Mittwoch, 31. März 2010

So 28.03.-Di 30.03.2010

Der Sonntag war eigentlich als frei und toll angedacht, und wurde dann mit einer bleiernen Frühjahrsmüdigkeit und spontaner Arbeit völlig über den Haufen geworfen. Der Montag wiederum war noch müder, und plötzlich einfach so weg. Highlight war in jedem Fall der Mittags eingeschobene Film,



in dem Jack White absolut hervorstach, und in dem tatsächlich und auch wieder Stairway to heaven gespielt wurde. Abends den belanglosesten Nero d'Avola meines Lebens geleert, auf den Vollmond und leider auch ohne Morpheus, dafür gab es eine Vollmondnacht vom Feinsten.

Dienstag Fleisstag, 22 Seiten gehen auf meine Kappe, 1 Packung Gnocchis mit sämtlichem, was weg musste. Zwischendrin immer wieder Frühjahrsmüdigkeitsanfälle vom Feinsten, bis hin zu Minutenschläfchen mit dem Kopf auf dem Tisch.

Und sonst so?
Gesund, aber Scheiße.


Sonntag, 28. März 2010

Sa 27.03.2010

Und dann steht man nach einem ganzen Samstag mit Sonne auf einmal im Regen allein an einer S-Bahn Haltestelle. Finster ist es, und es regnet von allen Seiten auf mich ein, und ich ziehe den Pullover eng um mich, der nach Rauch und noch mehr Rauch riecht. Ich weiß nicht, was es ist, aber es gibt Momente, da fühlt man sich wie der einsamste Mensch auf der Welt, und das geht wie von allein im Regen an dunklen Haltestellen.

Eben noch beim Angrillen, jetzt an einer Säule in Flingern, und als dieses Lied läuft, da drehe ich es ganz laut, und unterdrücke jeden Impuls nach Kontakt. Ich, allein, und



Vielleicht sind es die Geschichten von den frisch Getrennten. Und plötzlich rauchen wieder alle, und essen nichts, und gehen aus, als gebe es die Jahre zwischen 22 und heute nicht.
Vielleicht aber auch nicht.
Ich höre es jetzt noch einmal, und noch einmal -


Freitag, 26. März 2010

Di 23.03.-Fr 26.02.2010

Eine Woche, ein Satz.

Dienstag: Steuererklärung 2009, und am Nachmittag zum Ausgleich eine Runde durch den Garten gegraben.

Mittwoch: Haus geschrubbt, die Aussenseiten des Gartens von altem Gestrüpp befreit, dabei aufgepasst, dass ich keinen Efeu in praller Sonne schneide, wegen der Stoffe, die dieser dann loslässt.
(Gibt es befriedigerenders, als Essen, Sex und Gartenarbeit?)

Donnerstag: M. hat Geburtstag. Morgens mit dem Rad noch vor 8 durchs Viertel, auf der Jagd nach frischen italienischen Leckereien. Leider machen die erst um halb 9 auf, also doch Edeka und Terbuyken. Tagsüber die ersten Sommersprossen auf Insel Hombroich, Sushi in der Stadt, und Abends eine Überraschungsparty mit wildem Küchengerangel und Teig zum Nachtisch. Schön.

Freitag: Glücklich mit dem Altkatz im Regen, den restlichen Tag über in bester Gesellschaft Pläne geschmiedet. Ich sag nur 'Dokufilm ist der nächste heiße Scheiß'. Wie nebenbei Filmschnitt gelernt, dazu Kuchen.

