Mittwoch, 3. März 2010

Di 02.03.2010

Als ich morgens die Augen aufschlage, fragte ich mich als allererstes, Lu, was zur Hölle hast Du gestern Abend getrunken, und wenn ja, wie viel davon? Bleischwer, müde, matschig. All das hievte ich zwanzig Minuten später aus dem Bett und zur Kaffeeanlage.
(Normalerweise wache ich auf, strecke mich einmal und bin in den Puschen. Egal, was ich am Vorabend wieviel wovon getrunken habe.)
Ein schwarzer verbotener Kaffee, Dusche zum wach werden, und dann wieder Spaß mit Brühen. Der Einfachheit halber schütte ich die Heilerde per Augemass direkt in den Reformhaussaft, der daraufhin hellrot wie falsches Blut wird. Yummie.
Nase zu, Kopf in den Nacken, runter damit. Nachgespült mit fünf mal kräftig am kräftig aufgedrehtem Wasserhahn saugen.
Darauf ist die eiskalte Sojamilch mit Banane wieder ein Spaß, die wissen schon, warum diese Reihenfolge vorgegeben wird. Die Sojamilch habe ich übrigens schön rausgezögert, damit ich meiner Hausärztin nicht vor der Tür verhungere oder einfach im Haus liegende Woyton laufe und losfrühstücke.

Meine Ärztin begrüßt mich strahlend, und meint, alles schnafte.
Ich sag 'zeigen', und sehe keine einzige Entgleisung in meinem Blutbild, Eisen, Leber, Nieren - alle frisch am Werk und keine Beschwerden anzumelden. Lasst die Götter mich strafen, aber der erste Gedanke war 'Fastenbruch!' Der zweite 'Nanana!' Der dritte 'Und jetzt?'
Erst mal nach Hause gefahren, und meine Kartoffelration gemampft. Heilerde vergessen, danach wollte ich auch nicht mehr. Was weggearbeitet und durchgehend an irgendwas mit Käse überbackenes gedacht. Erinnerungsmail bekommen, dass der liebste Moselwinzer grad auf Tour ist, und Donnerstag in Köln, und ich muss ja noch Zu- oder Absagen. Ich geschrieben 'Ich faste, so ein Mist.' und er 'Tja, Gesundheit oder SPASS!', darauf ich 'Okay, ab wann wo?'

Um 15 Uhr wusste ich also, dass meine Blutwerte prächtig sind, das ich am Donnerstag eh unterbrechen werde, warum also nicht direkt losrennen und ein knuspriges Brathähnchen jagen?

Um 18 Uhr eine Pfanne Gemüse gebraten, M. hingegen briet Wildlachs, den gab es auf einem Erbsenpürre auf einem ganz abgefahrenen Butter-Pfeffer-Dill-Schaum. Dazu Rotwein.
Mordgedanken an Rotweingedanken. Darüber wieder die Heilerde-Saft-Kombi vergessen.
Fernsehen an Fencheltee, beides ohne Schaum.


Dienstag, 2. März 2010

Mo 01.03.2010

Neuer Monat, neuer Mond, neuer Selbstversuch.
Nicht zuletzt kam meine Müdigkeit dem entgegen, vielleicht ein niedriger Eisenwert, auch wenn ich 'so etwas' noch nie hatte.
Hatte aber auch noch nie eine Rauchvergiftung, von daher-

Manchmal werde ich ja hellhörig, wenn mir Kunden von 'so Kuren' erzählen, die angebliche Wunder bewirken. Letztes Jahr kam diese Säure-Basen-Kur gleich mehrfach aus unterschiedlichen Ecken, und auf einen 0815-Städter passt die immer, fast jeder hat Stress, trinkt zu viel Kaffee, Alkohol, hat eine tägliche Liaison mit Zucker.
Zu viel Zucker fällt bei mir raus, aber meine Reizgifte Koffein und Äthanol zum Stress, dazu letztes Jahr im letzten 1/4tel diese ganze Medizin, die Müdigkeit - das reicht aus, um die SB-Kur mal gründlich auszutesten.

Planmässig wäre das so:

Fastenzeit: 9 Tage.

1. - 3. Tag täglich 60 ml Artischockensaft (3 x 20 ml), weil: regt die Leber mächtig zur Arbeit an und stärkt selbige. Leberfutter also.

4. - 6. Tag täglich 60 ml Brennnesselsaft (3 x 20 ml) zur Entgiftung des Blutes, entwässert den Körper, also viel trinken.

