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Samstag, 26. Juni 2010
Heute, da habe ich mich für zwei Stunden so dolle aufgeregt (gossensprl.: uffjerecht), dass ich dachte, dass muss ich jetzt mal direkt bloggen.
Direkt hat ja schon einmal gar nicht geklappt, weil da kamen Telefonate (verpasste und zurück gerufene) zu hungrigen Katzen (Altkatz frisst seit zwei Wochen nur frisches, warmes Hühnchen aus dem Ofen.
Rezept: Knallfrische Hühnerteile mit ein wenig mildem Paprikapulver bestäuben, Rapsöl drüber und dann für 60 - 90 Minuten bei 170 Grad im Ofen dörren lassen und das letzte Leben ausgrillen. Danach handwarm ohne alles der Katze in mundgerechten Happen am Lieblingskissen servieren)
und prompt war es 22 Uhr, und huch.
Naja, jedenfalls war es heute so: Ich auf der Suche nach einem Teilzeitjob, der zwei Tage die Woche dauern darf und die Sommerpause der mauen 'mache was mit Medien'- Jobs mit Leben und Moneten füllen soll. Seh da so ne Anzeige bei meineStadt.de, von Anfang Juni. Eine Fachkraft ist gesucht, wie ich es gelernt hatte, dolle Zeugnisse, Arbeit aus dem Schlaf, da dachte ich mir, da meld ich mich mal. Kurzprofil meiner einer geschickt, mit dem Hinweis, falls Profil ansprechend und Stelle noch frei, dann würde ich mich gerne ausführlich vor- wie darstellen. Zwei Stunden später ein Rückruf der Leiterin, sie wäre ja voll neugierig und ob ich mich heute noch vorstellen könnte, weil wär grad Endrunde und sie fände mein Profil und alles so töfte. Ich arrangiere den ganzen Tag um, wühle angegilbte Zeugnisse von Anno dazumal raus, von denen ich dachte, die bräuchte ich NIE wieder. Dachteste! Fahr da hin, nachdem ich bemerkte, das ich nach 2,5 Jahren Selbständigkeit keine einzige neutrale Klamotte mehr im Schrank besitze, aber Wurst, weil ist ja nur ein Teilzeitjob in meinem Lernberuf.
Eine halbe Stunde später sitze ich in einer leicht spack sitzenden Jeans vier Psychologen gegenüber und zuppel an meiner Bluse.
Ja, das alles hätte ich mal gelernt, Nein, warum ich ein ausreichend in Wirtschaft&Soziales bei der Prüfung hatte, ist mir nach 20 Jahren + auch ein Rätsel, ja, ich bin mit Buchführung vertraut, spreche fließend Englisch, nein, ich habe Ausbildung damals bei zwei Fachrichtungen gemacht, ja, ich kann alle gängigen Programme, habe die letzten 12 Zertifizierungen, die meine Selbständigkeit begleiten, dazu gelegt, doch, ich arbeite zweigleisig, ja, Ernährungsberatung und Training geht super mit kreativer Arbeit im Hafenbureau, ja, ich kann EKG und EEG, aber wofür jetzt genau?
Lange Rede, kurzer Sinn: Gesucht war eine Fachkraft in einer quasi privaten Klinik moderner Medizin, die übergreifend arbeiten, und was wollten sie zahlen?
10 Euro die Stunde.
14 Ärzte und Psychologen.
10 Euro die Stunde.
Ich habe die Chance der Minute genutzt und gesagt, dass selbst die Reinigungskraft unserer kleinen Bürogemeinschaft weitaus mehr bekommt, dass Arbeit anerkannt werden sollte (durch Gehalt!) und das allen gut tut, und die dann so, ja, es wäre ja auch interessant, weil ich ja Ernährungsberatung mache, sie machen ja Metabolic Balance, und dann habe ich noch etwas mehr ausgeholt, weil war ja eh nix mehr zu verlieren ...
Mir geht das alles gerade so auf die Nerven, dieses Durchhalten der eigenen Moral, das monatliche Anstemmen gegen diesen Preisirrsinn, und die eigene Gesinnung bezahlt einem nicht die Tierarztrechnungen für den Altkatz, die ganz einfach ganz hoch gestellt sind.