Jetzt: Wochenende, und richtig Böckchen drauf. Darauf ein Schmollbild von neulich -



Mittwoch, 24. März 2010

Mo 22.03.2010

Ich habs ja grad morgens nett, und das Dank Nikki Sixx.
Stehe auf, fülle die Fellchen ab, koche Tee (immer noch eine Resterscheinung dieses Monster-Virus, das ich morgens meinen Doppelstock-Milchkaffee nicht will) und während ich dem Altkatz das Futter alle zwei Minuten umrühre, schmeiße ich das Smartphone an und lasse Abrufen. Und seit Mr. Sixx twittert (so knappe zwei Wochen) ist die Timeline morgens voll mit Nachrichten, die eben nicht bemüht auf toll getippt wurden, oder Wetternöhlerei, sondern Nikki, der Kat von D twitpict, oder alle paar Minuten aus seiner neuen Radiosendung The SixxSense was wegtwittert, oder oder. Dazwischen (anderer Kontinent, andere Uhrzeiten) Gus & Penny, die beiden Katzen deren Katzenklappe jedesmal twittert, wenn eine der beiden zum Pinkeln durchlatscht.
Dann hier und da mal ein Himmelbild von Einheimischen, und so weiter. Nice. Und dazu Frühling.

Montag aber, Montag war auch ProWein -Tag. Relativ unpünktlich gegen 11 dagewesen, ein wenig durch Kalifornien und Österreich getapert und probiert, dann ein Anruf, und dann zack, Tag rum. Mit meinem Begleiter (der Anrufer) tapfer Seite an Seite durch ganz Italien getrunken, und wenn ich ab 17 Uhr sag', ich schmeck nix mehr, und Barolo ausspucke, dann kann es nur die Messe sein. Hellya. War in jedem Fall ein schöner Tag, und ich habe den Eiswein von Andreas Bender für mich gefunden. Was für eine Geschmacksexplosion, ich meine wow.

Abends in den Seilen auf der Couch, aber das war auch völlig so gedacht und in Ordnung, und eben ein ProWein-Montag.

logbuch | © Lu um 19:25h | keine meldung | meldung machen?

Dienstag, 23. März 2010

KW 11

Und prompt ist eine Woche völlig unterbloggt herum, und ich denke so in mich, was war, warum so wenig Zeit, und mein Kopf schickt mir eine Randnotiz mit "Steuererklärung" und ich denke, na klar, und dann war auch schon Wochenende, und überhaupt.
Was der geneigte Leser in der KW nicht vermisst hat:
Genöhle über Belege und Exceltabellen für Steuer 2009 und Frühjahrsmüdigkeit, und die war aber mal Hallo! Ich sag nur 'sitzend schlafen'. Dafür gabs Ananas in der Mittagssonne im Garten und frisch gelüftete Fellchen, das ist ja auch was.

An dieser Stelle also ein Punkt unter KW 11, unbebloggt.

logbuch | © Lu um 14:53h | keine meldung | meldung machen?

Montag, 15. März 2010

Mo 15.04.2010

Hoch die Tassen, weil: Ab heute ist meine neue Kolumne 'Off the Hook' in dem wohl tollsten Angelmagazin frisch und direkt aus Hamburg auf dem Weltmarkt!



HOOK - Mehr als Angeln!

Viel Spaß beim Schmökern, der Fisch lohnt sich.

(Diesen Text lesen Sie Bitte mit hanseatisch scharf geßprochenen S, Danke.)


Sonntag, 14. März 2010

Sa 13.03. & So 14.03.2010

Den Tag bin ich der Einfachheit zur Feier auch noch einmal ruhig angegangen, kein Kaffee, kaum Nahrung. Hier mal ein grüner Tee, da mal ein geteilter (Altkatz) Zwieback, Dusche, Laptop ins Bett-
läuft.
Nachmittags sagte M. ihm wär' nicht so, und ich sag', dass das ein Virus ist, den nur Frauen bekommen.
Fünf Stunden später hing er über der Schüssel und telefonierte genau so intensiv mit Gott, wie ich zwei Nächte zuvor. Diesmal hatte er also eine Couch-Nacht vor sich, und erinnert ihr euch an meine Frage neulich, was es schafft, durch eine Wand, also durch eine Kaminvorsprung hindurch zu stinken? Gingen wir seit zwei Wochen davon aus, dass in dem stillgelegten Kaminrohr irgendwas sein Ende gefunden hat und nun einfach noch ein paar heiße Tage braucht, so müssen wir nun neu von irgendwas ausgehen, dieses Etwas scheint nämlich Junge zu haben die Scharren und Fiepen.
Das hatte M. letzte Nacht noch nicht gehört, das Fiepen, nur das irgendwas kratzt. Aber erst Mal der Sonntag:

Um sechs aufgewacht weil irgendwer Vomit-Geräusche machte. Es war der Altkatz, aber der geht für dieses Morgending mittlerweile aufs Katzenklo und erledigt das da weg. Das scheint also mehr mit seinen nächtlichen Saufgelagen und randvollem Bauch zu tun zu haben, und weniger mit dieser Nierenübelkeit. Außerdem hat er scheinbar keine Lust, dass ich ihm alle zwei Tage sein geliebtes Plümmo wegnehme, weil ich es in die Waschmaschine und zum trocknen haben muss. M. lag halb Tod und sehr schief auf der Couch, die nur zum gerade Sitzen gemacht wurde, oder -wenn man ausgestreckt darauf schlafen möchte- für Zwerge. Den also frische Schlafzimmer ins aufgeschüttelte Bett geschickt, damit er das Katzenfüttern nicht mitbekommt, nebenbei Apfelschorle (mit Salz!) frisch gemacht, Tee gekocht, Zwieback gestapelt (3 für ihn, drei für mich, ein Stück Bruch für Tin-Tin), alles hoch geschafft, dann ein knielanger Pulli für mich, eine Tasse Tee (Kaffee traute ich mich immer noch nicht) und ein offenes Fenster für mich. Gegen sieben also mein geliebtes Morgenritual. Im Garten die ganzen Tiere gucken, auf die Besucherkatzen warten, nebenbei im Mobilen schon mal Mails gucken, was wegtwittern, wach werden.

Dann ging der Tag so weiter. Keller umräumen, ich will das mit den Weinregalen anders haben, also Thermometer ausgelegt, alles in den weg gestellt, geflucht, was man in Kellern so macht. Nebenbei Huhn ausgekocht, aufgeräumt, Rechnung geschrieben, Mails beantwortet, Einleitung getippt (mehr dazu morgen), gemäkelt, Altkatz betüddelt, Finken gefüttert,über Altkatz gewundert, der plötzlich die verdutzte Irma bestieg (habe ich eventuell Medizin verwechselt?) und plötzlich, irgendwann nach sechs am Abend:

fiiiiep - fieeeeep- fiep.

Die stinkende Zimmerecke macht jetzt also auch Geräusche. Das war ganz neu. Kurz darauf stand ich bei den Nachbarn, mit denen wir uns Kamin und Ecke teilen. Bei denen mufft nix, es kann auch sein, dass der Kamin in der Mitte getrennt ist, also haben wir 'Es' eventuell für uns ganz allein?
Hier ein paar Eckdaten für die Fachleute unter euch, vielleicht weiß ja jemand Rat:

-Vor zwei Wochen fing es an zu müffeln, als wenn man seine Mülltüte in der Ecke hätte stehen lassen. Mal mehr, mal weniger.
-Letzte Nacht fing es an zu kratzen, heute zu fiepsen, ich meine Mehrstimmig.
Über den Keller kommt nichts rein, an der Hauswand käme was hoch, da es Backstein ist, also griffig, und die Nachbarn haben Efeu am Haus, ist eine hübsche Leiter. Viel grün drumherum, auch Wald und Koppeln.
Ich möchte vermeiden, dass ein Kammerjäger kommt und alles platt macht, Karma, ihr wisst schon. Ich bin auch bereit, noch eine Weile mit dem Muff zu leben, wenn ich wüsste, dass die junge Familie nach Aufzucht mit der Brut dann das Weite sucht.
(Ungewollter reim, bleibt aber so.)

Von der Front ein Sonntagsgruß (Sonntag, Dich hätte ich gerne mal wieder Traditionell). Alles wird gut. Muss ja.