7. - 9. Tag täglich 60 ml Löwenzahnsaft (3 x 20 ml) zur Blutreinigung (Menschen mit niedrigem Blutdruck aufgepasst, das senkt diesen unter Umständen noch ein wenig weiter)

Frühstück: 1/2 Liter Sojamilch (Bio) mit 1 Banane in den Mixer und schlückchenweise trinken.

Mittagessen: Alle Gemüsesorten inklusive Kartoffeln nach eigenem Gusto zubereitet. Gutes Öl ist erlaubt, frische (oder getrocknete) Kräuter auch, wenig Salz.

Abendessen: Wie das Mittagessen.

Darmreinigung ist wie bei allen anderen Fasten- und Entschlackungskuren ein Muss, ohne ist der Spaß auch nur halb so schlimm. 1 gestrichener TL Heilerde 3 x täglich eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen in ein Glas warmes Wasser oder Tee, löffeln oder langsam trinken.

Auf eine enstsprechende Ernährung sollte geachtet werden, sprich: 70% basenbildende Lebensmittel und 30 % säurebildende Lebensmittel.
Zusätzlich sind basenbildende Ergänzungsprodukte erlaubt.

Getränke: Wasser, Kräutertee, grüner Tee. Kein Kaffee, keine Fruchtsäfte, kein Alkohol!


Mein Plan geht so:

Morgens 300 ml Bio-Soja-Milch (aus dem Kühlschrank, weil so eine Spur leckerer) mit einer super Bio-Banane. In den Zerstörer und so schaumig wie geht, da hat man noch ganz kurz einen Milch-Shake-Effekt zu verbuchen.
30 Minuten später 1 TL Heilerde in Wasser und ein kleines Glas Gemüsesaft aus dem Reformhaus (Artischocke und Co ist in sauer vergorenen Beete/Sauerkraut etc- Säften enthalten, soll schmackhafter sein laut Reformfachkraft)

Mittags: Zwei handvoll Kartoffeln gekocht (Schüttelkartoffeln!) , mit einem kleinen Schwung Fleur de Sel, einem großen Schwung tollstes Olivenöl und frischem Schnittlauch.
30 Minuten später 1 TL Heilerde in Wasser und ein kleines Glas Gemüsesaft aus dem Reformhaus

Abends Ofen- oder Pfannengemüse, je nach Lust drauf.
30 Minuten später 1 TL Heilerde in Wasser und ein kleines Glas Gemüsesaft aus dem Reformhaus

Über den Tag verteilt grüner Tee und Wasser, so viel wie reingeht. Bis auf den kleinen Kaffee morgens absolute Koffein und Weinabstinenz.

Tag 1 von 9 ging so:

Direkt nach dem Aufstehen entschieden, einen heimlichen klitzekleinen Kaffee zu trinken. Schmeckte köstlich da verboten.
Normalerweise trinke ich morgens einen doppelstöckigen in 300 ml warmer Schaummilch versenkt aus meiner Lieblingstasse. Fühle mich also schon vor acht Uhr total geklärt und von allem entsagt. Toll!
Dann fiel mir die Heilerde ein.
"Eine halbe Stunde vor dem Essen 1 gestr. TL i. warmes Wasser / Tee." Ich rühre besagten Löffen in warmes Wasser, trinke und besehe dann den ersten Schluck von oben in meinem Waschbecken. Ausgespuckt wegen 'Ih!' -Moment. Eine traurige, braune Winzpfütze, die geschmacklich an das erinnert, was beim waschen eines potenten Feldsalates (Freilandhaltung) unten rauskommt. Knirscht auch genau so zwischen den Zähnen, die letzte Woche erst poliert und - aber lassen wir das. Den Rest des Glases habe ich wie gemusst in kleinen Schlucken meinen Ösophagus hinunterplatschen lassen. Dann direkt weiter zum Saft, der wird bestimmt toll nach der Erderfahrung.
Gieße ein, denke Wow, was für eine Farbe, denke an leicht süßlichen Saft, wie ein roter Smoothie und bekomme die geschmacklichste Ohrfeige seit Essigwein. Und weiß jetzt, das sich rote Beete -ganz sportlich- geschmacklich über alles legt, was sonst noch nach etwas schmecken könnte.

Mit Mundwasser in den Backen das Frühstück zubereitet. Magen hatte vor lauter Schreck das Knurren eingestellt, und ich versenkte Soja-Milch (eiskalt) und die Banane (dunkelgelb) im Zerstörer und drückte auf H wie HIGH. Raus kam eine schöne schaumige Pfütze, die nach Banane duftete. Nach Erde und Beete war das eine große Wonne.
Das frieren und den bitteren Abgang ignorierte ich großräumig.

