Sonntag, 14. Februar 2010

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Hände: Nikki Sixx
Detail: Kat van D

(Diese kleine Notiz -)


Sa 13.02.2010

Wenn man morgens schon kaum aus dem Bett kommt. Der innere Traktor zieht mich dann aber doch, wenn es dämmert. Wird ja schon früher wieder hell jetzt, nach sieben ist also alles drin.
Erster Gang zum Altkatz, der hat Nachts gekotzt, also wieder ein Schritt zurück, der Tag wird keiner sein, an dem er mit Appetit gesegnet seinen Napf leert. Könnte mich so wieder hinlegen, nützt aber nichts. Also Kaffee kochen, Spezialfutter für den Altkatz warm machen (Kartoffel-Schweinefuss-Rapsöl-Matsche), und dann ist es irgendwann schon wieder zehn und meine Stimmung immer noch unterhalb des Weltmeeres.
Dicke Jacke an, in die Stadt gefahren, shoppen ist Medizin manchmal. Da war aber Karneval, was ich Scheuklappenartig ignoriert habe. Kleidchen gekauft, Socken gekauft, einen Fettsnack im stehen und zwei Schnacks später war es Nachmittag, und mich zogs wieder nach Hause, sehen was der Patient so treibt.
Der schlief selig mit Hugo auf sich drauf, auch gut. Manchmal macht man sich zu viel Kopf.

Den Abend mit viel Pasta, Wein und DVD-Entertainment geschafft. Morgen ist ein neuer Tag, hurra auch.

logbuch | © Lu um 18:30h | keine meldung | meldung machen?

Samstag, 13. Februar 2010

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hafen-kultur | © Lu um 19:21h | keine meldung | meldung machen?

Fr 12.02.2010

Das Beste an diesem Freitag: Das er vorüber ging.
Das ärgste: Das er einfach so vorüber ging.
Was, wenn es der letzte Tag gewesen wäre?

Ich sollte mich aus aktuellem Anlass auf Einzeltage konzentrieren, nicht auf die Gesamtmenge Leben.
Jeder Tag ein Einzelstück, denn es zu beleben gilt, Basta.
Nächste Woche, nächstes Jahr, oder Übermorgen? Wurst.

(Fragt mich Übermorgen noch mal, weil tolle Pläne sind ja dafür gemacht, sie umzuschmeißen.)

logbuch | © Lu um 11:50h | keine meldung | meldung machen?

Donnerstag, 11. Februar 2010

Mi 10.02. / Do 11.02.2010

Der Mittwoch wurde großflächig verarbeitet. Dazu war der Altkatz wieder mit Übelkeit gesegnet, also Kümmerprogramm zwischen Notebook und Katzenkorb.
Dürfte ich mir etwas wünschen, dann wäre es ein von selbst ausreichend fressender Katz. Das kann einem alles schon mal schwer auf dem Seelchen liegen, an so Tagen.
Trotzdem lohnt es sich für die guten Tage. Als ich gestern mit der Tierärztin die letzten Blutwerte durchgegangen bin waren wir einer Meinung: Der Katz hat noch Lust, zeigt sich kooperativ statt sich zu verziehen, und wenn man nur die Übelkeit, die ihn zwischendurch mal plagt, in den Griff bekommt, dann ist das mehr als die halbe Miete. Also weiter machen und sich an die Situation gewöhnen.

Mein Schnupfen ging irgendwann, als ich nicht hinsah. Auch gut.