Sorry, dieser Freitag ist dem Rant gewidmet, weil ich so sauer bin, das mich jemand, mit all meinen Ausbildungen, Erfahrungen und Skillz, für 10 Euro die Stunde mit dem Teufel tanzen lassen will (Metabolic Balance Scheiß). In der Zeit hätte ich einen Artikel schreiben, meinen Garten jähten und eine Volldusche genießen können. Ich hasse Zeitverschwendung und Ärger.
Falls jemand mitliest, der das braucht:
Suche mind. in den Sommermonaten 2 x pro Woche ganztags einen Teilzeitjob. Muss 'nur' in irgendeiner Weise ansprechend sein, mit Tieren, Menschen, Pflanzen oder Text zu tun haben, und angemessen entlohnt werden. Angemessen. Nicht in Diamanten aufgewogen. Falls toll, gerne auch langfristig, muss aber mit meinen fünf anderen Arbeiten kompatibel sein, weil die lieb ich auch.
Genug des Grams, das Leben ist kurz genug. Habt ihr Fussball geguckt? Ist das eine schräge WM? Es ist meine 6., und ich habe heute gesagt, wenn Deutschland auch noch fliegen sollte, dann guck ich nicht mehr. Selten so wenig Spaß gehabt.
In diesem Sinne: Schlaft ruhig. Morgen ist auch noch Zeit für Elend.
PS: Die Tage gelernt, warum ich hier so gerne lebe: Gerresheim war vor ca. 23 Mio Jahren Nordseeküste. Der Sandberg hier direkt ums Eck erzählt die Geschichte, und ich sag noch immer 'Der Himmel hier, der ist blauer als anderswo im Düsseldorf!'.
Intuition Baby. Und dann Muscheln im Garten, und nicht wissen woher.
Direkt hat ja schon einmal gar nicht geklappt, weil da kamen Telefonate (verpasste und zurück gerufene) zu hungrigen Katzen (Altkatz frisst seit zwei Wochen nur frisches, warmes Hühnchen aus dem Ofen.
Rezept: Knallfrische Hühnerteile mit ein wenig mildem Paprikapulver bestäuben, Rapsöl drüber und dann für 60 - 90 Minuten bei 170 Grad im Ofen dörren lassen und das letzte Leben ausgrillen. Danach handwarm ohne alles der Katze in mundgerechten Happen am Lieblingskissen servieren)
und prompt war es 22 Uhr, und huch.
Naja, jedenfalls war es heute so: Ich auf der Suche nach einem Teilzeitjob, der zwei Tage die Woche dauern darf und die Sommerpause der mauen 'mache was mit Medien'- Jobs mit Leben und Moneten füllen soll. Seh da so ne Anzeige bei meineStadt.de, von Anfang Juni. Eine Fachkraft ist gesucht, wie ich es gelernt hatte, dolle Zeugnisse, Arbeit aus dem Schlaf, da dachte ich mir, da meld ich mich mal. Kurzprofil meiner einer geschickt, mit dem Hinweis, falls Profil ansprechend und Stelle noch frei, dann würde ich mich gerne ausführlich vor- wie darstellen. Zwei Stunden später ein Rückruf der Leiterin, sie wäre ja voll neugierig und ob ich mich heute noch vorstellen könnte, weil wär grad Endrunde und sie fände mein Profil und alles so töfte. Ich arrangiere den ganzen Tag um, wühle angegilbte Zeugnisse von Anno dazumal raus, von denen ich dachte, die bräuchte ich NIE wieder. Dachteste! Fahr da hin, nachdem ich bemerkte, das ich nach 2,5 Jahren Selbständigkeit keine einzige neutrale Klamotte mehr im Schrank besitze, aber Wurst, weil ist ja nur ein Teilzeitjob in meinem Lernberuf.
Eine halbe Stunde später sitze ich in einer leicht spack sitzenden Jeans vier Psychologen gegenüber und zuppel an meiner Bluse.
