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Dienstag, 22. Juni 2010
Montag, 21. Juni 2010
Der Rechner, oder auch 'die Schnappe' genannt, liegt immer noch lahm, und alles ist so beschwerlich was mit Dingen zu tun hat, die man nun mit dem Rechner macht. Also der Schnappe. Eventuell diese Woche, so England will, und was das England damit zu tun hat, und London nicht, das vielleicht bei miesem Wetter mal.
Apropos Wetter.
Da las ich im Mai "Die Asche meiner Mutter" weg. Viel zu spät, wie ich mich selber durchgehend anmeckerte.
Was für ein tolles Buch!
Was für eine scheiß Kindheit!
Was für eine tolle schmutzige Sprache! (Danke Harry!)
Falls ihr es noch nicht getan habt, dann lest dieses Buch, und für euch und eure Gesundheit am besten bevor Herbst und Winter ist, weil da ist es andauernd feucht, und das erträgt man als gefesselter Leser besser mit Sonne. Nebenwirkung: Man hat andauernd Böckchen auf übersüssten schwarzen Tee und Stulle mit Marmelade.
Wegen der Fragen: Dem Altkatz gehts mal so, und dann mal so.
Im Normalfall okay, wenig Appetit (Böckchen), aber munter dabei.
Letzte Woche dachte ich mal wieder, der Sensemann kommt näher.
Die Tierärztin guckte so, der Mann meinte, irgendwann stirbt er halt und ich hab mich kirre machen lassen und egal was der Katz gemacht hat, also so mit Spaß, hab ich direkt gedacht, vielleicht das letzte Mal und dann alles nass geheult. Das hab ich zwei Tage durchgehalten, dann war mir das zu bunt und ich bin aufgestanden, hab gesagt 'Und? wie gehts?' und der Katz guckte klaren Auges zurück, und ich sagte Okay, heute wird nicht gestorben, also alles gut, dann müssen wir auch nicht heulen.
Beste Taktik bei 17jährigen. Den Dienstag, wo er eine Droge bekam die Hunger machte, die lass ich jetzt mal aus, ausser dem Telefonat mit der Tierärztin wo ich sagte 'Der benimmt sich als wäre er 2 und total besoffen!' (incl. einem wankenden Katz, der in den Garten heizt, sich am Fliederbaum wetzt und laut in die Natur prollt, Irmas Oberschenkel begattet und alles frisst, was nicht bei drei weg ist. PS: Die Fresswirkung war gewollt, der Rest Nebenwirkung und auf dem Beipackzettel als 'Euphorie und Benommenheit' ausgezeichnet.)
Wir sind alle wieder okay.
Dann die Obdachlose heute, die über die Straße ging und Chanel-Jäckchen trug. Ein echtes, leicht gezeichnet vom Leben.
Dinge gibts, und die immer und immer wieder.
Immer wieder stehe ich plötzlich völlig erstaunt vor einem Bild und denke 'Wow!'.
Ihr auch. Ich weiß das.
Apropos Wetter.
Da las ich im Mai "Die Asche meiner Mutter" weg. Viel zu spät, wie ich mich selber durchgehend anmeckerte.
Was für ein tolles Buch!
Was für eine scheiß Kindheit!
Was für eine tolle schmutzige Sprache! (Danke Harry!)
Falls ihr es noch nicht getan habt, dann lest dieses Buch, und für euch und eure Gesundheit am besten bevor Herbst und Winter ist, weil da ist es andauernd feucht, und das erträgt man als gefesselter Leser besser mit Sonne. Nebenwirkung: Man hat andauernd Böckchen auf übersüssten schwarzen Tee und Stulle mit Marmelade.
Wegen der Fragen: Dem Altkatz gehts mal so, und dann mal so.
Im Normalfall okay, wenig Appetit (Böckchen), aber munter dabei.
Letzte Woche dachte ich mal wieder, der Sensemann kommt näher.