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Alles Gute zum Geburtstag, Daddy, wo auch immer Du gerade steckst. (Wolke, Inkarnation, Zimmerecke?) Ich wünschte, ich könnte mal kurz durchklingeln. Ich würde ein wenig rumnöhlen, dass es Arbeit gibt, die einen manchmal geistig verstopft und die alles kurzfristig zu einem riesigen Kaugummi macht, und hat man sich dann durchgekämpft, dann kommt der Fluss wieder, Energie geht zum Start, geht los, läuft-
Und das ich jetzt etwas Neues an Futter für den dürren Altkatz probiere und gleich ein Eisbein auskoche. Ich habe noch nie ein Eisbein ausgekocht, aber Du, und wie lange braucht so ein apper Fuss, bis er durch ist? Irgendwie fällt mir gerade auf, dass Du offensichtlich die gleichen Dinge gern gegessen hast, wie meine Fellchen. Hähnchenherzen, Hühnermägen, Eisbeine -
Ich tu dem Katz einen extra Löffel dazu, nimm ihn für Dich in Gedanken. Ist ja Dein Geburtstag. Wäre Dein 69.ster heute. Auch irre. 69. Passt optisch nicht mehr, wenn man mit 64 gestoppt hat und gestorben ist. Dann passt irgendwie keine Zahl mehr danach. Machen die im Fernsehen ja auch immer so, von wegen
"Wäre heute 125 geworden". Ich meine, so ein Quatsch. Wer wird schon 125? Du hast Recht, Jopi Heesters vielleicht, ja. Was noch?
Ach so, eben noch kurz zu diesem tollen Postschalter hier hinter dem Feld im Getränkemarkt. Die nehmen bis 22 Uhr an, da kommen Leute aus anderen Ortschaften nur für den Stempel. Auf dem Feldweg kam mir ein betrunkenes Alien entgegen, und ich war nach zwei Tagen Arbeitszimmer etwas irritiert, dann der Groschen, Karneval, Düsseldorf, klar. Am Postschalter wieder mein Karmakonto aufgefüllt, indem ich die 50 Euro, welche die ganze Zeit vor mir auf dem Tresen lagen, dem Mann hinter dem Schalter gegeben habe. Er dachte, der wäre von mir, und ich sagte, nee, aber Karmageld gibts dafür, ganz sicher.
Auf dem Rückweg auf dem Feldweg ein alter Herr mit lustig guckendem Hund. "Na wie jetzt, nich up de Rolle Mädschen?" ruft er mir zu. Und ich kenne den gar nicht, aber wir sind ja alle Rheinländer und ich hole Luft und rufe zurück "Nee, isch han nen Sack voll Ahbeit zu donn" und ruder mit den Armen in dieser Schneekälte. Das war wohl mein Karnevalserlebnis für heute.
Paps, ich muss. Da unten schwimmt ein Schweinefuss im Wasser.
Machs gut, und übertreib es nicht. Wo auch immer Du jetzt steckst.

logbuch | © Lu um 19:19h | keine meldung | meldung machen?

Mittwoch, 10. Februar 2010

Di 09.02.2010

Erst stand die gute Laune auf, dann folgte ich, niesend. 7Uhr30. Altkatz auch gut drauf, mauzt so rum als ich die Tür zu seinem Single-Bedroom öffne und wir beide dann so die Treppe runter, große Taten, Frühstück, immerhin ist es Dienstag.
Noch beim Kaffee kochen nahm ich mir vor, die gestern liegengebliebene Arbeit noch bis zwölf am Mittag zu schaffen, immerhin ist Dienstag und die Laune auf Anschlag.

