Donnerstag, 14. August 2008

grundtiefe gute grundgefühle.

Während mir gestern irgendwann das F abhanden kam, und in manchen Wörtern einfach so ehlt (vermutliche Diagnose: Katzenhaar unter Tastenkontaktstelle zum Klapprechnerhirn), scheint nun draußen die Sonne, und Katze Janis Jones wurde eben von zwei Menschen mit sehr kalten Händen an Menschen übergeben, die sehr warme Hände und gute Worte übrig hatten.

Bester Fall, und seit eben erst auf dem Tablett der Möglichkeiten:
Der Tumor ist nicht in die Dünndarmwand reingewachsen, sondern drückt sie nur nach Innen, wird entfernt, fertig.

Bis eben gedachter Fall, nicht ganz so toll aber nun gut:
Der Tumor ist nach innen wie außen gewachsen, wird inklusive dem Stück Dünndarm entfernt, Darm ineinandergeschoben und vernäht, lange und anstrengende Rekonvaleszenz mit Futterverbot und Infusionen, fertig.

Schlimmster Fall: während der OP sehen sie sogenannte Satelliten, die der Tumor schon produziert hat, Tumor selbst sieht auch böse aus, 'lohnt sich nicht' weil sie in ein paar Wochen erneut Probleme hätte, soll heißen, sie lassen die Katze nicht mehr aus der Narkose aufwachen.
(will ich weder dran denken noch hören noch lesen)

Alles wird gut, das habe ich gestern zirka so 95 Enten im Südpark versprochen. Ich habe ein gutes Gefühl und bin ruhiger als die letzten Tage.

Wenn mir jetzt noch jemand mein f - ah, da ist es ja!


Donnerstag, 15. November 2007

wir nennen es: arbeit.

Irgendwann wird es ruhiger in einem, das macht der Lauf des Tages. Meine Nacht war an dem Punkt vorbei, als ich mit einem gezielten Schlaftritt die geliebte Wärmflasche über die Kante trat.
Das Geräusch kann man nach exakt vier Minuten im verschlafenen wie hysterisch erschreckten Hirn einordnen, drunter machts der Körper nicht.
Das war punkt 5:00 am Morgen, da war noch keiner um mich herum wach.
M's Körper kurbelte langsam an, das hört man, wenn der neben einem schlafende Körper vorheizt, hochfährt, Magen, Extremitäten, noch 90 Minuten bis Showdown, ich kenne das schon. Die drei Tauben vor dem Fenster, welche dort ihr Nachtlager haben, alle drei geplustert und tief schlafend. Die Fellchen warm und gurrend, die Nachbarn, alles noch dunkel. Nur ich und mein rosa Schlafanzug, wir hockten in der Küche auf dem Holzpodest, tranken Kaffee und schubsten Wörter und Text von links nach rechts, immer schön in einer Reihe bleiben die werten Wörter, danke.
Als irgendwann alles wach war, setzte ich mich hin und arbeitete. Ich schrieb, ich fluchte, ich telefonierte und ich zerstreute. Und irgendwann hat man für sich die wichtigsten Dinge weg, seinen Mindestsoll, quasi, und dann wird es ruhig im Wasserglas.
Einen großen Milchkaffee und eine halbe Stunde zum Rhein um die Ecke, das soll meine (erste) Belohnung für heute sein.

s.o.s. | © Lu um 15:36h | keine meldung | meldung machen?

Montag, 5. November 2007

NOTRUF!

Wenn mich zufällig ein Arzt/eine Ärztin aus Düsseldorf liest, die eine wirklich liebenswerte und fitte Auszubildende 2. Lehrjahr gebrauchen könnte, bitte Mail an mich.
(Mailadresse im Impressum)

Nur in wirklich gute Hände abzugeben!

Danke.


erledigt. :)


Samstag, 8. September 2007


Um 6:15 vom Wecker aus heilen Welten gerissen werden, dabei das Rocky-Theme im Ohr. Wo ist mein Ganzkörperschweißband?

s.o.s. | © Lu um 06:40h | keine meldung | meldung machen?

Mittwoch, 23. Mai 2007

wilma, das nest platzt.