Die Tierärztin guckte so, der Mann meinte, irgendwann stirbt er halt und ich hab mich kirre machen lassen und egal was der Katz gemacht hat, also so mit Spaß, hab ich direkt gedacht, vielleicht das letzte Mal und dann alles nass geheult. Das hab ich zwei Tage durchgehalten, dann war mir das zu bunt und ich bin aufgestanden, hab gesagt 'Und? wie gehts?' und der Katz guckte klaren Auges zurück, und ich sagte Okay, heute wird nicht gestorben, also alles gut, dann müssen wir auch nicht heulen.
Beste Taktik bei 17jährigen. Den Dienstag, wo er eine Droge bekam die Hunger machte, die lass ich jetzt mal aus, ausser dem Telefonat mit der Tierärztin wo ich sagte 'Der benimmt sich als wäre er 2 und total besoffen!' (incl. einem wankenden Katz, der in den Garten heizt, sich am Fliederbaum wetzt und laut in die Natur prollt, Irmas Oberschenkel begattet und alles frisst, was nicht bei drei weg ist. PS: Die Fresswirkung war gewollt, der Rest Nebenwirkung und auf dem Beipackzettel als 'Euphorie und Benommenheit' ausgezeichnet.)
Wir sind alle wieder okay.
Dann die Obdachlose heute, die über die Straße ging und Chanel-Jäckchen trug. Ein echtes, leicht gezeichnet vom Leben.
Dinge gibts, und die immer und immer wieder.
Immer wieder stehe ich plötzlich völlig erstaunt vor einem Bild und denke 'Wow!'.
Ihr auch. Ich weiß das.
Dienstag, 15. Juni 2010
Off the Hook.
Wenigstens bekomme ich ab und an doch ein wenig Zeit und Hirnschmalz vom Herrn, um Termine nicht zu versäumen und ein paar Sätze zu zimmern. Die 6. Ausgabe vom feinen und gänzlich anderen Angelmagazin HOOK ist seit heute draußen, und meine Kolumne 'Off the Hook' spielt dieses Mal in Betten und Gebüschen.

Viel Spaß, und nicht nur das wunderschöne Cover gucken!

Viel Spaß, und nicht nur das wunderschöne Cover gucken!
Sonntag, 30. Mai 2010
Ende Mai, oder "Im Mai, da war plötzlich Sonne."
Zwitterland, zwischen Tagebuchanspruch (retro 2005) und Technikgau. Keiner glaubt, wie meine technischen Umstände grad sind, und das ist fast gut so.
(Nur einer hinter den sieben Bergen bei Dortmund, bei keinerlei Zwergen, und der sorgt sich jetzt auch.)
Was war? Chronologisch quasi so:
Der Altkatz hat Frühling und einen kompletten lunaren Zyklus ohne Brechgau. Ich sag an einem Freitag den 21. gegen 20 Uhr beim Mahl zum Mann, guck, Tin-Tin hat vergessen, dass er krank ist. Er hat seit genau einem Monat keinen Brechgau mehr hingelegt.
Zwei Stunden später sitze ich auf allen Vieren, wische den Boden auf, schrubbe das Körbchen mit Shampoo und der Katz, der Besagte, der liegt platt und hechelnd am Fenster, leergespuckt und arm.
Göttin sei dank weiß ich ja, wie ich ihn da wieder rausbekomme.
(CNI-Katzen-Fragen gerne an mich, ich könnte mittlerweile eine Diplomarbeit drüber schreiben.)
Dann war da Arbeit, Abwechslungsreich und doll. Viel Zeit nimmt das ein, viel Herzblut auch, und trotz aller Liebe muss ich da mal Umgestalten, Filtern, Zentrieren, das alles frisst mich auf, sagt meine Ärztin, und warum ich mich immer so reinhängen muss.
Ich bin halt keine Postbeamtin, das sag ich, und gucke traurig, weil ich weiß ja grad auch nich.
Morgen, das nehm ich mir aktuell vor, morgen mach ich ein Flip-Chart frisch voll und guck mal, aber dann fällt mir ein, dass doch morgen mein Food-Camp in der KITA ist, hinter den sieben Bergen mit zehn Zwergen. Und die sind alle so herzallerliebst und sekundenlang auch schlimm. Aber süß.
Dienstag. Nach der Physiotherapie die ich mir gönn', weil natürlich macht der Körper Ärger. Dienstag mach ich einen Zettel. Nur für mich, rein über mich, und dann werden wir ja sehen. Bucket-List, Baby. Am Ende haben wir nur dieses eine Leben. (Und dann?)