Ja, das alles hätte ich mal gelernt, Nein, warum ich ein ausreichend in Wirtschaft&Soziales bei der Prüfung hatte, ist mir nach 20 Jahren + auch ein Rätsel, ja, ich bin mit Buchführung vertraut, spreche fließend Englisch, nein, ich habe Ausbildung damals bei zwei Fachrichtungen gemacht, ja, ich kann alle gängigen Programme, habe die letzten 12 Zertifizierungen, die meine Selbständigkeit begleiten, dazu gelegt, doch, ich arbeite zweigleisig, ja, Ernährungsberatung und Training geht super mit kreativer Arbeit im Hafenbureau, ja, ich kann EKG und EEG, aber wofür jetzt genau?
Lange Rede, kurzer Sinn: Gesucht war eine Fachkraft in einer quasi privaten Klinik moderner Medizin, die übergreifend arbeiten, und was wollten sie zahlen?
10 Euro die Stunde.
14 Ärzte und Psychologen.
10 Euro die Stunde.
Ich habe die Chance der Minute genutzt und gesagt, dass selbst die Reinigungskraft unserer kleinen Bürogemeinschaft weitaus mehr bekommt, dass Arbeit anerkannt werden sollte (durch Gehalt!) und das allen gut tut, und die dann so, ja, es wäre ja auch interessant, weil ich ja Ernährungsberatung mache, sie machen ja Metabolic Balance, und dann habe ich noch etwas mehr ausgeholt, weil war ja eh nix mehr zu verlieren ...
Mir geht das alles gerade so auf die Nerven, dieses Durchhalten der eigenen Moral, das monatliche Anstemmen gegen diesen Preisirrsinn, und die eigene Gesinnung bezahlt einem nicht die Tierarztrechnungen für den Altkatz, die ganz einfach ganz hoch gestellt sind.
Sorry, dieser Freitag ist dem Rant gewidmet, weil ich so sauer bin, das mich jemand, mit all meinen Ausbildungen, Erfahrungen und Skillz, für 10 Euro die Stunde mit dem Teufel tanzen lassen will (Metabolic Balance Scheiß). In der Zeit hätte ich einen Artikel schreiben, meinen Garten jähten und eine Volldusche genießen können. Ich hasse Zeitverschwendung und Ärger.
Falls jemand mitliest, der das braucht:
Suche mind. in den Sommermonaten 2 x pro Woche ganztags einen Teilzeitjob. Muss 'nur' in irgendeiner Weise ansprechend sein, mit Tieren, Menschen, Pflanzen oder Text zu tun haben, und angemessen entlohnt werden. Angemessen. Nicht in Diamanten aufgewogen. Falls toll, gerne auch langfristig, muss aber mit meinen fünf anderen Arbeiten kompatibel sein, weil die lieb ich auch.
Genug des Grams, das Leben ist kurz genug. Habt ihr Fussball geguckt? Ist das eine schräge WM? Es ist meine 6., und ich habe heute gesagt, wenn Deutschland auch noch fliegen sollte, dann guck ich nicht mehr. Selten so wenig Spaß gehabt.
In diesem Sinne: Schlaft ruhig. Morgen ist auch noch Zeit für Elend.
PS: Die Tage gelernt, warum ich hier so gerne lebe: Gerresheim war vor ca. 23 Mio Jahren Nordseeküste. Der Sandberg hier direkt ums Eck erzählt die Geschichte, und ich sag noch immer 'Der Himmel hier, der ist blauer als anderswo im Düsseldorf!'.
Intuition Baby. Und dann Muscheln im Garten, und nicht wissen woher.
Dienstag, 22. Juni 2010
Montag, 21. Juni 2010
Der Rechner, oder auch 'die Schnappe' genannt, liegt immer noch lahm, und alles ist so beschwerlich was mit Dingen zu tun hat, die man nun mit dem Rechner macht. Also der Schnappe. Eventuell diese Woche, so England will, und was das England damit zu tun hat, und London nicht, das vielleicht bei miesem Wetter mal.
Apropos Wetter.
Da las ich im Mai "Die Asche meiner Mutter" weg. Viel zu spät, wie ich mich selber durchgehend anmeckerte.
Was für ein tolles Buch!
Was für eine scheiß Kindheit!
Was für eine tolle schmutzige Sprache! (Danke Harry!)
Falls ihr es noch nicht getan habt, dann lest dieses Buch, und für euch und eure Gesundheit am besten bevor Herbst und Winter ist, weil da ist es andauernd feucht, und das erträgt man als gefesselter Leser besser mit Sonne. Nebenwirkung: Man hat andauernd Böckchen auf übersüssten schwarzen Tee und Stulle mit Marmelade.