Danach habe ich mich mit meinem Koffeinentzug an die Arbeit gesetzt und rumgenöhlt, das ich Koffeinentzug habe. Kopfweh, Müdigkeit, depressive Verstimmung und Antriebslosigkeit zeichnen einen gängigen Koffeinentzug aus, also nichts wildes, und auch nichts Neues. Vermute aber, dass ich ein paar mal am Notebook eingenuppt bin, anders kann ich mir das winzige Arbeitspensum nicht erklären.

Mittags (endlich!) Kartoffeln. Geschüttelt, köstlich, eine ganze Schale voll. Vor lauter Freude die Heilerde und den Saft vergessen. Habe danach jedes Schnittlauchröllchen noch per Hand aus der Schale getupft und Verschlungen.
Dann erstes Fastentief. Zwischen ein und vier Uhr in stabiler Seitenlage um meine Wärmflasche gerollt auf der Couch Pro7 geguckt. Also nicht wirklich geguckt, aber auch nicht in der Lage, aufzustehen und die Welt zu verändern.
Zwischen vier und fünf immerhin Mails beantwortet, Wärmflasche eng am Mann.
Dann eine halbe Stunde gebraucht, um in alle Laufklamotten zu kommen (6 Minuten) und die Smartphone Apps zur Ortung, Streckenbestimmung, Laufzeit etc zu öffnen (24 Minuten). Das Laufen ging so schnell, dass die Katzen mich noch nicht mal als ausserhäusig wahrgenommen haben, die eine App meinte 24 Minuten, die andere 27. Habe die halbe Strecke geschwänzt, weil keine Energie in der Blutbahn, das Laufshirt war noch nicht mal feucht, geschweige denn Wäschereif.
Das tolle: Direkt Abendessenzeit. Gute gelaunt den mittags marinierten Hokkaido in den Ofen gelegt, Gelage in 20 Minuten.
Zwei Etagen über dem backenden Kürbis Wäsche abgehangen und mit M. diskutiert. Und diskutiert und Wäsche, und diskutiert und da dachte ich, was riecht denn hier so, und als ich in die Küche kam, hörte ich das Piepen des Ofens, aber da war mein Abendglück schon tief schwarz. Wütend und mit Unterzucker eine Zucchino getötet, geviertel und durch die Pfanne gejagt.
Beim Essen die ganze Zeit gedacht, dass so ein kalter Riesling die Situation noch rausreissen könnte, aber ist ja nicht. Und die Heilerde? Vergessen.
So ein Wunder.


Montag, 1. März 2010

So 28.02.2010

Xynthia. Stürmische Vollmondbegleiterin, quasi ein natürliches Silvester um diesen Februar zu Verabschieden. Ich bin die meiste
Zeit mit den Fellchen im Plümmo geblieben, nur um Stunde um Stunde in Hose und Pulli zu steigen, runter ins Sturmgebiet Garten und mit den Nachbarn Hab und Gut auszutauschen ("Ist das ihr Handtuch? Ja, und das? Ihre Mülltüte? Oh, ja! undsoweiter.).
Tonnen flogen um, die Lärche direkt rechts hinten hat sich so frei geschüttelt, da haben wir jetzt alle ganz viel vom im Garten. Kaninchen hatten plötzlich offene Türen und hoppelten durch Vorgärten, die Katzen liefen geduckt, und die Wolken - hach.
Meine Wikinger Genetik kommt ab Windstärke 7 so langsam in Fahrt, ich mag das alles. Die Unwetterwarnung zeigte heute, das wir mitten drin waren, bis 120 Km/h, das sah man dem Wald auch an, so schief wie der sich hielt.

Abends das letzte Nudelgelage für länger. Fastenzeit selbst gemacht, Säure-Basen-Fasten für die nächsten Tage, also keine tierischen Produkte, kein Brot, kein Wein. Dafür viel frische Kartoffeln und alles an Gemüse, gutes Oil und bittere Säfte.

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Sonntag, 28. Februar 2010

Sa 27.02.2010

Morgens bin ich aufgestanden, und hab mich dann wieder hingelegt. Mit Freundin auf Facebook rumgetummelt und nach einer Stunde gedacht, dass man sich bei dem Wetter auch direkt treffen könnte. Das den ganzen Tag gemacht bis fünf, es ging viel Kaffee und viel Text drauf. Zu Hause dann so Sachen gemacht und eine Stunde später an den Rand der Welt zu einer Geburtstagsfeier. Da standen viele offene Weinflaschen neben dem Mettberg, und ich hab mal hier und mal da probiert. Irgendwann dachte ich, ich trete hinter mir immer auf etwas drauf, nur war da nichts.
Zu Hause noch Wärmflaschen gefüllt und den Katz angestaunt, der in Abwesenheit zwei komplette Näpfe weggemampft hatte.