Großbrand vor der Türe. Ich die Feuerwehr gerufen.
Ich über Stunden Sorge für einen fremden Hund getragen, obwohl der eh immer arm dran ist, so als Hofhund. Der stationäre Radiosender ruft mich als "Großbrand-Nachbarin" aus und nimmt meine Bilder. Im Haus ist es heiß, trotz geschlossener Fenster und ich weiß genau, wo die Katzenkörbe im Keller stehen, falls wir raus müssen.
Was denn noch?
Am nächsten Morgen ist der Garten verseucht, die Pferdekoppeln, die Gärten der Nachbarn, die Lacke der Autos, auch unseres, grad vier Tage neu, fleckt vor sich hin. Welch Taufe, welch Name kann da nur passen? M. sagt, nach Auto 'Ügo sieht es nach einem Weibchen aus, er will Aurelie, und ich weiß nicht. Bis heute nicht.
Auto 'Ügo wurde am Meer getauft, so richtig mit Meeresschlonz aus Salz und Algen, aber Auto X? Mit Salpetersäure vom Löschschaum? Wir werden sehen.
Im Garten das Holzteil eingerissen, im Garten einen Schirm hingestellt, vorab brachte M. einen Virus ins Haus, der bei im die Tonsillen, und bei mir Stimmbänder und Bronchien lahm legten. Vier Tage keine Stimme, zwei Nächte kein Schlaf wegen Husten, und immer wieder die Frage, warum arbeite ich noch, wo ich doch ruhen sollte.
Flip-Chart. Morgen!
Am Ende sass ich in einem Zug nach Hamburg, Aufenthalt quasi winzig, nur eine Nacht, aber trotzdem schön. intensiv, voll, und dann hatten wir alle auch noch Wetter.
Essen im Trific. Warmer Ziegenkäse auf heißen Äpfeln, schöne Ideen und Beschnuppern, ein Cremant aufs Haus.
Im WC mit Brian, Schallplatten gucken und Rhabarber im Glas. Brian wie eine Mutter, die WG wie ein Film. Ich als Widmung in einem ersten Buch.
Umarmen vom Lieblings-Grönerchen, trinken von Resten, Geburstagen in schönen Gegenden, wo Damen am Rand stehen und eine halb rohe Bratwurst. Taxi gen Bett, ein Tee, eine BBC-Doku mit Stephen Fry, ein heißes Kirschkernkissen und acht Stunden Schlaf am Stück.
Am nächsten Tag (ein Samstag, also der gestern) richtig Wetter, und eine Seefahrt mit meinem Lieblingsseemann, auch ohne Sturm. Lebensrettung gegen Ende durch Apfelsaft beim immer besuchswürdigen Krüger von Feinkunst Krüger, ein bis fünf Photos, der Grimm, nicht mehr Zeit zu haben für mehr Kunst, Wörter und Bier bei Sonne, und dann Zugfahrten, wo man endlich mal zum lesen kommt.
Vergessen wurden Dinge wie Handwerksarbeit, Gedanken über Häuser von der Kirche rein mit Pacht, verwesenden Dingen im Kamin, und der 5fach gejährte Todestag von Papa.
5 Jahre. Irre.
Fazit: Ich brauche einen Monatsabschluss wie Liz, Stiefel für den Sommer und am Dienstag Zeit für mein Leben.
Lied des Tages:
PS: Wolfmother, diese quasi-Götter mit Wah-Wah, die spielen vor KISS, zum Beispiel am Montag in Hamburg (wenn ich nicht mehr da bin). Geht da mal hin, das macht bestimmt voll viel Spaß.
(Nur einer hinter den sieben Bergen bei Dortmund, bei keinerlei Zwergen, und der sorgt sich jetzt auch.)
Was war? Chronologisch quasi so:
Der Altkatz hat Frühling und einen kompletten lunaren Zyklus ohne Brechgau. Ich sag an einem Freitag den 21. gegen 20 Uhr beim Mahl zum Mann, guck, Tin-Tin hat vergessen, dass er krank ist. Er hat seit genau einem Monat keinen Brechgau mehr hingelegt.
