläft offensichtlich gerne mal tüchtig aus.
#
Ganz P.E.I. scheint aus rotem Sand, roter Erde und Kartoffelanbau zu bestehen. Sie ist typisch flach und offensichtlich das Sylt der Kanadier. Viele Golfer in reifem Alter, viel Tweed und dicke Autos. Ebenfalls viel Ruhe. Frage mich, wo die ganzen Biker von der Fähre hin sind, sie und ihre Jelly Beans Tütchen. Vielleicht stehen sie längst in bequemer, karierter Freizeitkleidung in der Meeresbrise und verbessern ihr Handicap?
Fahren Küstenmeile um Küstenmeile, kurz vor dem Hungertod, dann endlich ein Restaurant mit dem Schild OPEN an der Tür. An einem Ort, wo man weder ein Restaurant noch einen Menschen erwartet hätte. An einem Ort, der nur aus Lobster-Reusen und verlassenen Fischerhütten besteht. Noch nicht einmal ein bellender Hund in der Nähe, und den obligatorischen bellenden Hund hat man normalerweise immer. Überall.
Unsere Kellnerin ist eine von den First Nations, wie man die kanadischen Ureinwohner/Indianer politisch korrekt nennt. Sie heißt Leeta, ist herb, kaut Kaugummi, sagt nicht "Darling" sondern "Hi Folks" und trägt ein wunderschönes Armband. Ich mag sie auf Anhieb, halte ich eh schon die ganzen Tage Ausschau nach Reservaten, Kunsthandel, etc.
Dann mein erstes Mal: Pommes aus Süßkartoffeln. Yum!
#

Den Rest des Tages noch mehr Automeilen, noch mehr roter Sand, eine echt tolle Bucht und ein herber Rückschlag in Sachen Abendessen in einem Laden namens "Cardigan Lobster Suppers".
Hummer ist kanadisches Ostküstennationalgericht. Es gibt ihn überall, überall drin, und aus allen Ecken und von allen Schildern lachen einem Comic-Lobster entgegen, die scheinbar alle ganz wild darauf sind, endlich in heißes Wasser geschmissen zu werden, und dann rein in den Mensch.
Es gibt bei Mc Donalds den McLobster, Subway kontert mit dem LobSub, es gibt das Lobster-Supper gefühlt an jeder Tankstelle, und Hey (Hi Folks!), das Beste daran ist:
Ich esse gar keine Hummer.
Egal, das ist die Insel der Kartoffeln, die liefern überall hin, damit die Pommes-Frites-Versorgung ganz Kanadas keine Schwankungen erlebt, zur Not grill ich mir die im heimischen Gaskamin.
Apropos Kamin.
Im Cottage dann einen Bio-Wein geköpft, vor dem Feuer gelungert und die kommenden Tage geplant. Dazu lief im TV "Cake Boss".
Der Prinz ist übrigens immer noch da, vier Häuser weiter. Der spielt grad mit seinen Bodyguards Fussball auf der Wiese, und alle Versuche, tolle Photos zu machen, die uns das nächste Jahr eventuell finanziell versorgt hätten, werden von den Lichtverhältnissen und M. vereitelt, der mich an den Füssen durchs Fenster zurück ins Haus gezerrt hat. Meine Paparazza-Karriere dauerte also exakt ein Glas Rotwein (Mut) und 4 Minuten (schlecht getarnt und ausgerüstet).
#
PS: An dem Strand auf dem Bild wild schwimmen gewesen. Was ihr unbedingt mal machen müsst: Durchs Meer toben und dann vom Partner immer hören "Da, neben Dir, da ist ein Seehund! DA!" und ihn nicht entdecken können, weil entweder falsche Richtung (Hey, das Meer besteht schließlich aus vier Seiten, schwimmt man drin herum!), oder Salzwasser in beiden Augen, oder er grad mit dem Kopf unter Wasser, wenn ich Oberwasser hatte und umgekehrt. Jedenfalls kann ich stolz verkünden, dass ich mit einem Seehund geplanscht habe, auch wenn ich ihm nicht persönlich Hallo (Hi Folks!) sagen konnte, und M. hätte mich sicher am liebsten kräftig untergedippt, weil ich seine Anweisungen (DA! DAAA!) nicht verstanden habe und somit dumm sterben muss.
#
Bilder zum Tag hier, der Food-Report hier.