Sonntag Vollmond, und dann hört dieser Energiestau hoffentlich einfach so auf.


Freitag, 26. Februar 2010

Di 23.02.-Fr 26.02.2010

Ach Mensch - schon wieder eine Woche weg. Text kann ja auch drücken, kennt das wer? Der drückt dann den ganzen Tag, macht sich bemerkbar, drängelt und nöhlt und tritt nach.
Trotzdem, als Verfasser hat man ja immer noch die Zügel in der Hand, trotzdem man am Ende der Woche blau geprügelt von seinem Text im Hof steht, trotzdem genügt das allein nicht.
Sendebewußtsein muss sein, die Lust am teilen, vor allem am Mitteilen. Was aber, wenn man sich mit ungarem herumschlägt (der kleine feine und sehr private Fight Club, ich und die Schlingel von der Buchstaben-Inkasso), am liebsten aber das fertige Essen serviert? Dann schaut man abends glasigen Blickes in sein Blog und sieht die Tagesdaten immer mehr am hinteren Horizont verschwinden, kleiner werden, und zack: Freitag.

Was WAR denn jetzt diese Woche? Ich sammels mal so:
Viel inneres Gemürbe, Zukunftsdenke, und psychologische Vortrauer. Vortrauer macht man dann, wenn man weiß, das was scheidet, wann auch immer. Auf jeden Fall nah. Und das fühlt sich aktuell so an, Trennungen stehen an, nur weiß ich nicht ob und wann.
Der Katz, der endlich wieder von alleine frisst, stirbt. Irgendwann.
Meine Arbeit, die ich sehr sehr gerne mache, werde ich eventuell aus Energiegründen gegen einen Job als feste tauschen, und war dann alles umsonst? Irgendwann.
Ich werde sterben. Irgendwann.
Noch Fragen?

Dienstag war ausserdem meine Mutter da, brachte Wok zurück (von Weihnachten, noch Fragen?) und ein "Lammkissen" für den Altkatz, weil er Lammfelle so sabbrig liebt. Das Lammkissen aber ist ein Flokati in Kissenform, und alle Katzen erst mal so drauf, und dann diese Synthethikfasern abgeputzt, und dann erst mal würgen und hängen. Ich sag zu Mutter, Mutter, ich glaub ich steck das erst mal in die Wäsche (und koche das auf Lammfelllänge ein), das ist sicher chemisch gereinigt.
Und dann war der Dienstag irgendwie auch rum, und die Kolumne blieb ungeschrieben, das Blog leer und die Steuer setzt lange Staubansätze an.
Dann Mittwoch, da lag ich bei schönstem Frühlingswetter eine Stunde unter meiner Prophylaxefee und ließ mir die jährliche und professionelle Zahnreinigung antun, die den Wert eines neuen Paares schöner Stiefel hat. Danach fühle ich mich oral immer sehr überfordert, und Essen darf man auch nix. Und dann immer der Stress danach, wie wenn man grad alle Fenster geputzt hat, und dann kommt ein Tiefdruckgebiet mit rotem Wüstensand. Tomaten, Kaffee, Wein - alles färbt die Zähne ein, und das Vermögen was man grad wieder, und die Kasse freut sich, weil man ist ja Scheckheftgepflegt, und die geben keinen Cent dazu. Danach direkt noch lila und jungfräulich weiße Tulpen verschenkt und Elvis getroffen und Kaffee, und ratet: Mittwoch um. Ohne Steuer, ohne Kolumne, und das Blog? Leer.
Donnerstag habe ich den ganzen Tag getwittert, was man alles tun kann, um nicht die Dinge zu erledigen, die auf Erledigung warten. War toll, kannten viele. Nachmittags final Sofas platt getestet, rumgesessen und über Stoffmuster abgelästert. Zack:
Abend. Und Freitag?
Der war und ist heute.
In aller Frühe auf, schließlich habe ich die Woche nicht umsonst Gas gegeben und jeden Abend viel Rotwein getrunken.
Der 2jährliche Check-Up stand an, und ich wollte vor nächster Woche (Fastenwoche) sehen, was so eine unterirdische Woche mit Gram und Wein mit meinem Körper macht.
Also nur einen schwarzen Kaffee und eine kalte Dusche, und dann rein ins medizinische Freudenhaus. Die Blutabnahme und meine genanten Venen brachten die Arzthelferin schon mal ans Ackern, aber mit ein bißchen gutem Zuspruch meinerseits inklusive ein DA, stechen sie doch DA, da ist eine, breit wie der Rhein nur tief unten, und so weiter. Alles tiptop, 100% Sauerstoffversorgung im Blut, Lunge, EKG, kein Hautkrebs, kein unbeobachtet gewachsener Buckel, aber, und jetzt werd ich direkt wieder stinkig: Das Blutbild muss man jetzt selbst bezahlen, und genau um dieses ging es mir eigentlich.
Die Kasse zahlt aus wirtschaftlichen Gründen nur den Blutzucker (Gluc) und den Cholesterinwert (Chol) und mehr nicht.
Zwei Parameter bei einer umfassenden Untersuchung in einem Alter, wo man praktisch alles haben könnte. Ich also wieder einen Preis von einem Paar schicker Frühjahrsschuhe hingelegt, um nächste Woche zu erfahren, ob meine Schlappheit von einem immer noch zu niedrigem Eisenwert dank Rauchvergiftung (Indikation, liebe Kasse!) herrührt, oder ob meine Leber rumgiftet und mehr Bitterstoffe in ihrem Leben möchte.
Ob jetzt zu junge oder krüppelige Zellen in meiner Blutbahn fahren, Krebsmarker, Schilddrüsenentgleisungen, whatever - ich werde es nicht erfahren. Danke, Gesundheitssystem.