Wegen der Fragen: Dem Altkatz gehts mal so, und dann mal so.
Im Normalfall okay, wenig Appetit (Böckchen), aber munter dabei.
Letzte Woche dachte ich mal wieder, der Sensemann kommt näher.
Die Tierärztin guckte so, der Mann meinte, irgendwann stirbt er halt und ich hab mich kirre machen lassen und egal was der Katz gemacht hat, also so mit Spaß, hab ich direkt gedacht, vielleicht das letzte Mal und dann alles nass geheult. Das hab ich zwei Tage durchgehalten, dann war mir das zu bunt und ich bin aufgestanden, hab gesagt 'Und? wie gehts?' und der Katz guckte klaren Auges zurück, und ich sagte Okay, heute wird nicht gestorben, also alles gut, dann müssen wir auch nicht heulen.
Beste Taktik bei 17jährigen. Den Dienstag, wo er eine Droge bekam die Hunger machte, die lass ich jetzt mal aus, ausser dem Telefonat mit der Tierärztin wo ich sagte 'Der benimmt sich als wäre er 2 und total besoffen!' (incl. einem wankenden Katz, der in den Garten heizt, sich am Fliederbaum wetzt und laut in die Natur prollt, Irmas Oberschenkel begattet und alles frisst, was nicht bei drei weg ist. PS: Die Fresswirkung war gewollt, der Rest Nebenwirkung und auf dem Beipackzettel als 'Euphorie und Benommenheit' ausgezeichnet.)
Wir sind alle wieder okay.
Dann die Obdachlose heute, die über die Straße ging und Chanel-Jäckchen trug. Ein echtes, leicht gezeichnet vom Leben.
Dinge gibts, und die immer und immer wieder.
Immer wieder stehe ich plötzlich völlig erstaunt vor einem Bild und denke 'Wow!'.
Ihr auch. Ich weiß das.
Apropos Wetter.
Da las ich im Mai "Die Asche meiner Mutter" weg. Viel zu spät, wie ich mich selber durchgehend anmeckerte.
Was für ein tolles Buch!
Was für eine scheiß Kindheit!
Was für eine tolle schmutzige Sprache! (Danke Harry!)
Falls ihr es noch nicht getan habt, dann lest dieses Buch, und für euch und eure Gesundheit am besten bevor Herbst und Winter ist, weil da ist es andauernd feucht, und das erträgt man als gefesselter Leser besser mit Sonne. Nebenwirkung: Man hat andauernd Böckchen auf übersüssten schwarzen Tee und Stulle mit Marmelade.
Wegen der Fragen: Dem Altkatz gehts mal so, und dann mal so.
Im Normalfall okay, wenig Appetit (Böckchen), aber munter dabei.
Letzte Woche dachte ich mal wieder, der Sensemann kommt näher.
Die Tierärztin guckte so, der Mann meinte, irgendwann stirbt er halt und ich hab mich kirre machen lassen und egal was der Katz gemacht hat, also so mit Spaß, hab ich direkt gedacht, vielleicht das letzte Mal und dann alles nass geheult. Das hab ich zwei Tage durchgehalten, dann war mir das zu bunt und ich bin aufgestanden, hab gesagt 'Und? wie gehts?' und der Katz guckte klaren Auges zurück, und ich sagte Okay, heute wird nicht gestorben, also alles gut, dann müssen wir auch nicht heulen.
Beste Taktik bei 17jährigen. Den Dienstag, wo er eine Droge bekam die Hunger machte, die lass ich jetzt mal aus, ausser dem Telefonat mit der Tierärztin wo ich sagte 'Der benimmt sich als wäre er 2 und total besoffen!' (incl. einem wankenden Katz, der in den Garten heizt, sich am Fliederbaum wetzt und laut in die Natur prollt, Irmas Oberschenkel begattet und alles frisst, was nicht bei drei weg ist. PS: Die Fresswirkung war gewollt, der Rest Nebenwirkung und auf dem Beipackzettel als 'Euphorie und Benommenheit' ausgezeichnet.)
Wir sind alle wieder okay.
