Donnerstag, 8. April 2010

Mi 07.04.2010

Morgens hektisch durchs Haus gelaufen, ab Mittags kopulierende Lebewesen zusammen gesucht (Bildredaktion), ein paar Möpse waren auch dabei, abends geplättet direkt Rotwein getrunken, um von den 9 Kaffee runter zukommen, die ich für die siewissenschon brauchte. Dabei Gedanken zu und über Hamburg gemacht, und im Kopf die drei Dinge gepackt. Lost #11, Zähne putzen, Plümmo.
Wilder Tag.

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Mittwoch, 7. April 2010

Di 06.04.2010

Da ich den Dienstag nur mit Arbeit rumgebracht habe, passt der Fragebogen thematisch voll ins Auge. Deswegen, und wegen Anke:

Ich bin...

1. Was machst du beruflich?

Ernährungstrainerin, Textarbeiterin, Sommeliere, Bildredakteurin.
Selbständig.

2. Was ist gut – was ist nicht so gut daran?

Das wirklich tolle daran ist: Es ist die Essenz aus vielen Jahren. Ich habe drei Ausbildungen, zig Fortbildungen, und in noch mehr Berufen gearbeitet. Das alles freiwillig und nach den Punk-Rock und Rock n Roll Jahren, wo Eltern immer denken, man wird ja nix.
Alles was ich arbeite, arbeite ich gerne und mit Neugier. Mir wird nie sehr selten langweilig, mir darf nie langweilig werden, und ich trage eine selbst gewählte und große Verantwortung, wenn ich am Menschen arbeite. Alle Bereiche fordern Kreativität, ohne die ich nicht kann.
Das nicht so dolle ist, dass das alles keine Sparten sind, die langfristig voraussichtig funktionieren. Alles ist meist kurzfristig, und ich habe selten an einem
1. des Monats eine Idee, wie es finanziell Ende des Monats so geht. Das strengt oft an, und alle zwei Monate denke ich, dass ich mir eine feste Komponente in Form eines Teilzeitjobs suchen sollte. Aber was will ich dann dafür aufgeben?
Eben.
Angebote und Ideen werden offen aufgenommen, Mail reicht.

3. Was wäre dein absoluter Traumberuf?

Das, was ich irgendwann einmal mache: Am Meer wohnen, ein sehr uriges Gästehaus mit Küche führen, wo Hühner durch den Garten rennen, und Leute richtig runterkommen können. Es gibt frisches Brot, tolle Weine, Ruhe. Im Normalfall werde ich dort weiterhin vor Ort beraten und eben nicht mehr herumfahren, und weiterhin Texte schreiben und oft wenig Zeit haben.
Im Traumzustand werde ich andere bezahlen können, die entlasten, Möpse mit Nasen züchten, Zeit für alle kreativen Projekte haben, oder mittags einfach mal im Strandkorb einnicken.
Beide Varianten sind willkommen.

4. Warum gerade dieser?

Weil das meine Ahnung von Zufriedenheit ist, die sich aktuell immer noch richtig und machbar anhört. Nur der Ort ist noch unklar.
Friesland? Kanada? Frankreich?
Irgendwann ist dieses Leben zu Ende, man sollte die Zeit nutzen um glückliche Momente zu finden.
Wenn draußen plötzlich die Sonne herauskommt, dann nehme ich mir einen Moment Zeit, einen Stuhl, und stelle ihn genau
dorthin, wo die Sonne scheint, statt zu verzagen, dass sie in der Ecke das Gartens ist. Das ist meine Einstellung. Geh hin und warte nicht rum.

*

Abends ein Bier mit Lemon in der Feierabendsonne. Das erste Mal 2010.

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Dienstag, 6. April 2010

Mo 05.04.2010

Bei praller Sonne das Gartenkabuff zur Brust genommen.
Nach zwei Stunden übersäht mit blinden Spinnenmännchen, die ganz dünn und durchsichtig waren. Der Kater wälzte sich auf einem ans Licht gekehrten Taubenskelett und in der Sonne trockneten meine ewigen zwei Fledermäuse. Willkommen in meinem Dungeon, es gibt Kuchen und Tee.

5april2010

Irgendwann später "Ein gutes Jahr" angesehen.



Der Film böckselt über vor lauter Klischees, aber: Ich wollte ihn sehen, um mich an den Bildern zu rubbeln. Rücklängs durch diese satten Landschaften, und warum auch immer, aber jetzt weiß ich, dass ich schlimme Lachanfälle bekomme, wenn Männer in Kleinstwagen durchs Frankreich heizen und die Navi sie permanent anpampt. (Attention! Attention!) Dazu dieser böse Ohrwurm, der mir oft beim fahren in der Sonne einfällt.
Später zu viel Kartoffeln, aber das geht ja eigentlich nur auf dem Papier.