24°, Sonne
Quasi zehn Stunden wie eine uneheliche Tochter von Lady Diana geschlafen. Leider fiel das Frühstück aus Gründen des Feiertages komplett und gründlich aus. Alles hatte geschlossen, und somit machten M. und ich und über die Reste aus dem Kofferraum vor der nächsten Wanderung her. Altes Brot und rote Äpfel, dazu blauer Himmel und eine gefühlt leere Insel. Der kanadische Labour-Day-Mensch schläft offensichtlich gerne mal tüchtig aus.
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Ganz P.E.I. scheint aus rotem Sand, roter Erde und Kartoffelanbau zu bestehen. Sie ist typisch flach und offensichtlich das Sylt der Kanadier. Viele Golfer in reifem Alter, viel Tweed und dicke Autos. Ebenfalls viel Ruhe. Frage mich, wo die ganzen Biker von der Fähre hin sind, sie und ihre Jelly Beans Tütchen. Vielleicht stehen sie längst in bequemer, karierter Freizeitkleidung in der Meeresbrise und verbessern ihr Handicap?
Fahren Küstenmeile um Küstenmeile, kurz vor dem Hungertod, dann endlich ein Restaurant mit dem Schild OPEN an der Tür. An einem Ort, wo man weder ein Restaurant noch einen Menschen erwartet hätte. An einem Ort, der nur aus Lobster-Reusen und verlassenen Fischerhütten besteht. Noch nicht einmal ein bellender Hund in der Nähe, und den obligatorischen bellenden Hund hat man normalerweise immer. Überall.
Unsere Kellnerin ist eine von den First Nations, wie man die kanadischen Ureinwohner/Indianer politisch korrekt nennt. Sie heißt Leeta, ist herb, kaut Kaugummi, sagt nicht "Darling" sondern "Hi Folks" und trägt ein wunderschönes Armband. Ich mag sie auf Anhieb, halte ich eh schon die ganzen Tage Ausschau nach Reservaten, Kunsthandel, etc.
Dann mein erstes Mal: Pommes aus Süßkartoffeln. Yum!
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Den Rest des Tages noch mehr Automeilen, noch mehr roter Sand, eine echt tolle Bucht und ein herber Rückschlag in Sachen Abendessen in einem Laden namens "Cardigan Lobster Suppers".
Hummer ist kanadisches Ostküstennationalgericht. Es gibt ihn überall, überall drin, und aus allen Ecken und von allen Schildern lachen einem Comic-Lobster entgegen, die scheinbar alle ganz wild darauf sind, endlich in heißes Wasser geschmissen zu werden, und dann rein in den Mensch.
Es gibt bei Mc Donalds den McLobster, Subway kontert mit dem LobSub, es gibt das Lobster-Supper gefühlt an jeder Tankstelle, und Hey (Hi Folks!), das Beste daran ist:
Ich esse gar keine Hummer.
Egal, das ist die Insel der Kartoffeln, die liefern überall hin, damit die Pommes-Frites-Versorgung ganz Kanadas keine Schwankungen erlebt, zur Not grill ich mir die im heimischen Gaskamin.
Apropos Kamin.
Im Cottage dann einen Bio-Wein geköpft, vor dem Feuer gelungert und die kommenden Tage geplant. Dazu lief im TV "Cake Boss".
Der Prinz ist übrigens immer noch da, vier Häuser weiter. Der spielt grad mit seinen Bodyguards Fussball auf der Wiese, und alle Versuche, tolle Photos zu machen, die uns das nächste Jahr eventuell finanziell versorgt hätten, werden von den Lichtverhältnissen und M. vereitelt, der mich an den Füssen durchs Fenster zurück ins Haus gezerrt hat. Meine Paparazza-Karriere dauerte also exakt ein Glas Rotwein (Mut) und 4 Minuten (schlecht getarnt und ausgerüstet).
#
PS: An dem Strand auf dem Bild wild schwimmen gewesen. Was ihr unbedingt mal machen müsst: Durchs Meer toben und dann vom Partner immer hören "Da, neben Dir, da ist ein Seehund! DA!" und ihn nicht entdecken können, weil entweder falsche Richtung (Hey, das Meer besteht schließlich aus vier Seiten, schwimmt man drin herum!), oder Salzwasser in beiden Augen, oder er grad mit dem Kopf unter Wasser, wenn ich Oberwasser hatte und umgekehrt. Jedenfalls kann ich stolz verkünden, dass ich mit einem Seehund geplanscht habe, auch wenn ich ihm nicht persönlich Hallo (Hi Folks!) sagen konnte, und M. hätte mich sicher am liebsten kräftig untergedippt, weil ich seine Anweisungen (DA! DAAA!) nicht verstanden habe und somit dumm sterben muss.
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Bilder zum Tag hier, der Food-Report hier.
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