Rechner hoch, Heizung auf Betriebstemperatur, und die zwei aktuell wichtigen Docs geöffnet. Jetzt aber! 8Uhr12.
Ich rufe die Mails ab, und klicke weg, klicke weg, lese, folge einem Link - plötzlich ist es 9Uhr.
Der Katz bekommt seine Infusion, seine Medizin, zack, 9Uhr15.
Jetzt aber. Ich setze mich gerade hin, weil ich jetzt richtig was wegarbeite, aber erst mal was twittern, das dann bei Facebook löschen, und hey, 12 Valentine-Gifts für FarmVille. Öffne FarmVille und ernte, ernte, ernte.
Plötzlich 10Uhr30. Mist! Speichere kurz die beiden total wichtigen Docs zwischen, obwohl ich noch keinen neuen Buchstaben hinzugefügt habe. Trotzdem- sicher ist sicher.
Oh, neue Nachrichten auf Facebook, lese so in der Gruppe rum, freue mich, tippe auch was, hihi, dann neuer Schub eMails, zwei schnell beantworten, 10Uhr51, ich bin fassungslos. Jetzt aber schnell die wichtige Arbeit machen, dann geht es einem eh viel besser, wenn so ein Brocken weg ist, und ausserdem wollte ich um halb eins Richtung Stadt. 11 Uhr.
Der Katz muss gefüttert werden. Vorher eben Haare waschen, die gehen so auch nicht. Unten fällt mir der Spülberg auf, der geht so auch nicht. Die Spülmaschine natürlich auch gerade fertig, also ausräumen und Spül umschichten. Ha, fertig, super.
Schnell noch fegen und Katzenklo, dann 11Uhr32.
Hochmotiviert und frisch geföhnt zurück an den Rechner, die zwei Docs geöffnet, plönk, eMail, die sagt, das es in der Facebook-Gruppe was Neues, nur schnell lesen, hihi, und dann aber.
11Uhr39, ich fange mit der Arbeit an.
11Uhr43 denke ich, dass sich das jetzt echt nicht mehr lohnt, sich da reinzudenken, also noch mal eben auf FarmVille die Kühe klar machen, und dann in die Stadt. Arbeit kann ich auch später noch zu Ende bringen, Abends kann man sich ja oft besser konzentrieren.
Fahre in die Stadt und bin auf einen Kaffee, der von 12:45 bis 17:30 dauert. Dann einkaufen und mit einer Tüte Salat und zwei Flaschen Wein zurück durch dieses Eisfach Düsseldorf.
In der S-Bahn niese ich mir Respektzone frei.

Zu Hause dann, es ist 18Uhr 20.
Erst mal den Altkatz versorgen und die kleinen Fellkugeln bespassen. Vorher die wichtigen Docs parat machen, mal lüften, gerade hinsetzen. Der Mann hat unter mir in der Küche auch das Fenster geöffnet, und so kann ich mich wegen der leckeren Pilz-Zwiebel-Wein-Düfte kaum auf die wichtige Arbeit konzentrieren. Erst mal Mails abarbeiten. 19 Uhr. Könnte man sich ja schon mal einen Wein als Aperitiv -
Gehe runter und quatsche den Mann beim kochen voll. Trinke dabei den Wein aus und öffne den fürs Essen. Muss natürlich getestet werden. Mann schmeißt mich aus der Küche, weil ich ihn vom kochen abhalte. Nehme den Wein mit und mache den Fernseher an.
19Uhr22, warten auf Risotto.
Nach dem Essen fällt mir der Rotwein in der Küche wieder ein, den könnte ich als Abschluss noch, und dann gemütlich die Arbeit fertig machen.
Putze die Küche akribisch und ausufernd, bevor ich an den Rechner zurückkehre. 22Uhr32. Huch, wie konnte das denn jetzt passieren? Gucke erst mal aus lauter Schreck bei FarmVille rein, beim ernten kann ich immer so gut meine Gedanken sortieren. Werde beim Anblick meiner Schafe sehr sehr müde.
Pflanze Erbsen und gehe ins Bett. Morgen aber, dann mache ich wirklich die Arbeit fertig, und zwar noch vor zwölf.


Dienstag, 9. Februar 2010

Mo 08.02.2010

Letzte Nacht viel erlebt.
War in Hamburg, habs Grönerchen abgedrückt, hatte einen mächtig großen Hund, hatte zu Hause vier Hühner aber keinen Hahn (FarmVille-NebenWirkungen?), war schwanger und rund, und kurz darauf auf einem Schiff, mit dem ich in die Schweiz fuhr.
Was sollte der Montag bitte da noch dagegen halten?