So, das war der Rant zum Wochenende. Was ich später an die Tierärztin bezahlt habe - neue Markenjeans, aber nun gut.

Heute ist Freitag, nächste Woche ab Montag wird SB-Gefastet, und dazwischen liegt immer noch ein wenig Zeit, Dinge nicht zu
schaffen.

In Liebe,

Ich.

PS: Zu diesem Text passt übrigens gut ein Nero d'Avola und folgendes Lied



Dienstag, 23. Februar 2010

Mo 22.02.2010

Kann getrost als gelebt und abgehakt angesehen werden.
Nur beschrieben, das wird der nicht.

Text bin ich hier losgeworden.


Montag, 22. Februar 2010

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Bild weg, Boxen auf:



So 21.02.2010

Ein Stöckchen zum Sonntag, der an sich nur in einer tiefen Pfütze meiner Seele passierte, die mich Abends über eine bestimmte Unfähigkeit meiner Selbst hat verzweifeln lassen. Passt also:


1# Auf welche Art wirst du am liebsten verletzt?

Durch Katzentatzen.

2# Und auf welche am leichtesten?

Durch Ungerechtigkeit.

3# Was wirfst du deinen Eltern bis heute vor?

Meine früh offensichtlichen Talente einfach ungefördert gelassen zu haben, inkl. Chancenstoppung durch
Informationen wie Anrufe nicht weitergeben. („Wir wollten ja nur, dass Du was ordentliches machst.“)

4# Was ist der größte Irrtum anderer über dich?

Ich wäre eine durchgehende Frohnatur mit endlosen Energieressourcen.

5# Was tust du, damit er bestehen bleibt?

Humor ausüben, nie schwach sein.

6# Was braucht es zum Unglücklichsein?

Lieblosigkeit, Bereich variabel.

7# Wann nimmst du dich ernst?

Wenn mein Körper muckt und Bedürfnisse anmeldet.

8# Und wann die anderen?

Wann ich andere ernst nehme? Immer.
Wann andere mich ernst nehmen? Weiß nicht,
hoffe zu 90%.

9# Was hältst du für die beste Art zu leben?

Natürlich und ungestört nach eigenen Bedürfnissen.
Bei mir bedeutet das aktuell eine Mischung aus Land mit Stadtanschluß,
natürliches Essen, biologischer Wein und ohne Wecker aufwachen.
Dazu eigenbestimmte Arbeit, Vierbeiner und Zeit für andere.
In Zukunft sollte ein Meer erreichbar sein, noch mehr Vierbeiner, noch
mehr Reisen und noch mehr selbst produziertes Essen. Eventuell auch
für andere.

10# Und was für die schönste?

s. # 9, ohne Geldmuss.

11# Wer willst du sein?

Ich in toll (= 100% zufrieden und ZEN)

12# Warum bist du es nicht?

Eben.

-

Dieses Stöckchen wurde mir freundlich aufs Auge gedrückt von Jens the Scholz.
Wer möchte, darfs gerne aufnehmen und mitmachen.

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