Montag, 5. April 2010

Sa 03.04. & So 04.04.2010

Ähm, Samstag? Ach stimmt. Neuer Staubsauger (grüne Power von Siemens. Leise und Umwelttoll weil Stromsparend. ), Frühjahrsmüdigkeit und abends Besuch. Da Essen und Wein, und oft ging es um Katzen. Hugo gab wieder alles, und wurde photographiert. Meine roten sind immer Poser.

Sonntag. Da sollte es schön sein, war es aber nicht. Den ganzen Tag tief in der Couchdelle gelegen und zum ersten Mal 'Jenseits von Afrika' gesehen. Am Ende völlig verrotzt. Hab ich das jetzt also auch von der Liste.
Um 18 Uhr ein Hagelgewitter. Gut, dass ich mich kurz vorher gegen das Laufen gehen entschieden habe.
Ruhe. Pasta. Schlaf.

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Freitag, 2. April 2010

Fr 02.04.2010

Zum Kaffee nehme ich dem vorigen Text die Fehler weg.
Das kommt davon, wenn man nur acht Minuten Zeit hat, das Hirn aber Text loswerden möchte.
Der Rest des Tages kommt auch noch. 8:52 -

*

Ich in Abneigung.
Ich in Köln. Wohnzimmer, Essen, Flora, telefonierend.
Ich auf der Autobahn, schimpfend. Dann war da diese Wolke.
Ich in der Küche, Salsiccia für Pastasauce nachäffend.
Ich in der Küche, NeMaRo antrinkend.
Ich auf der Couch, Mann satt, Flasche leer, kein Film.
Ich böse, weil auf Film gefreut, und um halb elf schon wieder müde wie nach drei in der Nacht.
Ich mit Wärmflasche und 'Haarweg zur Hölle' im Plümmo.
Ich erst lachend, dann tief schlafend.
Samstag: fertig.

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Donnerstag, 1. April 2010

Mi 31.03. & Do 01.04.2010

Mittwochs durchgehend mit S. in kreativer Steißlage verbracht, um diesen Dokufilm in ein Gerüst zu pflanzen. Dazwischen eine Pizza, die mir die Einreise nach Siebenbürgen locker vereitelt hätte und Dinkelkekse. Danach irgendwie Wein, und irgendwie Lost Episode 10, die ich blöd fand, aber trotzdem nicht darüber wegnickte.
Wärmflasche zum Einschlafen, im Ohr meinen liebsten Nachtsong: Regen.

Donnerstag. Eigentlich für die Tonne, bis ich die Kurve bekam, die Arbeit doch noch wegtippte, und dann nach fünf zum Einkaufen ansetzte.

Rubrik: Ich liebe dieses Viertel, die 28.ste

In der Sparkasse füttere ich den Auszugsdrucker mit meiner Karte, während der Mann mir gegenüber anfängt, italienisch auf seinen Auszugsdrucker einzuschimpfen. Darauf antwortete einer der Angestellten aus der Ecke links, dann eine an der Kasse, und im Hintergrund zwei Männer, die ebenfalls plötzlich was zu rufen hatten. Ich verstand, dass Mann 1 das erwartete Geld nicht auf dem Konto hatte, und lamentierte, das Osterfest sei nun hin, der Kühlschrank leer und überhaupt, was das für ein Wetter da draußen wäre (Hagelschauer an Sonne)? Der Sparkassenmann konterte etwas wie, Ruhe bewahren, und tippte in seinem PC herum. Darauf Mann1 im Stechschritt zu ihm, mit wedelnden Auszügen und den Verweis auf den leeren Kühlschrank und Herd am Osterfest. Seine Familie müsse hungern, wenn nicht ...
Ja, wenn nicht der Herr am PC, das fanden die anderen nun auch, schließlich seien ja alle zu Gast bei Mann 1 an Ostern, und wie soll das denn gehen, wenn nichts zu Essen auf dem Tisch kommt?
Das alles lautstark und mit viel Gestik an einem Donnerstag Nachmittag, auf den Stühlen Tüten mit Pane und Rucola.