Zwei Stunden später sitze ich auf allen Vieren, wische den Boden auf, schrubbe das Körbchen mit Shampoo und der Katz, der Besagte, der liegt platt und hechelnd am Fenster, leergespuckt und arm.
Göttin sei dank weiß ich ja, wie ich ihn da wieder rausbekomme.
(CNI-Katzen-Fragen gerne an mich, ich könnte mittlerweile eine Diplomarbeit drüber schreiben.)
Dann war da Arbeit, Abwechslungsreich und doll. Viel Zeit nimmt das ein, viel Herzblut auch, und trotz aller Liebe muss ich da mal Umgestalten, Filtern, Zentrieren, das alles frisst mich auf, sagt meine Ärztin, und warum ich mich immer so reinhängen muss.
Ich bin halt keine Postbeamtin, das sag ich, und gucke traurig, weil ich weiß ja grad auch nich.
Morgen, das nehm ich mir aktuell vor, morgen mach ich ein Flip-Chart frisch voll und guck mal, aber dann fällt mir ein, dass doch morgen mein Food-Camp in der KITA ist, hinter den sieben Bergen mit zehn Zwergen. Und die sind alle so herzallerliebst und sekundenlang auch schlimm. Aber süß.
Dienstag. Nach der Physiotherapie die ich mir gönn', weil natürlich macht der Körper Ärger. Dienstag mach ich einen Zettel. Nur für mich, rein über mich, und dann werden wir ja sehen. Bucket-List, Baby. Am Ende haben wir nur dieses eine Leben. (Und dann?)
Großbrand vor der Türe. Ich die Feuerwehr gerufen.
Ich über Stunden Sorge für einen fremden Hund getragen, obwohl der eh immer arm dran ist, so als Hofhund. Der stationäre Radiosender ruft mich als "Großbrand-Nachbarin" aus und nimmt meine Bilder. Im Haus ist es heiß, trotz geschlossener Fenster und ich weiß genau, wo die Katzenkörbe im Keller stehen, falls wir raus müssen.
Was denn noch?
Am nächsten Morgen ist der Garten verseucht, die Pferdekoppeln, die Gärten der Nachbarn, die Lacke der Autos, auch unseres, grad vier Tage neu, fleckt vor sich hin. Welch Taufe, welch Name kann da nur passen? M. sagt, nach Auto 'Ügo sieht es nach einem Weibchen aus, er will Aurelie, und ich weiß nicht. Bis heute nicht.
Auto 'Ügo wurde am Meer getauft, so richtig mit Meeresschlonz aus Salz und Algen, aber Auto X? Mit Salpetersäure vom Löschschaum? Wir werden sehen.
Im Garten das Holzteil eingerissen, im Garten einen Schirm hingestellt, vorab brachte M. einen Virus ins Haus, der bei im die Tonsillen, und bei mir Stimmbänder und Bronchien lahm legten. Vier Tage keine Stimme, zwei Nächte kein Schlaf wegen Husten, und immer wieder die Frage, warum arbeite ich noch, wo ich doch ruhen sollte.
Flip-Chart. Morgen!
Am Ende sass ich in einem Zug nach Hamburg, Aufenthalt quasi winzig, nur eine Nacht, aber trotzdem schön. intensiv, voll, und dann hatten wir alle auch noch Wetter.
Essen im Trific. Warmer Ziegenkäse auf heißen Äpfeln, schöne Ideen und Beschnuppern, ein Cremant aufs Haus.
Im WC mit Brian, Schallplatten gucken und Rhabarber im Glas. Brian wie eine Mutter, die WG wie ein Film. Ich als Widmung in einem ersten Buch.
Umarmen vom Lieblings-Grönerchen, trinken von Resten, Geburstagen in schönen Gegenden, wo Damen am Rand stehen und eine halb rohe Bratwurst. Taxi gen Bett, ein Tee, eine BBC-Doku mit Stephen Fry, ein heißes Kirschkernkissen und acht Stunden Schlaf am Stück.