Gleich in der Früh die Installateure, dazu prallt am Vormittag meine Mutter, bewaffnet mit Kartoffelsalat und Schrankpolitur. Der Maler wollte noch mal rumkommen, die Elektrogeräte werden zwischen zwölf und fünf geliefert und der Fensterputzer wollte auch mal diese Woche die Lage checken, und das sicherlich heute.
Dabei ist heute ein Tag, an dem Ruhe wie Menschenfrei in Verbindung mit meditativer, stoischer Arbeit und einem großen Becher Kaffee schon eine willkommene Ausnahme wäre.
Dazu würde das Radio plärren.

Aktueller und sehr festsitzender Ohrwurm der Woche findet sich hier. Ich brauche ihn so alle Stunde einmal, mitsingen ist Voraussetzung.


Sonntag, 6. Mai 2007

weekend/wochenende/wtf?

Niesen und putzen.
Keine Allergie, keine Reinigungsfrachkraft mit Volltimejob.
Trotzdem.
(Deswegen kein bloggen, Thematik zu unsexy, ausserdem Finger wund und Nerven blank.)

(Im nächsten Leben wird alles besser, da werd ich Nacktschnecke in Frankreich!)


Dienstag, 3. April 2007

du weißt,

es wird ein paranoider tag, wenn du beim löschen der dritten ungelesenen mail von
Wetterdienst Deutschland - Offizielle Benachrichtigung des Deutschen Wetterdienstes
ein subtiles gefühl im magen gedanklich umhaust, nur um im weiteren verlauf der nächsten fünf minuten ein paar mal an spontan auftretene tsunamis in düsseldorf denken musst, von denen alle wußten, ausser dir selber, die grad auf dem weg zum zahnarzt ist. hatten ja alle ihre mails gelesen. auch der zahnarzt.

am ende steht in ihrem blog: sie starb, weil sie mehr angst vor SPAM als vor katastrophen hatte.

(rubrik: tage im trubel)


Freitag, 30. März 2007

schnelle hilfe, brainstormen bitte:

Ich brauche einen Mann des deutschen Showbizzes, der im
besten Fall eine dicke, pockige/narbige Haut hat.

Wer fällt euch da ein?


götterschläge und barrieres beitrag.

Bei mir schlagen die Götter der Ausbremsung ja immer kurz vor der Bettzeit zu. Ich wische mir gestern Abend -wir alle erinnern uns, Zustand eh schon mürbe, heile heile Gänschen in Aussicht- noch eben die Zahnpasta aus den Mundwinkeln und mach die Wärmflasche in der Küche voll, will mit vollen Händen eben über die Katzenbarriere und: vertue mich irgendwie in der Höhe und knalle den rechten Fuss - nackich, natürlich!- mit richtig Schwung dagegen.
Ich sah drei Sterne, die Götter gaben sich fünf, alles geklappt, Frau kaputt.
Die Nacht über den Fuss zur Kühlung aus dem Bett hängen lassen.

Jetzt bin ich ausgebremst, der Fuss ist etwas wurstig und unförmig und dazu blau, Epizentrum rechter Zeh, der Rest wurde nur gestreift.
Laufen sieht auch mehr nach Hilferuf oder Hüftgelenksschaden aus, deswegen bleib ich sitzen, würdige die Götter oben keines Blickes, nehme die Botschaft aber und natürlich devot entgegen.
Schon Konfuzius sagte, dass wer zu schnell ist, dass er die Schritte nicht mehr zählt, gebremst wird, auf das er nur einen Fuss vor den nächsten setzen kann.
Oder so ähnlich.

Arnica lutschend und ein virtuelles Räucheropferstäbchen entzündend bleibe ich also mit meinem Tempel (Körper) in der Küche statt zu sporten, und arbeite einfach stoisch weiter. Scheinbar wird heute nur der Spass reduziert, nicht aber die Pflicht.


Mittwoch, 21. März 2007

dentale lockerheit mit biss.

Gleich werde ich betäubt und bebohrt, ich sollte mir einen zeitraum von einer ganzen Stunde dafür freiräumen.
EINE STUNDE!

Psychologen von gestern wie heute sagen, hast Du Schiss, dann sag es, und sofort wirst Du Dich toll fühlen, befreit und locker.

ICH HAB SCHISS!

(Autorin sitzt Fussspitzenwippend vor dem Laptop und wartet auf den Eintritt der absoluten Lockerness. Im Hintergrund Yakult-Werbung.)

Sollten sich meine grabkalten Hände bis gleich auf dem Stuhl nicht rosa und warm anfühlen, schreibe ich schon beim Bohren einen Rant auf Psychologen, der sich sogar hinter den Ohren gewaschen hat.