Ich gehe zu A., meinem italienischen Lebensmittelhändler. Als ich reinkomme, sagt er noch 'Kartoffeln' und 'pah' und legt auf. Und dann 'Du rettest mir das Leben!'. Ich so 'Ne, ich nur Kundin mit leeren Flaschen in den Taschen'.
'Was macht Deine Frau? Bekommt sie noch SMS von ihrem Chefarzt?' frage ich, und reiche ihm eine leere Flasche nach der anderen in die Arme.
'Ach, Frauen - Öl oder Vino?'
'Vino. Frauen sind nicht alle gleich.'
'Nein, Du bist blonde Engel. Meine Frau: Verruckt.' sprachs, und ging nach hinten, um den Landwein abzufüllen. 'Was macht der Künstler, alles gesund wieder?' ruft es durch die Gänge, und ich brülle zurück 'Jaja, alles gut.'
'Haupsache keine Ärztin mit Handy' kommt es von hinten, und ich grinse dem Haufen Artischocken zu.
'Frauen alle verruckt, besonders meine. Was noch?'
'Mortadella. Und Fenchelsalami, jeweils eine Lage.'
'Wußtest Du, dass es eine Leuchtturm gibt, wo man Paare einsperrt?'
'Hu?'
'Na, da kannstu fahren hin mit Boot, und da steht nur diese eine Leuchtturm auf einen kleinen Stuck Erde im Meer, und dann bleibst Du solange da, bis das Boot Dich wieder abholt. Ist für Paare wie Urlaub. Hier, probiere das ...'
'Urlaub? Ist für manche Paare sicher auch die Hölle - uah, was ist DAS?'
'Spaneferkelwurst. Gut, ha?'
'Ja, wenn man pures Fett mag. Gib mal mit, mein alter Kater braucht Kalorien, der ist mager wie eure Felsenkatzen.'
'Was - Du futterst die Gatto mit meine Schinke? Frauen. Alle verruckt.'
In der Zwischenzeit kommt ein Mann mit tiefschwarz glänzenden Haaren und Freizeitanzug rein, zwinkert, nimmt eine Tüte mit knisternden Brottüten und geht wieder.
'Was machst Du jetzt mit Deiner Frau? Und warum ist das Brot immer alle, wenn ich komme?'
'Schicke ich auf Leuchtturm. Zum Brot backen.'
Der Mann aus der Sparkasse betritt die Szenerie und legt direkt los, das alle Verbrecher wären, und er gar nicht weiß, wie er die Sippe über Ostern kriegen soll. Sprachs, lädt drei Kisten Wein aus dem Eingangsbereich auf eine Sackkarre, packt gigantische Ostereier aus Schokolade drauf, und zieht ein leidendes Gesicht. Ob es noch die guten Auberginen gäbe?
Ich verweigere die nächste Scheibe reines Fett, die A. mir entgegen hält und wünsche gesegnete Ostern.

Blumenladen. Ich suche einen hübschen Topf als Mitbringsel und gehe in den Laden. Direkt geht eine Diskussion über meine Haare los, und ob Rosa das auch so hinbekommen könnte. Also soweit ich das richtig interpretiere. Nach einer Viertelstunde habe ich endlich meine Blume, und Rosa meinen Rat, das zu lassen. Ich sagte, dass sie zu dunkel wäre, um so hell zu werden, und ich dachte, dass sie ihr tiefschwarzer Damenbart immer als Mogelpackung vorführen würde. Wenigstens gab es keine Wurst.

Als ich über die Rampe gehe, kommt der nächste Hagelschauer.
Im Garten unter mir sehr plötzlich sehr lautes Klagen. Mann 1 aus der Bank rief so etwas wie 'Was denn noch?' und verließ die Szenerie durch das Gartentor.


Mittwoch, 31. März 2010

So 28.03.-Di 30.03.2010

Der Sonntag war eigentlich als frei und toll angedacht, und wurde dann mit einer bleiernen Frühjahrsmüdigkeit und spontaner Arbeit völlig über den Haufen geworfen. Der Montag wiederum war noch müder, und plötzlich einfach so weg. Highlight war in jedem Fall der Mittags eingeschobene Film,



in dem Jack White absolut hervorstach, und in dem tatsächlich und auch wieder Stairway to heaven gespielt wurde. Abends den belanglosesten Nero d'Avola meines Lebens geleert, auf den Vollmond und leider auch ohne Morpheus, dafür gab es eine Vollmondnacht vom Feinsten.

Dienstag Fleisstag, 22 Seiten gehen auf meine Kappe, 1 Packung Gnocchis mit sämtlichem, was weg musste. Zwischendrin immer wieder Frühjahrsmüdigkeitsanfälle vom Feinsten, bis hin zu Minutenschläfchen mit dem Kopf auf dem Tisch.

Und sonst so?
Gesund, aber Scheiße.