Dann die Obdachlose heute, die über die Straße ging und Chanel-Jäckchen trug. Ein echtes, leicht gezeichnet vom Leben.
Dinge gibts, und die immer und immer wieder.
Immer wieder stehe ich plötzlich völlig erstaunt vor einem Bild und denke 'Wow!'.
Ihr auch. Ich weiß das.
Dienstag, 15. Juni 2010
Off the Hook.
Wenigstens bekomme ich ab und an doch ein wenig Zeit und Hirnschmalz vom Herrn, um Termine nicht zu versäumen und ein paar Sätze zu zimmern. Die 6. Ausgabe vom feinen und gänzlich anderen Angelmagazin HOOK ist seit heute draußen, und meine Kolumne 'Off the Hook' spielt dieses Mal in Betten und Gebüschen.

Viel Spaß, und nicht nur das wunderschöne Cover gucken!

Viel Spaß, und nicht nur das wunderschöne Cover gucken!
Sonntag, 30. Mai 2010
Ende Mai, oder "Im Mai, da war plötzlich Sonne."
Zwitterland, zwischen Tagebuchanspruch (retro 2005) und Technikgau. Keiner glaubt, wie meine technischen Umstände grad sind, und das ist fast gut so.
(Nur einer hinter den sieben Bergen bei Dortmund, bei keinerlei Zwergen, und der sorgt sich jetzt auch.)
Was war? Chronologisch quasi so:
Der Altkatz hat Frühling und einen kompletten lunaren Zyklus ohne Brechgau. Ich sag an einem Freitag den 21. gegen 20 Uhr beim Mahl zum Mann, guck, Tin-Tin hat vergessen, dass er krank ist. Er hat seit genau einem Monat keinen Brechgau mehr hingelegt.
Zwei Stunden später sitze ich auf allen Vieren, wische den Boden auf, schrubbe das Körbchen mit Shampoo und der Katz, der Besagte, der liegt platt und hechelnd am Fenster, leergespuckt und arm.
Göttin sei dank weiß ich ja, wie ich ihn da wieder rausbekomme.
(CNI-Katzen-Fragen gerne an mich, ich könnte mittlerweile eine Diplomarbeit drüber schreiben.)
Dann war da Arbeit, Abwechslungsreich und doll. Viel Zeit nimmt das ein, viel Herzblut auch, und trotz aller Liebe muss ich da mal Umgestalten, Filtern, Zentrieren, das alles frisst mich auf, sagt meine Ärztin, und warum ich mich immer so reinhängen muss.
Ich bin halt keine Postbeamtin, das sag ich, und gucke traurig, weil ich weiß ja grad auch nich.
Morgen, das nehm ich mir aktuell vor, morgen mach ich ein Flip-Chart frisch voll und guck mal, aber dann fällt mir ein, dass doch morgen mein Food-Camp in der KITA ist, hinter den sieben Bergen mit zehn Zwergen. Und die sind alle so herzallerliebst und sekundenlang auch schlimm. Aber süß.
Dienstag. Nach der Physiotherapie die ich mir gönn', weil natürlich macht der Körper Ärger. Dienstag mach ich einen Zettel. Nur für mich, rein über mich, und dann werden wir ja sehen. Bucket-List, Baby. Am Ende haben wir nur dieses eine Leben. (Und dann?)
Großbrand vor der Türe. Ich die Feuerwehr gerufen.
Ich über Stunden Sorge für einen fremden Hund getragen, obwohl der eh immer arm dran ist, so als Hofhund. Der stationäre Radiosender ruft mich als "Großbrand-Nachbarin" aus und nimmt meine Bilder. Im Haus ist es heiß, trotz geschlossener Fenster und ich weiß genau, wo die Katzenkörbe im Keller stehen, falls wir raus müssen.
Was denn noch?
Am nächsten Morgen ist der Garten verseucht, die Pferdekoppeln, die Gärten der Nachbarn, die Lacke der Autos, auch unseres, grad vier Tage neu, fleckt vor sich hin. Welch Taufe, welch Name kann da nur passen? M. sagt, nach Auto 'Ügo sieht es nach einem Weibchen aus, er will Aurelie, und ich weiß nicht. Bis heute nicht.
Auto 'Ügo wurde am Meer getauft, so richtig mit Meeresschlonz aus Salz und Algen, aber Auto X? Mit Salpetersäure vom Löschschaum? Wir werden sehen.