Am nächsten Tag (ein Samstag, also der gestern) richtig Wetter, und eine Seefahrt mit meinem Lieblingsseemann, auch ohne Sturm. Lebensrettung gegen Ende durch Apfelsaft beim immer besuchswürdigen Krüger von Feinkunst Krüger, ein bis fünf Photos, der Grimm, nicht mehr Zeit zu haben für mehr Kunst, Wörter und Bier bei Sonne, und dann Zugfahrten, wo man endlich mal zum lesen kommt.
Vergessen wurden Dinge wie Handwerksarbeit, Gedanken über Häuser von der Kirche rein mit Pacht, verwesenden Dingen im Kamin, und der 5fach gejährte Todestag von Papa.
5 Jahre. Irre.
Fazit: Ich brauche einen Monatsabschluss wie Liz, Stiefel für den Sommer und am Dienstag Zeit für mein Leben.
Lied des Tages:
PS: Wolfmother, diese quasi-Götter mit Wah-Wah, die spielen vor KISS, zum Beispiel am Montag in Hamburg (wenn ich nicht mehr da bin). Geht da mal hin, das macht bestimmt voll viel Spaß.
Freitag, 28. Mai 2010
Nach Diktat verreist.
Hamburg.
('türlich.)
Hamburg.
('türlich.)
Sonntag, 23. Mai 2010
Und in Kürze sind die Lampions am Schiff wieder erleuchtet
Montag, 10. Mai 2010
so far,so long.
Das mit dem Tagebuchbloggen hat ja auch so seine Hürden, dann so Tücken, Untiefen wie auch Sonnentage. Kaum hat man einen Tag verpasst, ist der zwote schon zur Stelle, und man denkt 'Heute!', und prompt ist der dritte Tag. Am vierten Tag ohne denkt man an den fünften, am siebten dann, das man den Laden auch gleich dicht machen könnte, und am 11. dann, da sitzt man einsam und allein mit einem Glas Wein, dann reimt man sich auch noch aus Versehen, und zack, hat man sich aktualisiert.
Was Du verpasst hast, fragst Du Dich?
Falsch, weil ich habe es verpasst, zum Beispiel die Sache mit dem Obdachlosen in Abwesenheit. Ich hatte einen frühen Arzttermin, die Twitter-Folger, die habens mitbekommen, also zumindest den Termin, weil mir da mein Doktor um den Hals flog und rumkomplementierte, und ich dachte, das der ja nur Angst hat, dass ich ein teures Rezept wollen würde. Wollte ich auch, aber das kam erst später. Vorab ging ich frierend da ums Eck, und da sah ich diese Tütenburg, die nur Obdachlose sich so bauen, ein abgestelltes Rad, noch mehr Tüten, eine Penntüte und davor Kotzlachen galore. Und die Stadtreinigung, die mies gelaunt anfangen wollte, das alles wegzuräumen. Ich so 'Momentchen mal, das können sie doch nicht einfach so wegschmeissen!', und der Stadtreiniger so 'Wasnsonzey?' und ich na ja, das gehört doch wen, und er voll pampig so, wo der denn wäre, und ich na ja, wohl grad in der Notaufnahme, wenn man sich die Spuren so ankicken tät, und er das Zauberwort 'Pechgehabt'. Und ich dann so Leitungsbruch, und einfach behauptet, dass das meine Dinge wären, und er sich besser mal kuscht, als mein Hab und Gut hier zu klauen. Fassungslosigkeit auf seiner Seite, sein Kollege staunte direkt mit, wie ich frisch geduscht und angezogen so da stand und behauptete, die Platte da sei die meine.
Musste am Ende zehn Minuten da stehen, bis die weg waren, und meinen Arzttermin dehnen, aber bitte - das ist immerhin alles, was Person X hat, weiß der Geier, wo sie sich grad aufhielt, aber das war es mir wert.
Ausserdem war ich mit meiner Freundin A. groß im Pflanzenmarkt, während es draussen wie irre geschüttet hat. Das hat uns sicher um die tausende Euro gespart, weil im Regen die teuren Gehölze mit Obstversprechen standen, die mussten wir auslassen, nass geplätschert wie wir eh schon waren, stand doch der Türkenmohn und die Clematis mitten im Geprassel.