Tierarzt um 9, Blutkontrolle beim mageren Altkatz, den Rest des Tages Schnupfen, Arbeit, über die ich wieder nicht schreiben kann, und, tadaa,

Inglourious Basterds



Ich habe mit meinem Ex-Lieblingsregiesseur Tarantino eigentlich abgeschlossen, seitdem er anfing Uma Thurman und Füsse obzessiv abzulieben und damit Geld zu verdienen, aber nun -
Der Film ist lang genug, um nachzusacken, und ich finde ihn immer noch besser als gedacht, und Brad Pitt hat eine gute Arbeit abgeliefert (und das mir, die ihn kaum ertragen kann) und überhaupt war der Film auf Dauer sehr spannend und man selbst immer sehr angespannt. Tolle Kamera, tolle Kulisse, tolle Schauspieler, alles gut. Eigentlich.

Danach war schon Mitternacht, und ich bekam grad noch Wasser ins Weinglas, und dann raffte die Nacht und der Schnupfen meinen Rest dahin.


Montag, 8. Februar 2010

So 07.02.2010

Tagsüber gern gelegen, Abends dann gesessen, einen Risottohügel verdrückt (Für die Foodisten: Fenchelrisotto mit Garnelen und Salat), und dazu Julie & Julia geguckt. Mit Appetit ins Bett gegangen. Aufregender Tag.

logbuch | © Lu um 13:54h | keine meldung | meldung machen?

Sonntag, 7. Februar 2010

D0 04.02.2010 & Fr 05.02.2010 & Sa 06.02.2010

Morgens schon mit Hüsterchen durch den Nahverkehrsstreik, was mit AC/DC im Ohr aber toll ging. Alle genervt, ich auf dem Holzweg durchs Industriegebiet (eine einzige Fehlentscheidung kann einen Kilometer kosten!), aber dann am späten Mittag den Workshop beendet und nun zertifizierte und gestempelte Genussbotschafterin der Sarah-Wiener-Stiftung, 'Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu Essen'.

04feb2010

Danach vom Mann einen halben Liter Kaffee in die klamme Hand gedrückt bekommen und vier Etagen Akademierundgang geschafft.
Ich wusste nicht, dass es noch uninspirierter als 2009 geht, mit Ausnahmen natürlich. Photos folgen auf dem Fusse.

05feb2010

Zu Hause den Freitag vorbereitet und dann (tadaaa!) LOST.
Leider nach 15 Minuten eingeschlafen, mein Körper ist aber auch gnadenlos, kaum darf er liegen.

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Freitags dann wieder Richtung Köln. Solltet ihr euch einmal fragen, wohin die DB ihre ganzen alten Gurken ausrangiert, dann fahrt mal via S-Bahn in die Nachbarstadt. Den iPod bis auf Anschlag, und die Geräuschkulisse nebst Quietschen und Bersten war am Ende doch der Sieger. Mit ihm zu diesem singenden Italiener, danach Arbeit der netten Art, danach mit meinem neuen Husten zurück ins Düsseldorf. Heimatgefühl, wann immer ich am Bahndammpuff vorbeifahre. Ein älteres Pärchen drückt sich die Nasen am Fenster platt, und als ich an ihnen vorbeigehe frage ich "Wissen sie, wie wir den in Düsseldorf nennen?" Beide verneinen. "Der ganzjährige Adventskalender".
Und während das mit den Fensternummern und dem Kalender langsam bei beiden sackte, war ich raus und freute mich auf das Wochenende.

Danach Lost und frittierte Kapern mit Abendessen drunter.

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Husten. Damit und in Begleitung des Mannes in die Stadt, so tun, als wenn ein wenig Frühling wäre. Beim Lieblingsitaliener gefuttert, am Lieblingsfluss gefroren, die ArtCard erneuert und in keine Ausstellung gekommen weil keine war. Ein flotter Kaffee bei Freunden, ein gekraulter Hundebauch, ein müdes Seufzen zu Hause und einen Kater, der sich über ChickenDrumsticks von Almonature freute. So in etwa, und ein bißchen was mit Glotze.

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