Im Garten das Holzteil eingerissen, im Garten einen Schirm hingestellt, vorab brachte M. einen Virus ins Haus, der bei im die Tonsillen, und bei mir Stimmbänder und Bronchien lahm legten. Vier Tage keine Stimme, zwei Nächte kein Schlaf wegen Husten, und immer wieder die Frage, warum arbeite ich noch, wo ich doch ruhen sollte.
Flip-Chart. Morgen!
Am Ende sass ich in einem Zug nach Hamburg, Aufenthalt quasi winzig, nur eine Nacht, aber trotzdem schön. intensiv, voll, und dann hatten wir alle auch noch Wetter.
Essen im Trific. Warmer Ziegenkäse auf heißen Äpfeln, schöne Ideen und Beschnuppern, ein Cremant aufs Haus.
Im WC mit Brian, Schallplatten gucken und Rhabarber im Glas. Brian wie eine Mutter, die WG wie ein Film. Ich als Widmung in einem ersten Buch.
Umarmen vom Lieblings-Grönerchen, trinken von Resten, Geburstagen in schönen Gegenden, wo Damen am Rand stehen und eine halb rohe Bratwurst. Taxi gen Bett, ein Tee, eine BBC-Doku mit Stephen Fry, ein heißes Kirschkernkissen und acht Stunden Schlaf am Stück.
Am nächsten Tag (ein Samstag, also der gestern) richtig Wetter, und eine Seefahrt mit meinem Lieblingsseemann, auch ohne Sturm. Lebensrettung gegen Ende durch Apfelsaft beim immer besuchswürdigen Krüger von Feinkunst Krüger, ein bis fünf Photos, der Grimm, nicht mehr Zeit zu haben für mehr Kunst, Wörter und Bier bei Sonne, und dann Zugfahrten, wo man endlich mal zum lesen kommt.
Vergessen wurden Dinge wie Handwerksarbeit, Gedanken über Häuser von der Kirche rein mit Pacht, verwesenden Dingen im Kamin, und der 5fach gejährte Todestag von Papa.
5 Jahre. Irre.
Fazit: Ich brauche einen Monatsabschluss wie Liz, Stiefel für den Sommer und am Dienstag Zeit für mein Leben.
Lied des Tages:
PS: Wolfmother, diese quasi-Götter mit Wah-Wah, die spielen vor KISS, zum Beispiel am Montag in Hamburg (wenn ich nicht mehr da bin). Geht da mal hin, das macht bestimmt voll viel Spaß.
(Nur einer hinter den sieben Bergen bei Dortmund, bei keinerlei Zwergen, und der sorgt sich jetzt auch.)
Was war? Chronologisch quasi so:
Der Altkatz hat Frühling und einen kompletten lunaren Zyklus ohne Brechgau. Ich sag an einem Freitag den 21. gegen 20 Uhr beim Mahl zum Mann, guck, Tin-Tin hat vergessen, dass er krank ist. Er hat seit genau einem Monat keinen Brechgau mehr hingelegt.
Zwei Stunden später sitze ich auf allen Vieren, wische den Boden auf, schrubbe das Körbchen mit Shampoo und der Katz, der Besagte, der liegt platt und hechelnd am Fenster, leergespuckt und arm.
Göttin sei dank weiß ich ja, wie ich ihn da wieder rausbekomme.
(CNI-Katzen-Fragen gerne an mich, ich könnte mittlerweile eine Diplomarbeit drüber schreiben.)
Dann war da Arbeit, Abwechslungsreich und doll. Viel Zeit nimmt das ein, viel Herzblut auch, und trotz aller Liebe muss ich da mal Umgestalten, Filtern, Zentrieren, das alles frisst mich auf, sagt meine Ärztin, und warum ich mich immer so reinhängen muss.
Ich bin halt keine Postbeamtin, das sag ich, und gucke traurig, weil ich weiß ja grad auch nich.
Morgen, das nehm ich mir aktuell vor, morgen mach ich ein Flip-Chart frisch voll und guck mal, aber dann fällt mir ein, dass doch morgen mein Food-Camp in der KITA ist, hinter den sieben Bergen mit zehn Zwergen. Und die sind alle so herzallerliebst und sekundenlang auch schlimm. Aber süß.