Einen Tag vorher waren M. und ich eingeladen zu einer privaten Führung im Landesmuseum in Münster, weil wir am Abend der Ausstellungseröffnung von Chr. W. Noro hatten, und das war im März. Jetzt bin ich total froh um diesen Virus, weil eine private Führung mit Fragen stellen können und Erklärungen bekommen und in Ruhe ohne Proseccogedöns: Toll. Übrigens verfügt Münster über einen wirklich phantastischen Marktplatz auf den ich ein kleines bißchen neidisch bin.
Das war der Spaßteil der Woche, der Rest war Arbeit in allen Nuancen. Und darüber schweige ich gern, mal lauter und mal leiser. Jedenfalls bunt gemischt und ansonsten alles gut.
Was fehlt ist momentan die Bewegung, und oft auch die Euphorie, aber man kann nicht immer an allem Naschen, und deswegen scheint es zu stimmen.
Frage mich oft, wie es anderen so ergeht, wenn ich in blühende Natur starre und die Flasche drehe.
Was Du verpasst hast, fragst Du Dich?
Falsch, weil ich habe es verpasst, zum Beispiel die Sache mit dem Obdachlosen in Abwesenheit. Ich hatte einen frühen Arzttermin, die Twitter-Folger, die habens mitbekommen, also zumindest den Termin, weil mir da mein Doktor um den Hals flog und rumkomplementierte, und ich dachte, das der ja nur Angst hat, dass ich ein teures Rezept wollen würde. Wollte ich auch, aber das kam erst später. Vorab ging ich frierend da ums Eck, und da sah ich diese Tütenburg, die nur Obdachlose sich so bauen, ein abgestelltes Rad, noch mehr Tüten, eine Penntüte und davor Kotzlachen galore. Und die Stadtreinigung, die mies gelaunt anfangen wollte, das alles wegzuräumen. Ich so 'Momentchen mal, das können sie doch nicht einfach so wegschmeissen!', und der Stadtreiniger so 'Wasnsonzey?' und ich na ja, das gehört doch wen, und er voll pampig so, wo der denn wäre, und ich na ja, wohl grad in der Notaufnahme, wenn man sich die Spuren so ankicken tät, und er das Zauberwort 'Pechgehabt'. Und ich dann so Leitungsbruch, und einfach behauptet, dass das meine Dinge wären, und er sich besser mal kuscht, als mein Hab und Gut hier zu klauen. Fassungslosigkeit auf seiner Seite, sein Kollege staunte direkt mit, wie ich frisch geduscht und angezogen so da stand und behauptete, die Platte da sei die meine.
Musste am Ende zehn Minuten da stehen, bis die weg waren, und meinen Arzttermin dehnen, aber bitte - das ist immerhin alles, was Person X hat, weiß der Geier, wo sie sich grad aufhielt, aber das war es mir wert.
Ausserdem war ich mit meiner Freundin A. groß im Pflanzenmarkt, während es draussen wie irre geschüttet hat. Das hat uns sicher um die tausende Euro gespart, weil im Regen die teuren Gehölze mit Obstversprechen standen, die mussten wir auslassen, nass geplätschert wie wir eh schon waren, stand doch der Türkenmohn und die Clematis mitten im Geprassel.
Einen Tag vorher waren M. und ich eingeladen zu einer privaten Führung im Landesmuseum in Münster, weil wir am Abend der Ausstellungseröffnung von Chr. W. Noro hatten, und das war im März. Jetzt bin ich total froh um diesen Virus, weil eine private Führung mit Fragen stellen können und Erklärungen bekommen und in Ruhe ohne Proseccogedöns: Toll. Übrigens verfügt Münster über einen wirklich phantastischen Marktplatz auf den ich ein kleines bißchen neidisch bin.
Das war der Spaßteil der Woche, der Rest war Arbeit in allen Nuancen. Und darüber schweige ich gern, mal lauter und mal leiser. Jedenfalls bunt gemischt und ansonsten alles gut.
Was fehlt ist momentan die Bewegung, und oft auch die Euphorie, aber man kann nicht immer an allem Naschen, und deswegen scheint es zu stimmen.
Frage mich oft, wie es anderen so ergeht, wenn ich in blühende Natur starre und die Flasche drehe.
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