Dienstag. Nach der Physiotherapie die ich mir gönn', weil natürlich macht der Körper Ärger. Dienstag mach ich einen Zettel. Nur für mich, rein über mich, und dann werden wir ja sehen. Bucket-List, Baby. Am Ende haben wir nur dieses eine Leben. (Und dann?)
Großbrand vor der Türe. Ich die Feuerwehr gerufen.
Ich über Stunden Sorge für einen fremden Hund getragen, obwohl der eh immer arm dran ist, so als Hofhund. Der stationäre Radiosender ruft mich als "Großbrand-Nachbarin" aus und nimmt meine Bilder. Im Haus ist es heiß, trotz geschlossener Fenster und ich weiß genau, wo die Katzenkörbe im Keller stehen, falls wir raus müssen.
Was denn noch?
Am nächsten Morgen ist der Garten verseucht, die Pferdekoppeln, die Gärten der Nachbarn, die Lacke der Autos, auch unseres, grad vier Tage neu, fleckt vor sich hin. Welch Taufe, welch Name kann da nur passen? M. sagt, nach Auto 'Ügo sieht es nach einem Weibchen aus, er will Aurelie, und ich weiß nicht. Bis heute nicht.
Auto 'Ügo wurde am Meer getauft, so richtig mit Meeresschlonz aus Salz und Algen, aber Auto X? Mit Salpetersäure vom Löschschaum? Wir werden sehen.
Im Garten das Holzteil eingerissen, im Garten einen Schirm hingestellt, vorab brachte M. einen Virus ins Haus, der bei im die Tonsillen, und bei mir Stimmbänder und Bronchien lahm legten. Vier Tage keine Stimme, zwei Nächte kein Schlaf wegen Husten, und immer wieder die Frage, warum arbeite ich noch, wo ich doch ruhen sollte.
Flip-Chart. Morgen!
Am Ende sass ich in einem Zug nach Hamburg, Aufenthalt quasi winzig, nur eine Nacht, aber trotzdem schön. intensiv, voll, und dann hatten wir alle auch noch Wetter.
Essen im Trific. Warmer Ziegenkäse auf heißen Äpfeln, schöne Ideen und Beschnuppern, ein Cremant aufs Haus.
Im WC mit Brian, Schallplatten gucken und Rhabarber im Glas. Brian wie eine Mutter, die WG wie ein Film. Ich als Widmung in einem ersten Buch.
Umarmen vom Lieblings-Grönerchen, trinken von Resten, Geburstagen in schönen Gegenden, wo Damen am Rand stehen und eine halb rohe Bratwurst. Taxi gen Bett, ein Tee, eine BBC-Doku mit Stephen Fry, ein heißes Kirschkernkissen und acht Stunden Schlaf am Stück.
Am nächsten Tag (ein Samstag, also der gestern) richtig Wetter, und eine Seefahrt mit meinem Lieblingsseemann, auch ohne Sturm. Lebensrettung gegen Ende durch Apfelsaft beim immer besuchswürdigen Krüger von Feinkunst Krüger, ein bis fünf Photos, der Grimm, nicht mehr Zeit zu haben für mehr Kunst, Wörter und Bier bei Sonne, und dann Zugfahrten, wo man endlich mal zum lesen kommt.
Vergessen wurden Dinge wie Handwerksarbeit, Gedanken über Häuser von der Kirche rein mit Pacht, verwesenden Dingen im Kamin, und der 5fach gejährte Todestag von Papa.
5 Jahre. Irre.
Fazit: Ich brauche einen Monatsabschluss wie Liz, Stiefel für den Sommer und am Dienstag Zeit für mein Leben.
Lied des Tages:
PS: Wolfmother, diese quasi-Götter mit Wah-Wah, die spielen vor KISS, zum Beispiel am Montag in Hamburg (wenn ich nicht mehr da bin). Geht da mal hin, das macht bestimmt voll viel Spaß.
Freitag, 28. Mai 2010
Nach Diktat verreist.
Hamburg.
('türlich.)
Hamburg.
('türlich.)
Sonntag, 23. Mai 2010
Und in Kürze sind die Lampions am Schiff wieder erleuchtet
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